Bearbeitungskosten vom Inkassounternehmen Verlangen.

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5 Antworten

Da du ja hier "lediglich" für deinen Vater tätig wirst, kann das Inkassounternehmen sich auf den Standpunkt stellen, dass es mit dir überhaupt keine Geschäftsbeziehung hat. Irgendwelche Kostenrechnungen von dir würden also einfach ignoriert werden.

Gegen diese Praxis könnte dein Vater nur mit Hilfe eines Rechtsanwalts vorgehen. Dieser würde natürlich selbstverständlich seine Kosten in Rechnung stellen.

Hmm, schade genau das wollte ich nicht hören ;-) was ich auch ein wenig unfair finde aber nagut dann ist das halt so.

Vielen Dank

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Wenn Kind eine Vollmacht vom Vater hat, ihn in dieser Sache zu vertreten, weil Vater mittlerweile zu alt ist (als Beispiel), dann ist das so. Da kann auch das Inkasso nichts dagegen sagen.

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Grundsätzlich:

Bei einer unberechtigten Forderung hat man nach deutschem Recht überhaupt gar keine Rechtspflicht, sich überhaupt an die Gegenseite äußern zu müssen.

Man muss nicht beweisen, dass die Forderung nicht besteht. Sondern im Streitfall müsste die Gegenseite den Beweis antreten. Man selbst müsste nur die Verjährungseinrede bringen, und auch erst vor Gericht müsste man diese Einrede bringen, vorher (außergerichtlich) ist man dazu nicht verpflichtet. Ein Inkassounternehmen, dessen Betreiber gemäß Gesetzgrundlage eine gewisse Rechtskenntnis mitzubringen hat, darf auch ruhig selbst schon auf den Gedanken kommen, dass die Forderung verjährt ist. Also: außergerichtlich müsste man hier strenggenommen gar nichts.

Nach deutschem Recht ist es leider aber auch so, dass die Abwehr unberechtigter Forderungen, solange die Gelegenheit außergerichtlich bleibt (und das wird sie...), Eure eigene Angelegenheit ist. Es gibt leider keinen Rechtsanspruch auf Schadenersatz für die hierfür erforderlichen Aufwendungen (Zeit, Porto etc.). Selbst das Einklagen von Anwaltskosten (solange der Anwalt nur außergerichtlich tätig war, die Gegenseite also nicht geklagt hat) ist riskant und hat zwar schon mal geklappt, oft jedoch auch nicht. Ist immer Ermessensfrage des Richters.

Was man sich hier aber durchaus überlegen kann: die negative Feststellungsklage. Bitte dazu mal genau das hier lesen:

http://www.antispam-ev.de/wiki/Negative_Feststellungsklage

Hierfür wäre es erforderlich, den einmaligen Widerspruch gegen die Forderung nachweisen zu können, Zustellung per Einschreiben mit Rückschein, damit die Gegenseite hinterher nicht behauptet, niemals Kenntnis von der Streitigkeit gehabt zu haben - dann bleibt Ihr nämlich auf einem Teil der Kosten sitzen.

Also: die Gegenseite muss nachweislich Kenntnis von der Streitigkeit haben. Wenn dieser Umstand aus den Schreiben der Gegenseite hervorgehen sollte, dann ist es auch gut.

Sobald Kenntnis nachweisbar ist und wenn trotzdem weiter gemahnt wird: zum Anwalt und diesen damit beauftragen, ohne weiteres außergerichtliche Vorgeplänkel! sofort und ohne Vorwarnung die negative Feststellungsklage einzureichen.

Und zwar ohne weitere Vorwarnung deshalb: wenn die Gegenseite merkt, dass ein Anwalt im Spiel ist, wird sie möglicherweise auf einen außergerichtlichen Anwaltsbrief hin den Forderungsverzicht erklären. Und dann bleibt Ihr leider auf den Anwaltskosten sitzen.

Also: wenn man weiß, wie das geht, dann geht das durchaus.

Ansonsten - wenn Ihr das nicht wollt: einfach die Füße stillhalten. Auch der 27. Inkassobrief macht eine ungerechtfertigte Forderung nicht gerechtfertigt. Es ändert sich auch mit dem 28. und mit dem 29. Brief nichts an der Rechtslage. Insofern sind Stellungnahmen eurerseits völlig überflüssig.

Eigenauskunft bei der Schufa und bei Creditreform einholen. Sollte widerrechtlich eingetragen werden: ab zum Anwalt und den Eintrag entfernen lassen, die Kosten hierfür können in so einem Fall durchaus bei der Gegenseite geltend gemacht werden.

