Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft?

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1 Antwort

Eine Bedarfsgemeinschaft im Sinne des SGB II kann nicht vorliegen, weil der Sohn bereits älter als 25 Jahre ist. Eine Haushaltsgemeinschaft dürfte es schon sein. Wenn die Mutter aber selbst Grundsicherung im Alter bezieht, gibt es wahrscheinlich keine beim Sohn anrechenbaren Einkünfte.

Eine Zusicherung zum Umzug muss man nur dann beantragen, wenn Umzugskosten übernommen werden sollen. Wenn der Umzug komplett in Eigenregie erfolgt, ist insofern keine Zusicherung erforderlich. Eine Zusicherung kann auch nur erfolgen, wenn ein wichtiger Grund für den Umzug vorliegt (z.B. Unbewohnbarkeit der bisherigen Wohnung, Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzbar). Das Zusammenziehen mit der unterstützungsbedürftigen Mutter wird eher nicht dazugehören.

In jedem Fall müsste aber mit dem Jobcenter geklärt werden, ob die neue Miete in Höhe des Anteils des Sohnes übernommen wird.

Mit dem Vermieter muss natürlich geklärt werden, ob von seiner Seite Einwände gegen den Einzug des Sohnes bestehen. Wenn die Wohnung groß genug ist, wird das meist kein Problem sein. Allerdings müsste natürlich die Nebenkostenvorauszahlung angepasst werden.

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Kommentar von Apfel45
05.03.2017, 21:36

Hi,

ich bedanke mich recht herzlich für Deine ausführliche Beantwortung des Anliegens!

Der Umzug würde in Eigenregie übernommen werden. In diesem Beispiel bezieht der Sohn (ü 40) keine Miete vom Amt, da er derzeit bei einem guten Freund gemeldet ist und wohnhaft ist.

Demnach wäre der Einzug zu der Mutter möglich, insofern das Jobcenter die Anpassung der neuen Miete übernehmen würde + der Vermieter keine Einwände hat?

Vielen lieben Dank!

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