Beamtenstudium und/oder soziale Arbeit?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Als Beamter ist man schon sehr festgelegt auf den Tätigkeitsbereich. Echte Sozialarbeit kann man da kaum leisten, und das lernt man in diesem Studium auch nicht (Sozialrecht möglicherweise schon, aber z.B. nichts über die Methoden der Sozialen Arbeit oder über Psychologie und Erziehungswissenschaft.)

Theoretisch wäre es vielleicht möglich, erst Beamter zu werden und dann nebenberuflich Soziale Arbeit zu studieren, um dann irgendwann z.B. im Jugendamt Sozialarbeit leisten zu können. Ob dein Dienstherr da aber wirklich mitspielt, ist nicht sicher. Theoretisch können auch Sozialarbeiter verbeamtet werden, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Was die Einkommenshöhe angeht: Sozialarbeiter verdienen für Akademiker nicht allzu viel. Dafür überschätzen viele Menschen die Einkünfte eines Beamten. Der bekommt zwar bei einer etwas geringeren Besoldung verhältnismäßig viel Netto ausgezahlt. Aber dafür muss man dann evtl. später mal neben der Heilfürsorge für andere Familienmitglieder zusätzliche Versicherungen abschließen usw. Am Ende hebt sich das mit dem tatsächlich verfügbaren Netto zwischen Beamten und Angestellten oft weitgehend auf. Nur die Pension für Beamte ist nach aktuellen Stand später mal wesentlich höher als die Rente für Angestellte.

Die dauerhaft sichere Stelle als Beamter kann ein Vorteil sein, aber auch ein Fluch. Der Dienstherr darf einen nämlich unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb seines Zuständigkeitsbereichs versetzen - bei Kommunen innerhalb der Kommune, bei Bundesbeamten auch deutschlandweit.

Die für dich wichtigste Frage sollte sein, ob du deinen gewählten Beruf auch in harten Zeiten immer noch mit gutem Gewissen und Freude ausüben kannst. Wenn Sicherheit bei dir höchste Priorität hat, gibt es nichts besseres als Beamter zu werden. Ist es dir am wichtigsten, andere Menschen zu unterstützen und das evtl. auch über längere Zeit hinweg mit befristeten Teilzeitstellen, dann wäre Soziale Arbeit besser geeignet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit einem Verwaltungsstudium kannst du natürlich auch auf dem Jugendamt arbeiten.

Über deine endgültige Verwendung wird ja erst nach dem Studium gesprochen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Für das aktuelle Jahr wird es wohl nichts mehr, aber an der Hochschule Bremen gibt es einen Dualen Studiengang Soziale Arbeit. Du bist zeitgleich bei der Freien Hansestadt Bremen angestellt bzw. verbeamtet. Schau da doch mal oder nach ähnlichen Angeboten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

soziale aufgaben gibts im beamtentum bestimmt auch, zb sozialhilfeanträge bearbeiten. aber denke nicht, dass du dann sehr viel kontakt mit deinen klienten hast.

ich studiere soziale arbeit und komme jetzt ins dritte semester und muss sagen, dass mich das studium bis jetzt sehr erfüllt und begeistert weil es so vielfältig ist.

jedoch musst du selbst wissen, was deine prioritäten sind. als sozialarbeiter verdient man später sicher nicht so viel wie ein beamter. aber wenn du denkst, dass dich das mehr erfüllen wird als ein voller geldbeutel, würde ich dir auf jeden fall dazu raten. meistens sagt einem das bauchgefühl, was richtig ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von svmoi
04.03.2017, 16:37

Ja, das denke ich eben auch.. Und danke :) 

1

Das würde schon irgendwie gehen. Würde das Beamtenzeug machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?