Bausparvertrag. Wer hat recht?

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6 Antworten

Du hast recht, da alles auf deinen Namen läuft, gehört das Geld quasi dir und sie kann das nicht ohne deine Einverständnis umschreiben lassen. Für den Hausfrieden würde ich an deiner Stelle aber kooperieren :-)

Die rechtliche Situation ist sehr komplex. Der Bausparer läuft auf deinen Namen, was dich dazu berechtigt, darüber zu verfügen.

Wenn du das Geld jedoch für dich behalten willst, solltest du auch bedenken, dass du das Geld nicht eingezahlt hast. Du solltest dir daher überlegen, aus welchem Grund das nun dein Geld sein soll. Hast du es eingezahlt? Wurde es dir geschenkt?

Ich sehe es so, dass du das Geld aus der rechtlichen Sicht für dich beanspruchen könntest und deine Mutter recht wenig dagegen machen könnte. Aus moralischer Sicht gehört dir dieses Geld nicht und du solltest dir genau überlegen, wie die Beziehung zu deiner Mutter zukünftig aussehen soll, wenn du es trotzdem nimmst.

Niemand kann dir vorschreiben, was du zu tun hast. Überleg es dir genau und triff dann die für dich richtige Entscheidung.

Die rechtliche Situation ist sehr komplex.

Da ist nichts komplex. SEIN Vertrag, SEIN Geld, fertig. Was Du beschreibst, ist die moralische Situation.

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@Candlejack

Eben nicht so einfach:

Sein Vertrag - auf jeden Fall Sein Geld - NEIN

Über die Zahlungen wird sich beweisen lassen, dass auf seinem Sparvertrag ihr Geld liegt. Nur weil es auf seinem Vertrag liegt, gehört das Geld noch lange nicht dem Sohn! Hierzu müsste ein Eigentumsübergang vorliegen, den ich jedoch nicht sehen kann.

Wie und wann wurde denn deiner Meinung nach der Sohn Eigentümer des Geldes? Wurde es ihm geschenkt? War es Bezahlung für eine Leistung? War es eine Erbschaft?

Ich gebe dir ein Beispiel: Wenn ich jeden Monat 100 € auf dein Konto überweise, gehört dieses Geld dann dir oder ist es nach wie vor meines? Wie sieht es mit den auflaufenden Zinsen aus, wem stehen diese zu?

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@Interesierter

Wieso gehört ihm nicht das Geld ? Es ist ein Vertrag auf seinen Namen, über den er als Inhaber per Vertrag verfügen darf. Wenn andere dort Geld eingezahlt haben, ist das deren Problem und sofern dort nicht anhand Verwendungszwecken anderes erkennbar ist, ist das SEIN Geld. Ich hab solche Fälle schon so oft gehabt. Wenn das erwachsene Kind kommt und der Vertrag auf seinen Namen läuft (Sparbuch, Bausparer, Fondssparplan...) und er das Ding kündigen oder teilauszahlen möchte, dann wird das gemacht. Ob die Eltern Zeter und Mordio schreiben, ist nebensächlich. Genau wegen solcher Probleme legt man das entweder im Namen der Eltern an oder macht einen Vertrag zugunsten Dritter.

Wenn Du auf MEIN Konto Geld überweist und Du kannst NICHT beweisen, dass es ein Versehen war, dann hast DU eine Willenserklärung in Form einer legitimierten Überweisung abgegeben und Geld in MEINEN Wirkungsbereich auf ein Konto gebracht, auf das ICH Zugriff habe. Dann bist Du fern eines Beweises des Irrtums auf mein Wohlwollen angewiesen. Sobald Du einen Zahlendreher oder anderes nachweisen kannst, muss ich Dein Geld wieder rausrücken.

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@Candlejack

Wenn Du auf MEIN Konto Geld überweist und Du kannst NICHT beweisen, dass es ein Versehen war,....

Hier bist du im Irrtum! Ich müsste nicht beweisen, dass es ein Versehen war. Ich müsste lediglich beweisen, dass es mein Geld war, das auf deinem Konto gelandet ist. Selbst wenn sich mein Geld auf deinem Konto befände, wäre es noch lange nicht deines, es gehörte immer noch mir. Du könntest zwar vorerst darüber verfügen und es sogar ausgeben, das würde dich jedoch nicht vor einer Rückforderung schützen.

Der Sohn könnte jedoch geltend machen, dass es sich um ein Geschenk handelte, wodurch die Sache dann eben doch sehr kompliziert würde.

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@Interesierter

Grundsätzlich hast DU als voll Geschäftsfähiger bei einer Überweisung aus eigenem Willen Geld auf ein anderes Konto überwiesen und hast Deinen Willen mit einer TAN dokumentiert und legitimiert. Mal eben Geld zurückholen, weil einem so ist, geht eben nicht. Aber vielleicht haben wir völlig verschiedene Geschichten in der Praxis erlebt, denn ich hab das schon bei Kunden paarmal durch.

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@Candlejack

Rechtstechnisch ist das ganz einfach. Wenn ich Geld auf dein Konto überweise, egal aus welchem Grund, ob mit Absicht oder aus Versehen, bleibt es nach wie vor mein Eigentum. Da führt kein Weg dran vorbei. Die einzige Ausnahme ist, die Überweisung zur Begleichung einer Verbindlichkeit. Ohne Verbindlichkeit gibt es keine Begleichung und damit auch keinen Eigentumsübergang!

