Bedarfsgemeinschaft bei getrenntem Leben?

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3 Antworten

Schön, das du dich dazu entschlossen hast, eine Ausbildung zu machen! Zuerst einmal möchte ich sagen, Heiraten sollte man nur, wenn man sich absolut sicher ist, das man den Rest seines Lebens zusammen sein möchte und meiner Meinung nach, gehört da auch das zusammen wohnen dazu. Aber das ist ja eure Entscheidung, wie ihr das handhaben möchtet. Wenn ihr Heiratet, aber nicht zusammen lebt, wird zunächst geprüft, ob dein Ehemann fähig ist, dir Unterhalt zu zahlen (wozu er meines Wissens nach verpflichtet ist) kann er das nicht oder zuwenig, wird für dich und deinen Sohn ALG II bezahlt. Das ist aber alles nur Vage und ich kann dir keine Garantie dafür geben, ob das was ich dir hier sage, absolut richtig ist. Alles Gute

AnneSummers 17.03.2012, 08:27

Ich hatte meine Ausbildung immer vor Augen, nur eben sehen viele Arbeitgeber (genau 89) ein Kind eher als Hindernis an, denn als zusätzliche Motivation. Dankeschön für die Antwort, weißt Du zufällig noch, wie diese Prüfung aussieht? Es ist nämlich schon so, dass er hier auch Duschzeug hat und Wechselklamotten, weil wir wenn der Kleine bei der Oma ist zusammen joggen und er eben auch hier mal übernachtet, so wie ich bei ihm.Dort habe ich eben auch Unterwäsche, Laufkleidung,Zahnbürste, Gesichtscreme...nicht dass bei der Prüfung das dann bereits als Gegenbeweis reicht... LG

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Tja, das Gesetz ist da nicht ganz so eindeutig: Zur BG gehört die nicht dauernd getrennt lebende Ehegattin oder der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte. Die fachlichen Hinweise zu §7 SGB2 (http://www.harald-thome.de/media/files/SGB%20II%20DA/FH-7---20.12.2011.pdf) geben da mehr her (Seite 34):

Haben die Ehegatten bei oder nach der Eheschließung einvernehmlich ein Lebensmodell gewählt, das eine häusliche Gemeinschaft nicht vorsieht, kann allein der Wille, diese auf absehbare Zeit nicht herzustellen, ein Getrenntleben nicht begründen. Vielmehr muss der nach außen erkennbare Wille eines Ehegatten hinzutreten, die häusliche Gemeinschaft nicht herstellen zu wollen, weil er die eheliche Gemeinschaft ablehnt; das Eheband also lösen will.

Also: nur nicht zusammen wohnen reicht bei Ehegatten nicht, um nicht eine BG zu sein. Man muss einen Lebensentwurf haben, der das nicht (auch nicht in Zukunft) vorsieht und das bedeutet nach der üblichen Vorstellung, dass man die Ehe nicht auf Dauer fortführen will. Wenn wie bei Euch nur die aktuellen räumlichen Bedingungen und die Ausbildungssituation die Gründe fürs Getrenntleben sind, seid Ihr nach der Heirat dennoch eine BG.

"Wir haben mal zus gewohnt, was aber nicht von Harmonie erfüllt war, "

und dann wollt Ihr heiraten??? Davon würde ich ganz ganz stark abraten!!!

Ein Stück amtliches Papier bringt keine Harmonie, ganz im Gegenteil, in Eurem Fall verkompliziert es nur alles: Ihr werdet von Amt zu Amt rennen und am Ende werdet Ihr Euch streiten. Lasst doch erst mal alles so wie es ist, er macht sein Studium zu Ende und wenn ihr dann genug selbstverdientes Einkommen habt, dann heiratet.

Ein Versprechen könnt Ihr Euch doch auch so geben - denkt Euch ein schönes Ritual an einem schönen Ort aus.

AnneSummers 17.03.2012, 08:17

Das Zusammenwohnen klappt eher aus folg.Gründen nicht: -weil die Wohnung zu klein war, so dass er weder Lern- noch Rückzugsort hatte -die Uni 90min entfernt war und eher lieber in die Nähe gezogen wäre, ich jedoch meinen Sohn nicht aus dem 5 min entfernten Kindergarten nehmen möchte,gerade während der Phase der Ausbildungsplatzsuche -er in einer Verbindung ist und dort 2mal in der Woche Fechten hat und die ihm angeboten haben im Verbindsungshaus zu wohnen, dass nur 2 Haltestellen von Uni entfernt ist, zumal 80% der Brüder auch die gleiche Uni besuchen...

Also sind das eher Gründe, die nichts mit unserer Beziehung zu tun haben sondern, einfach logisch sind...ehrlich gesagt ist es auch so viel schöner, dass man auch mal gaaaaanz alleine ist und jeder sein eigenes Leben pflegen kann. Ich weiss, dass das vlt nicht auf viel Anklang trifft, aber ich habe mich in früheren Beziehungen sehr schnell eingeengt gefühlt und diese Art des Zusammenlebens macht mich einfach glücklicher. Ich male sehr gerne oder korrigiere schon mal Hausarbeiten und das alles empfinde ich schöner wenn ich das in meinen EIGENEN -also wirklich meinen- Wänden tun kann.

Wenn man die Wochenenden miteinander verbringt bei ihm oder mir und wir zus mit dem Kurzen schwimmen gehen oder in dei Spielefarbrik o.ä. dann hab ich mehr das Gefühl eine Familie zu haben, als wenn wir zus, Wohnen...

Aber dankeschön für die schnellen Antworten und die Mühe :)

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