"Bearbeitungskosten" - Legal oder ungültig?

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7 Antworten

der Mitarbeiter hat sich den Laptop angesehen, festgestellt, was der Fehler ist, ausgerechnet, was die Fehlerbehebung kostet...das nennt man ARBEIT. Für Arbeit wird man bezahlt. Überleg mal, der hätte 10 dieser Kunden am Tag, dann würde er den ganzen Tag umsonst arbeiten. Die € 15.- für den Kostenvoranschlag sind absolut korrekt, aber klar, er hätte es dir auch vorher sagen können.....

Pardon, aber ich habe ihm gesagt, der Display sei kapput, weswegen er eigentlich nur für 1 Minute nachschauen muss, wei viel ein neues Display kosten würde.

Ich möchte auch einen Job, wo man für 5 Minuten 15 Euro bekommt...

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@Lordcaesar

Hast Du eine Auftrag unterschrieben? Da steht soetwas im "Kleingedruckten". Er wird die 15€ nicht selbst bekommen. Es gibt Banken, wenn Du dort für 50€ eine Rolle 1€-Münzen tauscht, dann kostet das Geld.

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@Lordcaesar

und du arbeitest auch eine minute für lau? Sag mal, was hast Du für eine Einstellung

Er kam sah und meinte...

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@Lordcaesar
Pardon, aber ich habe ihm gesagt, der Display sei kapput (...)

Da du dich ja selbst so gut damit auskennst, dass du ausschließen kannst, dass ein kabel des Displays locker war oder eine Verbindung nicht fest saß, warum bist du überhaupt zu einem Fachhandel gegangen??

Wenn du jede Antwort, die man dir gibt in der Luft zerreist, dann solltest du keine Fragen stellen ;-)

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@Grinzz

@Grinzz: Es geht mir nicht darum, eine Antowrt schlecht zu machen, ich versuche nur eine klare Antowrt durch Hinterfragen zu bekommen, bzw. die Punkte herauszuheben, welche mir nicht wirklich einleuchten ^^

Ich bin zu einem Fachgeschäft, um zu schaun, was in neues Display kosten würde, bzw. als Vergleich zu denen, ewlche ich online gesehen habe.

@madquad: Meine Einstellung ? Ich erwarte von einem Dienstleister wenigstens etwas Entgegenkommen. Es gibt auch Brillenläden, welche einem die Brille richten, säubern, neue Nasenbügel einsetzen und alles gratis. Aber naja...

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@Lordcaesar
Ich bin zu einem Fachgeschäft, um zu schaun, was in neues Display kosten würde, bzw. als Vergleich zu denen, ewlche ich online gesehen habe.

Nun, das bloße Nachfragen was ein Display kostet, hat er dir auch nicht in Rechnung gestellt. Ich kann mir vorstellen, dass er dir angeboten hat, mal in den Rechner hineinzusehen und sich zeitgleich zu erkundigen. Dies hast du offenbar zugelassen, sonst hättest du das Gerät wohl nicht da gelassen.

Um nur einen Preis genannt zu bekommen, muss man das Gerät nicht dort lassen - das hätte dir m.E. klar sein müssen.

Du hast ihn in meinen Augen beauftragt etwas für dich zu erledigen (auch wenn das nicht deine Intention war, als du den Laden betreten hast - und auch wenn du jetzt davon lieber Abstand nehmen wolltest). Und genau diesen Auftrag lässt er sich nun bezahlen.

Ich sehe keinen Grund, weshalb du dieses Geld nicht hättest zahlen sollen. Ich würde sagen, dass hier nicht der Kostenvoranschlag bezahlt wurde, sondern die Dienstleistung für dich in den PC zu sehen und zu recherchieren (also genau das, wozu du den PC dort gelassen hast). Ob du mit dem Ergebnis zufrieden bist ist dabei völlig egal.

Und Haglaz' Ansatz vermag mich auch nicht zu überzeugen :-)

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Diese Kosten stehen meist als Aushang im Laden und sind allgemein üblich. Das geht bis zu 25€ für eine Fehlersuche oder einem Kostenvoranschlag.

