Bedarfsgemeinschaft, Mutter+erwachsener Sohn, geringer Einkommen

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4 Antworten

Da er volljährig ist, kannst du mit einer einfachen formlosen Erklärung die Unterhaltspflicht verneinen, und mit ihm einen Untermietvertrag vereinbaren.

Sie bilden eine BG; Untermietvertrag wird nicht anerkannt werden und ist ohnehin Banane; da gibt es nichts zu verneinen; die Einkommensberücksichtigung läuft nicht über BGB-Recht, sondern unmittelbar über SGB II-Recht; hier wird eine Unterhaltspflicht konstituiert, die im BGB-Recht so nicht existiert, gegen die man aber außer durchklagen nicht viel machen kann.

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Wie Du schon befürchtest: Das Problem ist ja, dass gemäß Gesetz 18-jährige volljhrig sind, nach den "Hartz IV-Gesetzen" gelten Erwachsene unter 25 J. noch als Kinder. - Was sich da die gesetzgebenden Politiker ausgedacht haben, ist nur zum Kopfschütteln.

Fakt ist aber ja nun, dass dieses miese Gesetz besteht - aber:

Es scheint eine Möglichkeit zu bestehen, dass Ihr darauf bestehen könnt, dass Dein Sohn eine eigene Wohnung bekommt, weil Du nicht bereit bist, ihn wieder bei Dir aufzunehmen. - Lies dazu dieses Muster:

Eklärung der Eltern von Unter-25jährigen, diese nicht wieder aufzunehmen

http://hartz.info/index.php?PHPSESSID=4b952db12d3c3bbbacf433e46b01f61a&topic=12771.0

Erkundige Dich vorsichtshalber bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

040 22 75 74 73 - wenn Du in einem anderen Bundesland wohnst.

ob Ihr festem Boden steht.

(Weil hier pro Antwort und pro Kommentar immer nur EIN Link erlaubt ist, setze ich neu an.)

Es ist ja nicht nur die "Abhängigkeit", in die Du so gerätst, sondern Du bist als Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft (= Zwangs-"Kundin") schlimmstenfalls auch der Willkür von Jobcenter-Mitarbeitern ausgesetzt. - Lies dazu diesen Artikel von gegen-hartz:

"Sippenhaft" der Hartz IV Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e19a280d3250b.php

Ich drück Dir die Daumen, dass Du es hinkriegst, keine Zwangs-"Kundin" vom Jobcenter zu werden.

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Dein Netto wird um rund 300,- Absetzbeträge bereinigt, es bleibt ein für euch beide anrechenbares Einkommen von rund 950.

Ziehen wir davon eine angemessen Warmmiete für zwei Personen von z. B. 450,- ab, dann bleiben noch 500,- für zwei.

Dem gegenüber steht ein Bedarf an ALG II für die zwei von ca. 670. Wenn es keine Mehrbedarfe gibt.

Demnach wären noch rund 170,- an aufstockendem ALG II fällig.

Falls dein Sohn nun genug Klamotten hat und nicht für mehr als 170,- futtert im Monat, wäre sein Einzug noch kein Minusgeschäft.

Und wenn er für 100,- Zeitungen austrägt, hat er auch noch Taschengeld.

Gruß aus Berlin, Gerd

(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

1. die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,

2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und die im Haushalt lebende Partnerin oder der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,

http://www.buzer.de/gesetz/2602/a37292.htm

Die Idee, in einem Haushalt zusammen zu leben, ist nicht unbedingt so grossartig. Und ich meine, es spricht nicht soviel dagegen, dass er sich schlicht selbst eine Wohnung sucht oder einfach in der bleibt, in der er jetzt ist. Das gibt für alle mehr Geld und Lebensqualität und weniger Stress mit Behörden. etwas, das dafür spräche, zusammen zu ziehen, fällt mir beim besten willen nicht ein.

DH

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@VirtualSelf

Danke. Wieso sind die Buchstaben eigentlich so gross? Das ist doch nicht nur fett formatiert...

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@derdorfbengel

Und dabei wäre ein fettes, großes BLÖDSINN ! manchmal soo angebracht :D

(Nicht auf dorfbengel/ diesen Beitrag bezogen...dafür auch DH )

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