Baurecht - Nachbarwand

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt darauf an, wem die Wand gehört und auf welchem Grundstück sie steht. Gehört sie Euch beiden gemeinsam, entweder weil die Grenze mittig durch die Wand verläuft oder entsprechende Grundbuch/Baulasteintragungen bestehen, könnt ihr nur gemeinsam, d.h. einvernehmlich handeln.

Etwas anderes ist es, wenn ein Gefahrenzustand (z.B. Einsturtz) besteht. Dann kann Dich der Nachbar zur Beseitigung des Gefahrenzustandes zwingen. Was dann aber das "geringste Mittel" sein wird kann Anlass zu heftigen Auseinandersetzunge3n vor Gereicht sein.

Die Wand gehört beiden und steht jeweils zur Hälfte auf beiden Grundstücken. Der Nachbar war von Anfang an darüber informiert, dass mein Gebäude wieder aufgebaut wird.

Gefahrenzustand bzw. Einsturz wird erst dann bestehen, wenn die Bruchsteinwand abgetragen wird. Dadurch muss mein Gebäude gestützt werden.

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@alteronkel

Wenn die Wand beiden Grundstückseigentümern gehört und baurechtlich genehmigt war bzw. dem Baurecht zur Zeit ihrer Errichtung entspricht ("baurechtlicher Bestandsschutz"), kann einer der Eigentümer der Wand allein nicht die Beseitigung verlangen und durchsetzen.

Er kann sich aber weigern, an den Kosten der Wiederherstellung bzw. Sanierung zu beteiligen, wenn er von der Wand keinen Nutzen hat. Dann kann er Dich aber nicht hindern, die Wand auf Deine Kosten zu unterhalten und muss sogar zulassen, dass Du dazu sein Grundstück betrittst. Freilich musst Du ihm dann Schäden erstatten, die durch Gerüste und Bauarbeiten ggfs. an seinem Eigentum entstehen.

Wenn Ihr Euch also nicht einigen könnt kann sowas eine lange Latte von Prozessen nach sich ziehen!

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Das wäre doch im Vorfeld zu klären gewesen, denn mit dem beginnenden Bau wäre der Nachbar zu fragen gewesen ob er Einwände hat.

Die Grenzwand, ein Begriff aus dem Bau- bzw. Nachbarrecht, ist eine bauliche Anlage (Wand) die unmittelbar an der Grenze zum Nachbargrundstück errichtet worden ist. Mit der Grenzwand wird die Grenze nicht überbaut, sondern sie ist vollständig auf dem Grundstück des Erbauers errichtet. Die Bebauung eines Grundstücks direkt an der Grenze zum Nachbarn ist nach den einschlägigen bundes- und landesgesetzlichen Bauvorschriften nur eingeschränkt möglich. Normalerweise ist bei der Bebauung von Grundstücken der Bauwich, das heißt ein Abstand zum Nachbargrundstück, einzuhalten. Die Bebauung der Grenze ist beispielsweise bei Garagen und Doppel- oder Reihenhäusern denkbar. Neben der Beachtung der baurechtlichen Vorschriften kann die Errichtung einer Grenzwand auch die Zustimmung des Nachbarn erfordern.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzwand

Hierbei handelt es sich um einen Wiederaufbau und keine Neuerrichtung. Der Nachbar war von Anfang an darüber informiert, dass mein Gebäude wieder aufgebaut wird.

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Das ist ja alles ganz schön, aber nur theoretisch und wenig praxisbezogen. Die Verhältnisse sind nicht immer so wie sich das die Theoretiker ausdenken. Mit diesen allgemeinen Ausführungen kann der Fragesteller für seinen Fall nichts anfangen!

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