Beamtenanwärter PKV oder GKV?

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Hallo,

zu den Vergleichsportalen ist dies ggf. interessant:

.wiwo.de/finanzen/kroetenwanderung-versicherungen-die-fiesen-tricks-der-vergleichsportale-/5315998.html

Wenn man als Beamter vor der Entscheidung GKV oder PKV steht, sind viele Punkte wichtig:

• Man sollte spätere Veränderungen mit in den Vergleich einbeziehen: Nachwuchs (Kind mit Behinderung), Frühpensionierung, Sabbatjahr, späteres Studium/Fachschulbesuch bei unbezahltem Urlaub, nicht berufstätiger Ehegatte (in der GKV zahlt der Ehegatte ggf. Beiträge nach der Hälfte des Einkommens des PKV-Ehegatten), positive oder negative Gesundheitsprüfung des Ehegatten für die PKV, ...

• Was ist, wenn man nicht Beamter bleibt? Als Arbeitsloser kann man ab 23 nicht mehr in die GKV zurück. Der Beihilfeanspruch entfällt und die PKV-Beiträge steigen deutlich.

• der Beihilfesatz wechselt häufig je nach Familienstand: für den aktiven Beamten, den Pensionär, die nicht berufstätige Ehefrau, den geschiedenen Beamten, die Kinder gibt es immer unterschiedliche Beihilfesätze Die PKV-Beiträge verändern sich dann auch entsprechend.

• Bei den Leistungen sollte man besonders auf Reha/Kuren, den offenen Hilfsmittelkatalog, Psychotherapie (Anzahl der Sitzungen), Heilmittel (Arten und Erstattungshöhe) achten. Hier gibt es zwischen den Privatversicherungen (und zur GKV) große Unterschiede. Für Neugeborene kann man u.U. nur die Tarife versichern, die die Eltern bereits abgeschlossen haben. Bei behinderten Kindern kann das ein großes Problem sein.

GKV-Hilfsmittel: http://db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Als Beamter oder Pensionär ist eine Rückkehr in die GKV nie mehr möglich.

Wenn die Kinder in der PKV versichert werden, ist eine Versicherung in der GKV erst wieder möglich, wenn sie eine betriebliche Berufsausbildung oder ein Studium in Deutschland beginnen. Bei einer schulischen Ausbildung, bei Arbeitslosigkeit, Selbständigkeit oder als Beamtenanwärter bleiben sie in der PKV.

In der Privatversicherung werden nur Leistungen erstattet, die das Maß des Notwendigen nicht übersteigen. Problematisch kann es sein, dass man erst erfährt, was notwendig ist, wenn man Rechnungen zur Erstattung einreicht. Der Behandler hat aber trotzdem einen Anspruch auf Vergütung. Im Übrigen werden nur anerkannte Behandlungsmethoden erstattet:

§ 4 Absatz 6 und § 5 Absatz 2 PKV-Musterbedingungen:

pkv.de/recht/musterbedingungen/mbkk2009.pdf

Bei den Gesundheitsfragen im Antrag ist alles anzugeben:

test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669862/

Vielleicht interessant:

focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/krankenversicherung-zehn-irrtuemer-ueber-die-privatenaid52165.html

bundderversicherten.de/app/download/BdV-PKV-Broschuere.pdf

pkv-ombudsmann.de/taetigkeitsbericht/

Schnellsuche nach PKV: rehakids.de/phpBB2/search.php?mode=results

Vielleicht interessant:

.gutefrage.net/frage/von-der-privaten-in-die-gesetzliche-krankenversicherung

Vor einer Entscheidung sollte man sehr ausführliche Gespräche mit Experten der PKV und Experten der GKV führen. Die Entscheidung ist ähnlich wichtig wie ein Hauskauf. Ggf. kann auch die Verbraucherzentrale Hilfe anbieten. Ggf. Beamte fragen, die häufig Leistungen benötigen bzw. in Frühpension gegangen sind.

