Beamte/Soldaten Bruttogehalt - wie viel wird ''versteuert''?

6 Antworten

Ja, zahlen Sie. Bei 1.770 Euro bleiben einem Beamten circa 1.500 Euro. Der Beamte muss dann noch seine Krankenversicherung zahlen. Der Soldat hat im Regelfall freie Heilfürsorge.

von "Freie Heilfürsorge" kann keine Rede mehr sein - es gibt "unentgeltliche Truppenärztliche Versorgung" - das ist ein ziemlicher Unterschied. Im Gegensatz zu anderen hat man nämlich nicht die Freiheit, den Arzt seines Vertrauens zu wählen. Truppenärzte sind in der Regel Ärzte, die noch jung sind, ums mal positiv auszudrücken. Ausserdem haben sie Vorgesetzte und unterliegen dem Gesetz von Befehl & Gehorsam. Informier' dich mal, was mit den Radartechnikern der Bundeswehr passiert ist. Goooogle ...

Die Zulagen für doppelte Haushaltfsührung, Trennungsgeld etc. kriegt man dafür, dass man seine Frau / Kinder nicht so oft zu sehen kriegt, weil man z.B. in Afghanistan ist. Ach ja, Pension kriegt man ja auch später. Wenn man bis dahin überlebt und der Gesetzgeber nicht die Pensionen einfach kürzt dann bekommt man ca. 2/3 von dem, was man zu "aktiven" Zeit bekommt, was ja auch schon nicht so pralle war.

Meine Meinung: Wenn man sich verpflichtet, an jeden Ort der Welt zu gehen, sein Leben aufs Spiel zu setzen, auf diverse Grundrechte verzichtet, wie z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung, der freien Wahl des Wohnsitzes und andere durch das Soldatengesetz eingeschränkte Grundrechte, dann findet man auch in der Wirtschaft eine Arbeit. Und die wird dann auch angemessen bezahlt.

bei Soldaten werden ausschließlich Einkommens- und Kirchensteuer abgezogen, da sie freie Heilfürsorge erhalten und als Berufssoldat Pension erhalten, bzw als Zeitsoldat in der Rentenversicherung durch den Bund nachversichert werden. Durch die Bruttoversteuerung wird immerhin bewirkt, dass die Soldaten zusätzlich Steuern sparen können, da diese Steuern abhängig von Familienstand und Zahl der Kinder sind und zusätzlich Kosten Berücksichtung finden für Werbungskosten infolge getrennter Haushaltsführung, Entfernungspauschale, Tage-/übernachtungsgelder über die erstatteten Kosten hinaus und für Versicherungen, denn Privathaftpflicht-/Kfz-/Anwartschaftsversicherung sind absolut notwendig und die Freibeträge reichen da nicht immer aus.

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