Beauftragung einer Firma nach Meldung eines Mängels

2 Antworten

Ich halte das für absolut nicht vernünftig, sondern für kindisch. Gerade wenn sich die Handwerksfirma so dumm benimmt, solltest Du Gelegenheit geben, einen neuen Termin wahrzunehmen. Kommen dann die Mitarbeiter und nicht der Chef, lass sie bitte ihre Arbeit machen. Die Leute können in der Regel am wenigsten was dafür.

Kommt der Meister oder Chef selbst mit, lass sie die Arbeit machen und dann teile ihm doch direkt mit, was Du davon hältst, dass er Dich beim ersten Termin versetzt hat und sich dann auch noch dumm über Dich ausgelassen hat. Die Gelegenheit, ihm so Deine Ansicht mitzuteilen, vielleicht auch noch vor seinen Gehilfen, solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Die Geschäftsbeziehung zwischen dem Handwerker und der Firma kannst Du wohl kaum wirklich stören, aber der Meister erfährt dann wenigstens, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war. Wenn Du die Firma dagegen nicht reinlassen würdest, wärest Du auf immer der Böse. Aber so kannst Du davon ausgehen, dass er beim nächsten Mal besonders auf Pünktlichkeit achten wird, wenn mal wieder was bei Dir zu machen ist. Kommt aber auf den Stil an, in dem man seine Kritik vorbringt.

Der Termin kam nicht zustande, weil sich die Firma nicht an den Termin gehalten hat. Ich habe dies auch dem Vermieter mitgeteilt. Die Firma allerdings behauptet, ich hätte den Termin nicht eingehalten und hat sich sehr unschön über mich geäußert. Ich halte es für unvernünftig, diesen Personen den Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Hier also meine Frage: Kann ich den Zutritt, aufgrund dieses Fehlverhaltens, verweigern?

Ich halte es für unvernünftig, wenn Sie das versuchen.

Sie haben eine Duldungspflicht.

Das Mietrecht verwendet die häufig gebrauchten Begriffe der "Renovierung oder auch "Sanierung" oder Instandhaltung nicht, sondern statt dessen die Begriffe "Erhaltungsmaßnahme" § 554 BGB und "Modernisierung". Zur Abgrenzung der Begriffe siehe >>> Renovierung Der Mieter hat im Mietrecht gemäß § 554 Abs 1 BGB alle Maßnahmen zu dulden, die zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind. Die Duldungspflicht bei Erhaltungsmaßnahmen ist weitergehender als bei Modernisierungsmaßnahmen. Beides (Modernisierung und Reparatur) kann aber auch zusammenfallen, man spricht dann von modernisierenden Instandsetzungsmaßnahmen. Solche Arbeiten müssen § 554 Abs. 3 BGB 3 Monate vorher angekündigt werden. Arbeiten ohne Vorankündigung braucht der Mieter nicht zu dulden (LG Berlin, Urteil vom 1. Februar 1994, Az: 64 S 136/93). Zur Abgrenzung zwischen Reparatur (=Instandsetzung) und Moderisierung siehe >>> Modernisierung. Besteht der Verdacht, dass es dem Eigentümer/Vermieter bei einer konkreten Instandsetzungsmaßnahme weniger um die Durchführung der Arbeiten selbst geht, sodern auch oder hauptsächlich darum, den Mieter mittels lästiger Bauarbeiten los zu werden, so prüfen die Gerichte recht genau, ob die Maßnahme zur Erhaltung der Mietsache erforderlich ist. In echten Schadensfällen (Dach undicht, Leitungen undicht, Fenster gebrochen, Schwammbefall, Schimmel, Feuchtigkeit) besteht keine Veranlassung dazu, die vom Eigentümer geplanten Maßnahmen daraufhin zu untersuchen, ob sie auch erforderlich sind. Dabei, welche Sanierungsmaßnahmen er für erforderlich hält, steht dem Vermieter steht ein großer eigener Entscheidungs- und Ermessensspielraum zu. Der Vermieter kann den Zutritt zur Wohnung für die Durchführung sehr dringender Instandsatzungsarbeiten auch mittels gerichtlicher einstweiliger Verfügung durchsetzen. >>> einweilige Verfügung. Beispiel: Wasserrohrbruch (LG Berlin, Beschluß vom 26. März 1996, Az: 65 T 11/96). Die Duldungspflicht des Mieters ist sehr weitreichend, sofern es sich um echte Instandsetzungsarbeiten handelt, die der Erhaltung der Gebäudesubstanz dienen.

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/d1/duldung.htm

Muss ich die Vermieter Begleitung in meine Wohnung lassen?

Der Mieter übt als Besitzer der Wohnung das sogenannte Hausrecht aus. Er allein entscheidet, wer die Räume betreten darf und wer nicht. Auch dem Vermieter darf deshalb grundsätzlich der Zutritt zur Wohnung verweigert werden - es sei denn, dieser kann einen sachlichen Grund vorweisen. Ein solcher liegt vor, wenn der Vermieter einen vom Mieter angezeigten Mangel beseitigen möchte.

Wenn der Vermieter seinen Kollegen zur Mängelbeseitigung mitbringt, darf ich seinen Kollegen den Zutritt zur Wohnung verweigern?

Vermutlich möchte der Vermieter seinen Kollegen mitbringen um den Küchenabfluss zu reinigen. Dies kann von dem Vermieter allein beseitigt werden. Ich möchte nicht das fremde Leute in meiner Wohnung rumschnüffeln.

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Darf Vermieter Besuchsrecht übertragen?

Hallo! Habe gestern einen Breif von einer vollkommen fremden Firma aus Bonn bekommen (ich wohne in Oldenburg). Im Auftrag der Eigentümerin des Hauses in dem wir wohnen, soll eine technische Bestandserfassung durchgeführt werden. Dazu MÜSSEN nächste Woche Dienstag zwischen 15 und 17:30 Uhr Mitarbeiter der Firma alle Räume der Wohnung betreten. Fotos würden sie auch gerne machen, und dazu soll man bitte eine Erlaubnis ausfüllen. Auf Wunsch werden sich die Mitarbeiter vor Ort durch eine Vollmacht ausweisen.

Hab die Firma dann im Internet gefunden, es ist wohl eine Unternehmensberatung.

Ich kann nun nichts dazu finden, dass der Vermieter sein besichtigungsrecht einfach per Vollmacht an jeden sonstwen weitergeben darf. Ist das tatsächlich so? Auch bin ich der Meinung, dass der Vermieter mir diese Firma ankündigen müsste. Da kann ja jeder behaupten, mein Vermieter hätte ihn beauftragt (zumal keinerlei Daten wie zB Namen des Vermieters genannt werden). Und da ich berufstätig bin und erst ab 18 Uhr zu Hause, kann ich so einen Termin unter der Woche eigentlich auch nicht wahrnehmen. Zwar kann man einen alternativen termin mit der Firma wohl vereinbahren, aber laut Geschäftszeiten arbeiten die samstags schon mal nicht...

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