In der GKV kann man auch einen Erstattungstarif wählen. Dann ist man beim Arzt Privatpatient und kann die Privatrechnungen bei der Krankenkasse und der Beihilfestelle einreichen. Einzelheiten mit der gesetzlichen Krankenkasse und der Beihilfe vorher klären. Den Tarif kann man nach drei Monaten jederzeit beenden.

In Hessen gibt es für Beamte folgende Besonderheit, wenn man in der GKV bleibt: der Dienstherr zahlt einen Zuschuss zu den Leistungen, die die GKV bereits direkt bezahlt hat (anstelle der Beihilfe)

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHW

Danke für den Stern!

Wenn die Entscheidung gefallen ist, würde ich mich über einen Kommentar hier an dieser Stelle freuen. :-)))

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@RHWWW

Eine solche Antwort verdient nur positive Bewertungen! ;) ich habe mich letztendlich für die private Krankenversicherung entschieden :) Habe über ein Vergleichsportal im Internet mir von einem Makler mehrere Angebote zukommen lassen. Lief alles reibungslos. Nochmal danke;)

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@maggico

Gern geschehen!

Alles Gute für die weitere Krankenversicherung! Am besten das Kleingedruckte durchlesen. Oft ist es hilfreich, wenn man weiß, was ggf. nicht abgesichert ist.

Nach dem Ende der GKV-Pflichtversicherung/-Familienversicherung kann man innerhalb von 3 Monaten noch eine rückwirkende Weiterversicherung in der GKV beantragen. § 9 SGB V

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Falls Du die PKV wählst, bedenke bitte, dass Du als Beamte nicht wieder zurück zur GKV kannst, auch wenn Du später, falls Du mal chronisch krank und alt bist, sehr hohe Beiträge zahlen musst und keine Rücksicht auf Dein eventuell niedriges Einkommen genommen wird. Die Beiträge der PKV werden risikoabhängig und einkommensunabhängig berechnet, die Beiträge der GKV werden einkommensabhängig und risikounabhängig berechnet.

Beamte sind im Gegensatz zu Angestellten welche nicht GKV pflichtig sind immer frei, weil diese 50 % vom Arbeitgeber ( Staat ) der Kosten bei Krankheit erstattet bekommen. Auch kann ein Beamter wenn er zum Beamten auf Lebenszeit ernannt wird nicht Arbeitslos werden.

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Die private Krankenversicherung ist wie gemacht für Beamte. Genau deswegen wird sich da in absehbarer Zeit auch nichts dran ändern. Da die Parlamente schließlich voller Beamte sitzen.

Da du behilfeberechtigt bist, brauchst du ja jeweils nur die Hälfte des Beitrages zahlen. Da lohnt sich die PKV auch noch mit zwei Kindern.

Frage zur PKV?

Guten Abend liebe Community

Ich stehe unmittelbar vor der Entscheidung,als Beamtenanwärter freiwillig in der GKV zu bleiben oder in die PKV zu wechseln. Wie die meisten sicherlich wissen, sollte man bei der Gesundheitsüberprüfung alle Fragen zu 100% richtig beantworten. Nun gibt es in meinem Fall ein paar Fragen die mich ziemlich verunsichern, daher wäre ich erfahrene User aus dem Versicherungssektor sehr dankbar, wenn sie mir in Bezug auf meine Fragen weiterhelfen würden

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Private Krankenversicherung als Beamtenanwärter kündigen

Hallo,

ich habe eine Frage zur privaten Krankenversicherung: Wenn man als Beamtenanwärter in der PKV versichert ist und das Studium vorzeitig beendet, also Beamtenstatus und Beihilfeanspruch verliert - kann man dann die private Krankenversicherung grundsätzlich zugunsten einer Rückkehr in die GKV kündigen oder nicht?

Ich frage dies, da ich eigentlich dachte, man könne als Beamter gar nicht mehr zurück in die GKV wechseln. Neulich habe ich aber mit einer Mitarbeiterin der AOK gesprochen, die mir sagte, die PKV müsste mich in so einem Fall sogar gehen lassen, es gelte nur, Kündigungsfristen einzuhalten.

Hat sie Recht?

Danke für Antworten!

MfG

Infocat

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