Bedeutet freie Mitarbeit gleich Selbständigkeit und erfordert somit eine Gewerbeanmeldung?

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5 Antworten

Wenn Du für Deine freie Mitarbeit Rechnungen schreiben sollst, musst Du Dich als Freiberufler anmelden. Damit bist Du nicht gewerbetreibender, sondern verkaufst Deine Arbeitskraft.

Die Freiberufliche Tätigkeit erfordert offenbar nur eine kurze Mitteilung beim örtlichen Finanzamt, siehe hier:

http://www.blog.de/tb/a/r/selbststaendigkeit/freiberufliche-taetigkeiten-eigene-regelungen/6270050/

Danach wird Dir dann Deine Steuernummer mitgeteilt (kann bis zu 6 Wochen dauern) und Du kannst aber schon vorläufig Rechnungen schreiben.

Du solltest daran Denken, dass Du als Freiberufler auch eine Einnahme-Überschuss-Rechnung machen musst und am Ende Deines Geschäftsjahres (entspricht meist dem Kalenderjahr) auch eine Einkommensmeldung ans Finanzamt machen musst. (Meist 1-2 Formulare, wo Du Deinen Jahresgewinn einträgst)

Wichtig: Damit nicht der Verdacht einer Scheinselbständigkeit entsteht, musst Du auch mal andere Auftraggeber haben. Irgendwann könnte beim Finanzamt mal einer Misstrauisch werden und nachfragen, ob Du nur einen Auftraggeber hast.

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Eine freiberufliche Tätigkeit ist nicht gleich freier Mitarbeiter ! Die freien Berufe sind fest abgegrenzt, z.B. Mediziner, Architekten, Steuerberater etc.. Ein freier Mitarbeiter ist selbstständig und wird für eine bestimmte festumrissene Aufgabe engagiert. Je nach Tätigkeit muss er selbst ein Gewerbe anmelden.

Um dir richtig antworten zu können, müsstest du schon schreiben, was du genau tust.

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Das wichtigste ist anscheinend, dass eine Selbständigkeit nicht unbedingt eine Gewerbeanmeldung erfordert.

Das hat beides miteinander wenig bis gar nichts zu tun.

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Freie Mitarbeit bedeutet, dass irgendwann auch eine Rechnung gestellt werden muß. Arbeit ist definiert immer gegen Bezahlung. Sonst wäre es ehrenamtlich.

Gewerbeanmeldung ist für alles, was ein Gewerbe ist, notwendig. Was ein Gewerbe ist, liegt bei der Industrie und Handwerkskammer fest.

Was da nicht festliegt, ist kein Gewerbe. Z.B. Beratertätigkeiten sind nicht Gewerbetätigkeiten. Also auch keine Gewerbeanmeldung.

Steuern mußt du übrigens immer bezahlen. Ob Gewerbe oder nicht. Da zählt nur das Einkommen und die ausgewiesene Mehrwertsteuer. Die ist immer sofort (monatlich oder jährlich) an das Finanzamt abzuführen.

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Kommentar von Geochelone
27.03.2012, 20:02

Auch viele Berater fallen unter die Gewerbeordnung und müssen ein Gewerbe anmelden (z.B. Energieberater, Unternehmensberater, Lebensberater etc.)

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In § 18 EStG ist genau definiert wer keinen Gewerbeschein benötigt.

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Kommentar von Geochelone
27.03.2012, 20:00

Das ist falsch, denn was Gewerbe ist ergibt sich aus der Gewerbeordnung und nicht dem EStG. Das ist wichtig, weil in machen Bereichen die Bewertung auseinanderklafft. Und dann interessiertes das Gewerbeamt kein bisschen, was das Finanzamt zu dieser Problematik sagt !

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