Problematisch wird die Sache jedoch bei dem angesprochenen Bausparvertrag, da üblicherweise Bausparverträgen, die von Eltern auf ihre Kinder ausgestellt und bespart werden, Schenkungsvereinbarungen zugrundeliegen. Und wenn die Mutter ihrem Sohn das Geld schenkt und er es annimmt, gehört es selbstverständlich ihm. Genau die Frage ob Schenkung oder nicht, ist hier von entscheidender Bedeutung. Der Abschluss des Vertrages auf den Sohn und die Besparung durch die Mutter sind Indizien für eine Schenkung. Es könnte sich rein theoretisch aber auch nur um ein Darlehen gehandelt haben. Es stellt sich hier vor allem die Frage der Beweisbarkeit.

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@Interesierter
Rechtstechnisch ist das ganz einfach.

Dann nenn mir doch mal endlich die rechtliche Grundlage. Dann bin ich vielleicht auch schlauer und trete all denen in den Hintern, die mir in den letzten Jahren dahingehend das Leben schwer gemacht haben.

Wenn ich Geld auf dein Konto überweise, egal aus welchem Grund, ob mit Absicht oder aus Versehen, bleibt es nach wie vor mein Eigentum.

Ach, das Geld, was ich also meinem Vermieter, der Telekom, etc. etc. überweise, bleibt alles MEIN Geld ? Na super, dann kann ich das ja jederzeit zurück holen. Aber warum ist das dann so schwer ?

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@Candlejack

Dann nenn mir doch mal endlich die rechtliche Grundlage.

Dann schau einfach mal hier nach: http://dejure.org/gesetze/BGB/812.html

Ach, das Geld, was ich also meinem Vermieter, der Telekom, etc. etc. überweise, bleibt alles MEIN Geld ? Na super, dann kann ich das ja jederzeit zurück holen. Aber warum ist das dann so schwer ?

Das Eine hat doch mit dem Anderen nichts zu tun. Wenn du Geld an deinen Vermieter überweist, wird dadurch die Verbindlichkeit, die du deinem Vermieter gegenüber hast, beglichen. Wenn dem Empfänger gegenüber jedoch keine Rechtsgrundlage auf die Zahlung besteht, entsteht mit der Überweisung ein Anspruch auf Herausgabe gegenüber dem Empfänger.

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Ohne deine Unterschrift läuft da gar nichts. Du selbst kommst aber auch nur an das Geld heran, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist.

Ein voll geschäftsfähiger Mensch kann seinen Bausparer jederzeit kündigen, auch ohne Zuteilung.

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Was soll das deiner Seits? Sie ist deine Mutter, gib Ihr das Geld gib Ihr alles was Sie braucht! Geld ist nichts kommt und geht! Die Mutter bleibt, Sie hat dir lebengegeben und dich durchgebracht, hätte ich viel Geld würde ich meinen Eltern es so geben ohne dass Sie es verlangen! Ich verstehen allg. deine Einstellung nicht, dazu sag man Typisch Deutsch-denk mal nach! Es ist egal wer Recht hat, wenn du unteschreiben muss dann unterschreib mit Liebe und aus Liebe zu deiner Mutter, mind. aus Respekt!

Ich habe ein Gefühl, wenn du schon deiner Mutter verkaufst, dann hast du nichts Heiliges an dir, du wirst jeden Verkaufen, hast kein Scharm...solche Menschen soll man vermeiden und nicht als Freunde haben dürfen-----Hart....aber denke darüber mal nach!

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Die Antwort ist leider so knackig wie kurz:

Wenn er auf DEINEN Namen läuft, hätte Deine Mutter vorm 18. Geburtstag was ändern müssen. Danach ist es DEIN Vertrag auf DEINEN Namen und ohne DEINE Zustimmung geht nichts. Das beantwortet auch gleich die Frage nach der Umschreibung einfach so.

Ich habe ab und zu Fälle, in denen dann ein 18jähriger den langjährigen Vertrag der Familie abräumt. Aber ein voll geschäftsfähiger Mensch kann mit einem Vertrag auf seinen Namen machen, was er will.

Aber eben doch nicht so einfach. Der Sohn ist zwar über den Vertrag verfügungsberechtigt, aber das Geld gehört ihm nicht. Genau das ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.

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@Interesierter

Wieso gehört ihm nicht das Geld ? Es ist ein Vertrag auf seinen Namen, über den er als Inhaber per Vertrag verfügen darf. Wenn andere dort Geld eingezahlt haben, ist das deren Problem und sofern dort nicht anhand Verwendungszwecken anderes erkennbar ist, ist das SEIN Geld. Ich hab solche Fälle schon so oft gehabt. Wenn das erwachsene Kind kommt und der Vertrag auf seinen Namen läuft (Sparbuch, Bausparer, Fondssparplan...) und er das Ding kündigen oder teilauszahlen möchte, dann wird das gemacht. Ob die Eltern Zeter und Mordio schreiben, ist nebensächlich. Genau wegen solcher Probleme legt man das entweder im Namen der Eltern an oder macht einen Vertrag zugunsten Dritter.

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Wie das rechtlich ist, weiß ich nicht; das vorweg.

Ich persönlich finde es schon sehr merkwürdig, einen Vertrag auf dich abzuschließen und dann zu sagen, er wäre für sie gewesen. Kann es sein, dass deine Mutter Geld braucht? Sie hätte doch den Vertrag gleich auf ihren Namen abschließen können.

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