Es gibt leider keinen einzigen Hinweis im gesamten Laden..

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Das nennt sich Kostenvoranschlag. Normalerweise wird sowas im Vorfeld angekündigt. Wenn man reparieren lässt, entfallen diese Kosten. Ist also üblich.

"Normalerweise" ?

Sollte dies nun sagen, es sei so "üblich" oder es ist Pflicht ?

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@Lordcaesar

Es ist selbstverständlich keine Pflicht des Verkäufers einen Kostenvoranschlag in Rechnung zu stellen, aber er kann.

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Bevor ich den Laptop da gelassen hätte, hätte ich gefragt, wieviel das kosten soll. Ich habe die Erfahrung öfter gemacht, dass ein Service oft sofort anfängt, etwas zu begutachten, und es sein kann, dass gleich was berechnet wird. Ich sage dann immer, aber informieren Sie mich bitte, bevor Kosten für mich entstehen.

Ich glaube nicht, dass er dir die 15 Euro wieder gibt. Für ihn ist das halt die Gebühr für den Kostenvoranschlag.

Wobei ich schon finde, dass er hätte vorher sagen sollen, dass es was kosten wird. Das tun aber viele nicht. Deshalb frage ich vorsichtshalber nach.

Für einen derartigen Vertrag bedarf es zwei übereinstimmender Willenserklärungen, Angebot und Annahme nach §§ 145 ff. BGB. Die Auslegung der Willenserklärung wird nach § 133 BGB vorgenommen. Es spricht viel dafür, dass es es am Erklärungsbewusstsein, zumindest aber am Geschäftswillen mangelt, so dass kein wirksam bindender Vertrag zustande kam.

Gleichfalls, siehe dazu auch § 632 III BGB: "Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten."

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@Droitteur
siehe dazu auch § 632 III BGB

Das würde bedeuten, dass wir einen Werkvertrag hätten. Aber einen solchen haben wir hier m.E. nicht, da nicht das Werk, sondern die Dienstleistung (Reparatur) geschuldet wird. Es ist üblich, dass auch bei Misslingen gezahlt werden muss (was gegen einen Werkvertrag spricht).

Damit wäre § 632 BGB nicht (direkt) anwendbar.

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@Grinzz

Die Argumentation, es handele sich bei der Betrachtung um eine dienstvertragliche Vereinbarung, die auch stillschweigend eine Vergütung verursachen kann, leuchtet wohl ein. Gleichwohl ist hier der besondere Zusammenhang zum Werkvertrag zu beachten:

Dass sich der Gesetzgeber zum Thema Kostenanschlag gesondert geäußert hat, deutet wohl darauf hin, dass ihm nicht entgangen ist, dass dieser "Dienst" einer besonderen Regelung bedarf. Der Kostenanschlag ist eine Vorarbeit, die im wesentlichen im Interesse des Unternehmers stattfindet - abdingbar ist die Zweifelsregelung ja auch; wenn der Unternehmer dringend meint, er müsse die Kosten direkt auf den Kunden wälzen, wäre ihm dies problemlos möglich - dann aber soll er das explizit tun.
Demgegenüber ist der Kunde vor der nicht unüblichen Situation zu schützen, dass er dem Unternehmer fruchtlos erklärt - wie auch hier im Rahmen der Antworten angedeutet - er wolle vor Anfallen jeglicher Kosten darüber informiert werden.

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@Grinzz

Meine Ausführungen beziehen sich auf dein Argument, die Erruierung der Erfolgschancen erfolge im Rahmen eines Dienstvertrages.

Dass es sich bei einer Reparatur insgesamt um einen Werkvertrag handelt, nehme ich spontan im Grundsatz an.

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@Droitteur
Dass es sich bei einer Reparatur insgesamt um einen Werkvertrag handelt, nehme ich spontan im Grundsatz an.

