Bedarfsgemeinschaft und Teures Auto?

7 Antworten

In einer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) mit Mutter bzw.Eltern würdest du unter 25 nur dann noch sein, wenn du deinen eigenen Bedarf nicht mit deinem anrechenbaren Einkommen decken könntest und deine Mutter für dich noch eine Aufstockung vom Jobcenter beziehen würde und dann dürftest du gar nicht so viel Vermögen haben, denn unter 21 stünden dir nur 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen zu, ab 21 wären es dann 150 € pro Lebensjahr + diese einmaligen 750 €.

Du würdest also bei so einem hohen Vermögen vorerst gar keinen ALG - 2 Anspruch mehr haben und das volle Kindergeld würde wieder zum Einkommen deiner Mutter, weil du es für deine eigene Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest, dementsprechend würde dann das volle Kindergeld erst einmal unter evtl.Berücksichtigung von min.30 € Versicherungspauschale auf den Rest der BG - angerechnet.

Dann könntest du dir das Auto auch kaufen, der Zeitwert dürfte dann auch über max.7500 € liegen, der müsste nur im ALG - 2 Bezug eingehalten werden, es dürfte also max.dein volles Kindergeld auf den Bedarf deiner Mutter bzw.der restlichen BG - angerechnet werden und du zahlst dann deiner Mutter dementsprechend deinen Anteil für Miete, Haushaltsstrom, Kostgeld für Verpflegung / Versorgung usw.selber.

Was heißt würde? Willst du nun eins kaufen - ja oder nein. Hast du das geld überhauzpt da? Denn einen Kredit wirst du nicht bekommen dafür, und wenn, dann unter Umständen mit unseriösen Händlern. Finger weg!

Also würde, hätte, usw. sind keine Basis hier, um zu antworten. Du kannst dich natürlich fragen, woher die wissen wollen, das du ein 20.000 Euro teures Auto fährst dann. Du bist nicht gemeldet beim Arbeitsamt - dir stiefeln sie nicht hinterher und deine Daten sind nicht im Sinne ALG 2 gespeichert. Von daher.....Das Auro muss dann natürlich auf deinen namen laufen. Erkundige dich unbedingt nach den monatlichen Kosten - du wirst dich wundern!!! Und zwar nicht bloß Steuern und Versicherungen!!!

Bedarfsgemeinschaft heißt, Mutter und Kind haben Bedarf an ALG II und bekommen auch ALG II.

Die Freibeträge für Vermögen liegen laut § 12 Zu berücksichtigendes Vermögen bei 50 Lebensjahre mal 150,- Euro = 7.500,- Euro für die Mutter plus 3.100,- für das Kind plus für jeden nochmal 750,- = zusammen 12.100,- für beide zusammen.

Wenn die beiden also 20.000,- Vermögen haben, haben sie 7.900,- zuviel. Daher kriegen sie erst wieder ALG II, wenn sie die 7.900,- vernünftig verbraucht haben.

Nur dann, wenn sie vor dem Bezug von ALG II ein Auto besaßen, gibt es einen extra Freibetrag für ein PkW von 7.500,-.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Vermögen des Kindes auf eigenem Konto, Sparbuch darf auch nur auf dessen Bedarf angerechnet werden, es könnte also beim Kind mit 20.000 € Vermögen nur erst einmal zum Leistungsausschluss kommen und bei der Mutter max.das volle nicht mehr benötigte Kindergeld zur Bedarfsdeckung des Kindes als Einkommen mindernd bei der Mutter bzw.auf den Rest der BG - angerechnet werden.

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@isomatte

Richtig ist, dass das KInd, nur so lange zur Bedarfsgemeinschaft seiner Mutter gehört, wie es seinen "Lebensunterhalt[s] nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen" kann. § 7 Leistungsberechtigte

Und das Kind muss laut BGB seine Mutter auch frühestens dann unterhalten von seinem Einkommen oder Vermögen, wenn die Mutter nicht mehr erwerbsfähig ist.

Nur kommt beim ALG II eventuell noch Absatz 5 SGB II § 9 Hilfebedürftigkeit in Betracht, wenn das Kind weiterhin mit seiner Mutter "in Haushaltsgemeinschaft" lebt.

Falls dies greift, dann auch dann, wenn dem Kind irgendwoher 20.000,- Euro für ein Auto zufließen. Dann könnte "vermutet" werden, "dass sie von ih[m] Leistungen erhalten" (ebd.) tut.

Diese Vermutung kann der Sohn dann zu widerlegen versuchen - etwa mit dem Argument: "Meiner Mutter geb' ich nichts von meinem Geldsegen, den brauch ich für mein Auto!"

Ob mit Erfolg, das entscheidet im Streitfall die Widerspruchsstelle oder am Ende das Sozialgericht.

Gruß aus Berlin, Gerd

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@GerdausBerlin

Korrekt und um den ganzen dann aus dem Weg zu gehen würde ich mir überlegen auszuziehen.

Solange die Mutter noch ALG - 2 berechtigt ist, fällt die nicht Erwerbsfähigkeit schon einmal weg und wenn das Kind dann aus dem Haushalt auszieht, dann wäre das Kind auch nicht zum Unterhalt nach dem BGB - verpflichtet, weil die Mutter ihren Lebensunterhalt noch selber verdienen könnte.

Wäre sie nicht mehr Erwerbsfähig, dann hat das Kind einen relativ hohen Selbstbehalt von derzeit 100.000 € Bruttoeinkommen pro Jahr und 1800 € bereinigtes Nettoeinkommen, wenn die Mutter im Heim wäre bzw.müsste.

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