Bauteile-> Trafo? Übertrager?

8 Antworten

Ein Trafo (Transformator) ist meist für eine bestimmte Frequenz ausgelegt, Netztrafos also bei uns in Europa für 50 Hz, in USA für 60 Hz, in (größeren) Luftfahrzeugen für 400 Hz (Frequenz des Wechselstrom-Bordnetzes), etc.

Ein Übertrager soll Signale mit Frequenzen, die sich über eine bestimmte Bandbreite erstrecken, übertragen - und das gewöhnlich bei möglichst linearem Frequenzgang, d.h. möglichst gleiches Transformationsverhältnis unabhängig von der Frequenz innerhalb der vorgegebenen Bandbreite. Für Audiosignale im Hörbereich z.B. zwischen 70 Hz und 12.000 Hz oder auch bis 20 kHz, für den Funk im Kurzwellenbereich z. B. zwischen 2 MHz und 30 MHz.

man beachte die breitbandigkeit der angaben! hier werden wirklich übertrager gemeint . korrekt. jubilate, dann hätt ich mir die arbeit gar nicht machen müssen ! - daumen hoch !

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@servicesuche

um es mit wenigen Worten auszudrücken:

ein Trafo kann durch die feste Kopplung der beiden Windungen - ob galvanisch getrennt oder nicht spielt jetzt mal keine Rolle - über den magnetisch geschlossenen Eisenkern eine verhältnismäßig hohe Leistung übertragen und im Überlastungsfall (sekundär) auch durchbrennen.

bei Übertragern wird dieser magnetische Ring zugunsten der Breitbandigkeit durch einen Luftspalt unterbrochen und der Betrieb ist deshalb nur unterhalb der magnetischen Sättigung des Kerns möglich und sinnvoll.

Ich hoffe das reicht erst mal als Antwort mit Gruß aus Bayern

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Die galvanische Trennung. Ein Übertrager muss keine galvanische Trennung besitzen, sondern hat oft nur eine Wicklung mit mehreren Abgriffen.

Das wäre dann ein sog. "Spartransformator".

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das ist leider nicht nur falsch sondern auch mehr als bedenklich. ich erwähne nur die übertragung fürs bayphone, das hätte fatale folgen wür den bediener des gerätes. ich glaub das baby schreit nicht so laut.....:)

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beide sind magnetishe wandler. beide haben grundsätzlich zwei arten: einen galvanisch getrennte und eine ungetrennte. ein wesentlicher unterschied besteht im material des kernes und der wicklung, bzw. wicklungen. ein trafo hat eine primärwicklung, ggf mit 2 oder drei abgriffen für z.b. 110 volt, 220 230 volt, und eine bzw mehrere secundärwicklungen. von einem übertrager redet man, wenn man ein breitbandiges spektrum übertragen will, von einem filter wenn ein schmalbandiges spektrum übertragen will, von einem trafo wenn man aus dem allgemeinen netz leistung übertragen will. Beispiel: meine netzspannung beträgt 230 volt, 50-60 hz. ich will aber nur 12 volt mit 1 ampere. dann, : trafo selbes netz, aber meine babyphonanlage, kabelgebunden üvber steckdose soll verbunden werden: dann koppele ich eine frequenz ein, hierzu beutze ich einen übertrager. im empfangsgerät brauche ich die frequenz zurück, dann benutze ich einen filter, der mir nur und ausschliesslich (idelfall) diese frequenz wieder auskoppelt.oder ich habe ein microphon, das etwa 30 meter kabel treiben soll... sehr viel für ein paar millivolt und nicht gerade ungefährlich für eine brummeinstreuung. um das signal/rauschverhältnis zu verbessern schicke ich das mikrosignal in einen, sinnigerweise spartrafo und erhöhe die impedanz auf etwa 10 kilo ohm. die ausgangsspannung geht nach oben. mehr spannung bedeutet weniger verluste, da weniger strom fliesst. am ende, am mischpult wandle ich das signal wieder um in ein 600 ohm signal. ich muss nur sehen, das die übertragung liniear bleibt, sinst klingt es grauenvoll .und das mache ich mit 3 kunstgriffen. zuerst benutze ich bifilar wicklungen. das sind mehrere in sich gedrehte einzeldrähte um bei höheren frequenzen skineffekte zu vermeiden, die im leiter entstehen. des weiteren einen kern mit geringer hysteres, wie z.b. ferrite oder seferrite. - also kein weicheisenkern. der hätte 1. hohe verluste, 2. einen sehr schrägen frequenzgang und drittens bräuchte ich einen entzerrer. denn : xl( widerstand der spule ) ist omega * l . wobei omega 2pi *f ist. hieraus folgt: je höher die frequenz, desdo höher der widerstand. ein hoher widerstand impeziert jedoch auch das bei tiefen tönen die signalbelastung hoch, bei hohen tönen niedrig ist, eshalb werden in standardkernen die ausgangsspannungen auch höher. und der dritte kunstgriff ist eben ein entzerrerglied, das dem frequenzgang des trafos angepasst ist. das erklärt auch den preis von eingangsübertragern. material 20 cent an kupfer, 50 cent material, aber preis 48.00 euro. das liegt eben an der verarbeitung und der frequenzkurve. solche teuren trafos haben in der nf- übertragungstechnik einen hohen standard. je sauberer und geradliniger der übertrager arbeitet um so erfrischender das ergebnis. in der röhrentechnik oder elatechnik findet man ausgangsübertrager, die leistung abgeben- und wenn es nur die lautsprecher sind. sie haben auch bifiliare wicklungen, gegegnkopplungswicklungen,fusswicklungen und gegenphasige korrektur wicklungen. auch bei transistoren, wenn z.b. 100 volt benutzt werden sollen. spätestens jetzt kann man sich streiten ob der ausgangstrafo ein trafo oder ein übertrager ist. wenn wir aber in die definition die wechselbreitband leistung einbingen ist es klar es ist ein übertrager. wenn wir nur nach material gehen ist es eherer ein tafo, denn optisch ist das eisen und der mechanische aufbau nicht von einem trafo zu unterscheiden. sehen wir allerdings in die technische unterlagen des kernes erfahren wir, das das doch etwas anderes sein muss. also die optik und das aussehen unterscheiden nicht unbedingt einen trafo von einem übertrager und/oder filter. es sind die wechselspannungsegenshaften. breitbandig= übertrager, schmalbandig: trafo, selektiv filter .

Die arme Tastatur! snirg

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