Ja, ich kenne die Argumentation. Aber ich habe sie schon immer für falsch, bzw. marktunangemessen gehalten ;-)

Wenn mein Auto einen technischen Defekt hat, es z.B. nicht mehr richtig startet (es geht an und ist dann fahrbereit, aber der Startvorgang ist verändert), dann bringe ich es in die Werkstatt. Dort wird das Auto auf Herz und Nieren geprüft. Der Fehler kann aber nicht gefunden werden.

Meinst du, dass ich dann die Arbeitsleistung der Mechaniker nicht zu zahlen hätte, weil das Werk (das reparierte Auto) ja nicht vertragsgemäß vorgelegt wurde? Ich weiß zwar, dass es dergestalt möglich ist, aber ich glaube nicht, dass Werkstätten sich darauf einlassen würden. Ich denke, dass professionelle Händler im Zweifel einen Dienstvertrag schließen.

Andernfalls würde bei Misslingen der Händler auf sämtlichen Kosten sitzen bleiben - was nicht in seinem Interesse sein dürfte. Ob er seine Vergütung dann stillschweigen erlässt, um den Kunden auch beim nächsten mal als Kunden wieder zu gewinnen ist dabei eine andere Frage. Auch ein Kunde wird immer davon ausgehen müssen, dass wenn sich ein Fachmann mit einer Sache befasst, dessen Arbeitsleistung Geld kosten wird.

Ich stimme mit dir überein, dass eine Reparatur auch ein Werkvertrag darstellen kann - aber nicht zwingend muss, da er m.E. im Zweifel vom Händler nicht gewollt ist (eben wegen des unsicheren Ausgangs, Stichwort: Erfolgsbezogenheit).

Aber ich weiß auch, dass meine oben genannte Meinung nicht von vielen Gerichten gehalten wird ;-)

Und zu dem Kostenanschlag:

Als ich meinen Kommentar schrieb ist mir auch aufgefallen, dass es eine solche Regelung nur beim Werkvertrag gibt. Es spricht m.E. viel dafür, dass man diese Vorschrift analog anwenden kann. Deshalb habe ich geschrieben, dass sie nicht (direkt) anwendbar ist. Aber zugegeben: Das wird beim Lesen nicht unbedingt so deutlich ;-)

Allerdings: Ich meine weiterhin, dass hier nicht für den Kostenvoranschlag, sondern für eine Dienstleistung gezahlt wurde (der PC wurde in Verwahrung genommen, aufgeschraubt etc...). Damit wäre die Frage ob oder ob nicht die Vorschrift anwendbar ist, ausgeblendet.

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@Grinzz

Die Marktangemessenheit lässt sich ja mithilfe einer expliziten Vereinbarung herstellen, dafür ist ein Unternehmer naturgemäß in der besseren Position. Der Kunde allein hat dagegen Schwierigkeiten, vorherzusehen, wie aufwendig eine Vorarbeit sich gestaltet.

Allen deinen Grundgedanken kann ich vernünftigerweise nur zustimmen^^

Gäbe es die Regelung zum Kostenanschlag nicht, würde ich auch vorbehaltlos die Notwendigkeit deines Gedankenganges anerkennen (Die Kreativität freilich in jedem Fall ;) ) - so aber steht für mich im Vordergrund, dass der Unternehmer ja freie Hand hat, sie zu bewegen, wenn er denn möchte; soll er halt explizit vereinbaren. Dass er für Arbeit auch Geld verdient, wird kaum jemand abstreiten; im Zweifel wird er diesen Lohn ja anderswo einpreisen.

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@Droitteur
Die Marktangemessenheit lässt sich ja mithilfe einer expliziten Vereinbarung herstellen (...)

Ja, das ist richtig. Aber wie sollte diese Vereinbarung aussehen? Reicht nicht schon eine mündliche Vereinbarung diesbezüglich aus (wenn schon das Hauptgeschäft mündlich möglich ist)?

Und wenn man dem obigen zustimmen würde, dann ist es m.E. kein weiter Weg mehr um dahin zu gelangen, dass eine solche Vereinbarung hier ggfs. konkludent geschlossen wurde ;-) Immerhin hat der Kunde seinen PC dem Händler gegeben. Dieser sollte daher einen Auftrag erfüllen... Schwupps, Vertrag ;-)

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Es spricht viel dafür, dass es es am Erklärungsbewusstsein, zumindest aber am Geschäftswillen mangelt, so dass kein wirksam bindender Vertrag zustande kam.

