Bedarfsgemeinschaft Student?

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3 Antworten

Deinen Anteil an Wohnkosten usw.musstest du ja vorher auch schon an deine Mutter zahlen,dabei wird es auch weiterhin bleiben,nur eben das dann noch mal 30 € dazu kommen die dann durch deine wegfallende Aufstockung durch den Leistungsausschluss dazu kommen,weil du dann nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter gehörst !

Wenn du also jetzt angenommen jeden Monat 300 € Brutto wie Netto verdienst,also ohne Abzüge dann auf dein Konto bekommst,dann bekommt deine Mutter auch weniger Leistung gezahlt.

Du bzw.deine Mutter bekommt ja sicher noch Kindergeld für dich gezahlt,wenn du noch keine 25 bist und genau hier liegt dann das Problem.

Denn du hast dann durch dein Erwerbseinkommen anrechenbares Einkommen das über deinem Bedarf liegt und dieser Überschuss wird dann deinem Kindergeld zugerechnet.

Das brauchst du dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr,deshalb wird dann dieser Teil ( max. das volle Kindergeld ) auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet,wenn sie noch keine Freibeträge auf Einkommen geltend machen würde kann sie dann auf das Kindergeld 30 € Versicherungspauschale geltend machen,es würden dann also max. 160 € und nicht 190 € vom Kindergeld auf ihren Bedarf angerechnet.

Sie hat dann im Endeffekt nicht weniger als jetzt,sie könnte dann sogar 30 € mehr haben.

Für dich würde das dann bedeuten,du hättest dann angenommen 300 € Erwerbseinkommen,darauf hast du dann Freibeträge nach § 11 b SGB - ll,dass sind dann erst mal vom Bruttoeinkommen 100 € Grundfreibetrag.

Von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,diese werden dann addiert,theoretisch vom Brutto / Nettoeinkommen abgezogen dann mit dem sonstigen Einkommen addiert ( anrechenbares Bafög / Kindergeld usw. ) und das ergibt dann dein gesamtes anrechenbares Einkommen.

Dieses wird dann auf deinen Bedarf angerechnet und alles was dann darüber liegt und den Betrag des Kindergelds übersteigt wird dem Bedarf deiner Mutter zugerechnet ( bis auf max. diese 30 € ) und ihre Leistungen dementsprechend gekürzt.

Du hättest dann also bei 300 € Brutto wie Netto deine 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 200 € stehen dir noch mal 20 % Freibetrag zu,also kommen zu den 100 € noch 40 € dazu,dann hättest du 140 € Freibetrag und diese sind dann deine.

Es blieben also von den angenommenen 300 € noch 160 € anrechenbares Einkommen übrig,davon würden dann also erst mal deine jetzigen 30 € an Aufstockung abgezogen,dann hast du keinen Leistungsanspruch mehr.

Dann blieben noch 130 € übrig und die musst du für deinen Bedarf einsetzen,dann brauchst du also vom Kindergeld angenommen 130 € weniger und dieser Überschuss würde dann deiner Mutter angerechnet,wie gesagt könnten davon dann max. diese 30 € Versicherungspauschale geltend gemacht werden.

Deiner Mutter würden dann angenommen nur 100 € weniger gezahlt,sie hätte aber am Ende sogar 30 € mehr als vorher.

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Kommentar von Khoonbish
15.09.2016, 18:17

Danke für die sehr ausführliche Antwort.

Wenn du sagst

Deiner Mutter würden dann angenommen nur 100 € weniger gezahlt,sie hätte aber am Ende sogar 30 € mehr als vorher.

meinst du dann damit, dass sie diese 30€ mehr als vorher hätte, da ich die 100€, die ihr weniger ausgezahlt werden, durch meine übrigbleibenden 130€ ausgleiche?

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Nur dein Mietanteil wird der Mutter dann entgegen gerechnet. Bei 2 Personen eben 50 % der tatsächlichen Kosten der Unterkunft

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Deiner Mutter wird nichts abgezogen.

Wenn Du mit Deinem Verdienst, dem Bafög und dem Kindergeld mehr als Deinen Regelsatz + anteiliger Miete hast, fällst DU aus der BG raus. Deine Mutter bekommt dann nur noch ihren Regelsatz + ihren Mietanteil.

Du musst ihr also das Fehlende zahlen - zumindest die Miete.

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Kommentar von isomatte
15.09.2016, 17:48

Das ist nicht ganz korrekt !

Auch wenn das Kind dann aus der BG - raus wäre,würde der nicht mehr benötigte Teil des Kindergeldes welches das Kind zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würde bis auf max. 30 € Versicherungspauschale auf den Bedarf der Mutter angerechnet.

Sie bekommt dann also weniger Leistungen vom Jobcenter gezahlt,auch wenn sie dann im Endeffekt evtl.sogar 30 € mehr als jetzt hat,aber vom Jobcenter bekommt sie dann weniger gezahlt.

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