Beamtenstatus für Ärzte statt Kassenabrechnung?

7 Antworten

Ich finde deine Idee - mal ganz offen gesagt - undurchdacht und damit unsinnig.

Sodass sie in der Besoldung festgelegten Gehalt erhalten, abhängig davon wie viele viele Patienten sie pro Jahr behandelt haben.

Ob die Ärzte als Beamte ein leistungsabhängiges Honorar erhalten, oder ob sie leistungsmäßig die Behandlungen mit der Krankenkasse abrechnen, macht erstmal keinen Unterschied.

Ob man einzelne Maßnahmen oder die Patientenzahl betrachtet, ist dabei unerheblich.

Gerade nur nach der Patientenzahl zu gehen, würde eher eine Verschlechterung der Gesamtsituation bewirken - wenn der Landarzt einfach wegen der Umstände schon deutlich weniger verdienen kann, als der Kollege in der Stadt, wird die Arbeit auf dem Land noch unattraktiver für niedergelassene Ärzte.

Die ganze Abrechnung wäre dann noch einmal komplizierter - was wird über die KK abgerechnet, was nicht? Und vor allem: wie werden die Sachen abgerechnet, die nicht über die KK laufen?

Es würde die Steuerzahler entlasten, man müsste nämlich deutlich weniger Beiträge zahlen.

Die Ärzte müssen auch nach der Verbeamtung finanziert werden - ob es über Vater Staat direkt oder über die Krankenkassenbeiträge läuft, ist egal. Eine Ersparnis gibt's dadurch nicht...

Diesen Status haben Ärzte in Ländern mit staatlichen Gesundheitssystem. Bei uns gibt es das ja in staatlichen Krankenhäusern.

Mit unserem Selbstverwaltungsystem der Krankenkassen wäre das aber schlecht vereinbar. Mir erschließt sich auch nicht, welcher Vorteil das haben sollte.

Wahrscheinlich würde man damit die Zwei-Klassen-Medizin verschärfen. Die freiberuflichen Ärzte würden nur Privatpatienten annehmen.

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Diesen Status haben Ärzte in Ländern mit staatlichen Gesundheitssystem. Bei uns gibt es das ja in staatlichen Krankenhäusern.

Mir sind nur die Bundeswehrkrankenhäuser wo dies zutrifft.

Nur, auf welche Krankenhäusern der jeweiligen Bundesländern beziehst du dich?

Bei allen anderen  Krankenhäuser sind nicht die  Länder als  Träger eingetragen, sondern die  Städte.

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@Unterfranke61

Gemeint sind offensichtlich andere Staaten und nicht nur andere Bundesländer. Ein staatliches Gesundheitssystem gibt es z.B. in Großbritannien.

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@Unterfranke61

Mit staatlichen Gesundheitssystem meine ich beispielsweise das britische System.

Bei unseren Krankenhäuser meine ich die kommunalen Krankenhäuser. Es gibt aber auch Uni-, Landeskrankenhäuser. Letztere sind meist für die psychiatrische Versorgung zuständig. Die Mitarbeiter sind im Öffentlichen Dienst beschäftigt.

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@Geraldianer
Die Mitarbeiter sind im Öffentlichen Dienst beschäftigt.

Richtig, aber keine Beamte.

Vor über 20 Jahren wurden noch die Chefärzte zum Beamten ernannt.

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Und für sowas studieren Ärzte dann jahrelang Medizin und dann evtl noch einige Jahre Facharzt?

Wie stellst du dir das vor.....Kein Arzt wäre damit einverstanden!!

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Naja, die Ärzte nehmen ja heutzutage auch die Gängelung und Budgetierung hin bzw. müssen sie hinnehmen, wenn sie Kassenpatienten behandeln wollen.

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@florestino

Weil das Gesundheitssystem es vorschreibt.

Wie soll den eine Abrechnung erfolgen, wenn die KK gar nichts mehr berechnen müssen?

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Hallo!

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Ich freue mich auf eure Antworten :)

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