Erklärungsbewusstsein muss vorliegen. Jedoch reicht potentielles EB aus, also die Frage ob er hätte erkennen müssen, dass er eine rechtliche Bindung eingeht. Und das hätte er m.E. ganz klar tun müssen. Wer geht schon zu einem Händler und lässt diesen für sich arbeiten ohne zu wissen, dass dieser nachher Geld von einem haben will?? Das ist für mich mehr als konstruiert ;-)

Der Geschäftswille wird im Rahmen der inhaltlichen Deckung der WEs geprüft. Wird hierbei der wahre Wille des Erklärenden nicht deutlich (was hier so ist), dann ist die WE auszulegen. Dabei ist auf die Sichtweise des Empfängers abzustellen. Und der Händler wird in dem Übergeben des Laptops wohl ein "Ja, hier! Überprüfe du das mal" gesehen haben...

Und selbst bei anderer Auslegung und fehlendem Geschäftswillen, macht das Nichtvorliegen des Geschäftswillens die Willenserklärung nicht unwirksam, sondern anfechtbar ;-)

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@Haglaz

Oh, ich bitte um Verzeihung. Aber wieso sollte ich eine eigene Antwort schreiben, wenn ich mit meinem Kommentar Stellung zu deiner Antwort nehme? Wofür ist die Kommentar-Funktion denn sonst gedacht? ;-)

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@Grinzz

Es handelt sich offenbar um ein Kompliment. Damit soll wohl darauf hingewiesen werden, dass deine Arbeit einer eigenen Antwort und mindestens zehn, wenn nicht 15, Punkten würdig ist.

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@Droitteur

Wenn dem so ist, bedanke ich mich recht herzlich! Aber ich betrachte die Sammlung von Punkten hier als Folge des Schreibens hier, nicht als dessen Anreiz. Mir ist eine lebhafte, inhaltlich anregende Diskussion wichtiger (und lieber) als jeder Punktwert, den mir irgendeine Antwort oder Frage einbringen könnte ;-)

Dennoch: Danke für die Blumen :-)

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moment.
du hast duch nur nach den kosten gefragt! damit bist du keinerlei verpflichtung eingegangen.
im gegenteil! sich vor einem geschäft (reparaturauftrag) über die kosten zu informieren ist absolut sinnvoll und völlig kostenlos!!
dass er den laptop aus irgendeinem grund auseinandernimmt... dafür kannst du ja nichts! vor allem weil das ja nur ne minute dauert.
also ich sehe hier die 15€ als völlig ungerechtfertigt an! sowas ist umsonst!! natürlich kannst du die 15€ zurückverlangen!

das eigentliche problem sehe ich darin: der typ wird dir das geld nicht geben! du rennst da hin, laberst ihn voll, er labert zurück, du schreibst nen brief, er schreibt zurück, du gehst zur polizei und erstattest anzeige ??? für 15€ ??
nächstes mal einfach nicht bezahlen.

wenn du im laden was kaufen willst und da ist kein preisschild dran... gehst du an die kasse und fragst nach. die ziehen das teil über den scanner und nennen dir den preis.
das kostet doch auch nichts!!!! :O

auch nen kostenvoranschlag in der autowerkstatt kostet erstmal nichts. und bei laptops isses genauso.
der war nur genervt, weil es dir zu teuer war und wollte es mal probieren. und du bist leider darauf reingefallen :(

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Wenn, dann würde es mir in erster Linie ums Prinzip gehen..

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@Lordcaesar

dann geh hin und quatsch ihn voll... vllt gibt er dir ja nen teil des geldes zurück^^

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Die Kosten sind nicht gerechtfertigt, da du ja nur erstmal eine Preisauskunft wolltest. Leider hast du das Geld aber schon bezahlt, weshalb es sehr schwierig werden kann, das wieder zu bekommen.

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