bedeut verrückt einfach nur etwas "verrückt" zu sein?

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2 Antworten

"Verrückt" zu sein kann einerseits etwas Negatives und andererseits aber auch etwas Positives sein.

Der Begriff erklärt sich dadurch, dass man sich entrückt einer Norm bewegt. Leider betrachten viele vorhandene Tabus aufgrund ihrer sich selbst auferlegten Kompetenzen für eine Norm, von der sie sich nicht trauen abzuweichen. Das führt dazu, dass solche Leute nur all zu schnell jemand anders, der das tut, dann für "verrückt" halten. Sie selber denken erst gar nicht darüber nach, ob man aus diesem eingefahrenen Schema mal abweichen könnte.

Klar sollte man bei der Arbeit nicht großartig aus der Art fallen, sonst sitzt man schneller wieder auf dem Arbeitsamt als einem lieb ist :)

Aber gerade beispielsweise bei einer Ideenfindung kann einem eine gewisse Verrücktheit behilflich sein. Man vergrößert dadurch die Variationsbreite seiner Möglichkeiten. Ob man die Idee, welche auf Verrücktheit basiert, schlussendlich auch umsetzt, bleibt ja vorläufig dahingestellt. Aber sie kann weitere Assoziationen fördern, was ja gut ist.

Auch entstehen aus reiner Spontanität zwischen vertrauten Menschen verrückte Ideen - beispielsweise aus Verliebtheit. Inwieweit sich dabei das einzelne Individuum aus dem Fenster traut, ist immer nicht gewiss. Das ist halt das Risiko der Spontanität.

All zu leicht wird etwas Neues, von dem man nie gehört hat, immer wieder zumindest unterschwellig abgelehnt. Das ist je nachdem, worum es geht, eigentlich sehr schade.

"Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich..."

:-)

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Gute Sichtweise! :D

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