Es gibt leider keinen Rechtsanspruch auf Schadenersatz für die hierfür erforderlichen Aufwendungen (Zeit, Porto etc.).

Das stimmt so nicht. Die Zeit von Privatpersonen wird nicht gesondert vergütet, das ist richtig. Wenn aber das Inkasso trotz Verjährung auf stur schaltet und deswegen permanent Schreiben abgenötigt werden, sind die Portokosten aber durchaus einklagbar.

Ansonsten stimmt ich dir voll zu: So man einen Beweis hat, widersprochen zu haben, ab zum Anwalt und ihn direkt eine negative Feststellungsklage einreichen lassen. Es genügt im übrigen auch, wenn du einen normalen Brief geschrieben hast und sie darauf geantwortet haben ("Bezugnehmend auf ihr Schreiben vom XX.XX" oder ähnliches.). Sobald sie also bestätigen, dein Widerspruchsschreiben erhalten zu haben, ist das genauso gut wie jedes Einschreiben.

P.S.: Zusammen mit der negativen Feststellungsklage die Herausgabe des anscheinend vorliegenden Titels verlangen.

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@mepeisen

Warum soll der Fragestelle den selbst tätig werden?

Der Inkassonepper will was, also muss DER klagen.

Ne Forderuzng von 1971 ??, das Ding is 43 Jahre alt.

Man muss das einmal zurückweisen und fertig.

Jede weitere Briefmarke ist zuviel.

Es gehört wohl zu den Gepflogenheiten unseriöser Inkassonepper, dass die versuchen Uraltforderungen aus der Mottenkiste einzutreiben.

Gerne werden alte Leute oder deren Erben mit so etwas belästigt.

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@hasenfuss67

Der Inkassonepper will was, also muss DER klagen.

Das Inkasso hat offensichtlich einen uralten Titel aus einer Mottenkiste. Es könnte also einen Vollstreckungsversuch unternehmen. Einfach so. Klagen muss es gar nicht mehr.

Gerade weil er aber derzeit versucht, wäre eine Feststellungsklage und ein Verlangen, den Titel herauszugeben, damit die in ein paar Jahren nicht wieder angewackelt kommen, sinnvoll.

Man muss das einmal zurückweisen und fertig.

Das stimmt allerdings. Brieffreundschaften sind unwichtig.

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Warum wird darauf denn überhaupt noch reagiert? Einfach zurücklehnen un abwarten. Wenn wirklich alles Verjährt ist dann braucht euch das nicht zu interessieren. Sie können ja vor Gericht ziehen, was sie vermutlich nicht machen werden. Aber solange darauf immer wieder reagiert wird wissen sie das sich jemand Gedanken macht und geben deshalb die Hoffnung nicht auf.

Naja einfacher gesagt als getan Sie drohen mit einer Kontopfändung obwohl das unzulässig wäre können sie es Trotzdem tun den Inkasso stellt neuen Antrag bei Gericht damit haben Sie ein neues Aktenzeichen und das können Sie bei der Bank einreichen und das Konto ist dicht!

Dann muss man erstmal einsprucherheben und vor Gericht ziehen was dann auch wiederum nicht ohne Anwalt geht!

Das ist mit viel ärger und Kosten verbunden und dem will ich vorab entgegenwirken mit Bank haben wir schon gesprochen und die Sagten das sie erstmal nichts machen können wenn so ein Wisch kommt sind Sie rechtens verpflichtet diesem Bescheid nachzukommen und wenn das Konto gedeckt ist ist der betrag dann auch erstmal weg.

Und dann hast nähmlich nie riese rennerrei um dein Geld dann auch woeder zu bekommen!!!

Daher ist halt nicht mit nicht reagieren.....

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@gigels

Hi,

wie du schreibst wurde doch die Forderung bereits wg Verjährung zurückgewiesen.

Wenn der Inkassonepper an das Konto will, bzw ne Pfändung versucht, machst du ne Strafanzeige.

Andereseits kann ich mir kaum vorstellen, dass das bei Gericht so ohne weiteres durchgeht. Wenn der Sachbearbeter einen 43 Jahre alten Titel sieht, kann es sein, dass das schon bei Gericht zurückgewiesen wird.

Selbst dann wenn der Sachbearbeiter bei Gericht ne Schlaftablette ist, kannst du, wenn es wider Erwarten doch zu ner kontopfändung käme, immer noch der Pfändung widersprechen.

Sie drohen mit einer Kontopfändung obwohl das unzulässig wäre können sie es Trotzdem tun den Inkasso stellt neuen Antrag bei Gericht damit haben Sie ein neues Aktenzeichen und das können Sie bei der Bank einreichen und das Konto ist dicht!

Wenn du, wie du schreibst der Forderung wg Verjährung widersprochen hast, könntest du auch ne Strafanzeige wg Nötigung gegen den Inkassonepper machen.

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@hasenfuss67
Wenn der Inkassonepper an das Konto will, bzw ne Pfändung versucht, machst du ne Strafanzeige.

Es gibt keinen Grund für eine Strafanzeige. Das Tilgen von Schulden zu verlangen ist keine Straftat. Egal ob es verjährt ist oder nicht. Das ganze ist eine zivilrechtliche Angelegenheit und fertig. Da wird kein Staatsanwalt eine Nötigung sehen.

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Moin,

...und ich muss jedesmal wieder zurückschreiben mit Einschreiben...

Du widersprichst einmal unmissverständlich der Forderung und fertig.

Dann lass den Inkassonepper doch klagen, wenn er wil.

Die Inkassonepper müsse auch ersteinmal bevollmächtigt sein. daran mangelt es fast immer.

Wenn die Forderung abgetreten ist, muss das Inkasso ne Abtretungsurkunde vorlegen.

Vollmacht nach 174 BGB und Abtreteung nach 410 BGB sind unterschiedliche Sachen.

Man führt mit Inkassoneppern keine Brieffreundschaften.

Wenn die die Forderung von sich aus reduzieren, wissen die sehr wohl, dass die rechtlich kaum Chancen haben.

Dass die penetrant mit immer neuen Scheinargumenten bohren, ist einfach nur ne Zermürbetaktik der Inkassonepper.

Schreibe unmissverständlich und nachweislich dahin:

"*Die Forderung wird bestritten.

Dazu habe ich mich bereits in vorangegangenen Schreiben ausführlich geäußert.

Weitere Ihrer Pamphlete werden nicht mehr beantwortet.

Sollte die Forderung nach ihrer Rechtsauffassung dennoch durchsetzbar sein, gehen Sie bitte den ordentlichen Rechtsweg.

Bei weiteren Belästigungen Ihrerseits behalte ich mir eine Strafanzeige gege Sie vor.

Mit gebührender Hochachtung und schwäbischem Gruß" * Wichtig daran ist die Schlussformel. - googel mal nach dem "schwäbischen Gruß" ;-)

Sollten diese 30 Jahre Frist vorüber sein, kannst Du bzw. Dein Vater doch ganz gelassen sein.

Das heisst konkret, dass Du überhaupt nicht mehr reagieren musst. Ich gehe mal davon aus, dass Du das Inkiassounternehmen bereits darauf hingewiesen hast, dass auf Grund der Rechtslage die Forderung nicht mehr berechtigt ist. Wenn ja, würde ich es dabei bewenden lassen und einfach nicht mehr reagieren.

Ja klar das habe ich aber das problem ist einfach das die dann Schreiben ja aber wir haben ja in dem Jahr einen Pfändungs Versuch unternommen und da haben wir die Fristen verlängert. Aber ich muss ja drauf reagieren und Sie jedesmal neu daraufhinweisen das Sie dann einen Rechtsgültigen Nachweis mir zuschicken sollen und ich bin nun beim 5ten Brief das sind dann nun schon rund 25€ Porto ohne eingerechnete Arbeit und Schreibmaterial....

Den letzten Nachweis ist aus dem Jahr 1977 und das ist ja auch über 30 Jahre her. Und nun kommen Sie ja halt mit den neuen Vorwurf allerdings ohne Nachweis und das kann ich ja nun nicht einfach Ignorieren.

Daher ja meine Frage weil es mittlerweile einfach nur noch nervt!

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@gigels

Das klingt danach, als würden sie lügen (was eine angebliche deutlich spätere Vollstreckung angeht). Wenn dem so ist, dann erstatte Strafanzeige wegen Verdacht des Betruges. ;-)

"Wenn Sie mir nicht unverzüglich die Nachweise dafür vorlegen, dass hier nichts verjährt ist (wie sie behaupten), erstatte ich gegen Ihr Haus Strafanzeige wegen Betrugs".

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@gigels

Forderungen, die nach 30 Jahren nicht beigetrieben werden können sind definitiv verjährt. da gibts keine Frist mehr zu verlängern.

Lass dich nicht bange machen.

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@hasenfuss67

Vollstreckungsmaßnahmen lösen diese 30 Jahre erneut aus. Nur, wenn 30 Jahre nichts unternommen wurde, ist das definitiv verjährt. Insofern ist der TE hier schon etwas in der Zwickmühle. Wenn die zwischendrin dann doch mal einen Gerichtsvollzieher losschickten, beispielsweise 1990, dann verjährt das erst wieder 2020...

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