Baum fällt auf das Nachbargrundstück und beschädigt das Haus. Wer haftet?

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4 Antworten

Hat aber auch etwas damit zu tun, wo der Baum steht, direkt an der Grundstücksgrenze oder mehr als drei Meter davon entfernt. Kenne mich da aber nicht detailliert aus. Im Internet einen Anwalt im Suchdienst suchen, der auf so etwas spezialisiert ist, oder mal den Versicherungsvertreter fragen, der kann vielleicht einmal bei seiner Rechtsabteilung eine Anfrage stellen. PS ich habe übrigens noch jede Menge Dachrinnen-Schutz übrig, wenn Du welches brauchst, sag Bescheid!

Danke für deine Antwort und das Angebot über den Dachrinnen-Schutz. Das ist schön von dir. Ich muss nur vorher klären, wer mir den Schutz anbringt, weil die Dachrinne ziemlich hoch ist. Ich bin nicht schwindelfrei und mein Mann kann solche Dinge nicht mehr machen. Aber - danke!!!!

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Wenn der Baum optisch gesund ist, dann haftet der Nachbar nicht. Auch die Dachrinnen müsst ihr selber sauber machen. Wenn der Baum geschädigt ist und das augenscheinlich ist (trockene Äste, die zu Euch rüber hängen, hohle Stellen, der Baum krank aussieht), dann muss der Nachbar haften.

Falls der Baum gesund ist hilft Euch nur, eine Sturmversicherung für Euer Haus abzuschließen und eine Kaskoversicherung für das Auto.

Ist so und ich bin froh darüber, weil sonst gäbe es keine Überlebenschance für 100jährige Bäume mehr.

Sturmversicherung ist eh zu empfehlen in den heutigen Zeiten.

Aus welchen Quellen begruendet sich Deine Antwort ? Meinung oder Gesetz ? Gruene Gefuehle sind schoen, aber nicht immer hilfreich im Ernstfall. Meine Empfehlung, Kontakt zur zustaendigen Behoerde aufnehmen (m.M. das Bauamt) und Augenschein, eigener Anwalt (Bau- und Nachbarschaftsrecht erfahren) mit dabei. Gutachten verlangen. Da ergibt sich dann, wer war zuerst, mit welchen rechten und aber auch Pflichten. Langer Weg. Aber noetig, denn Schadenfall jederzeit moeglich.

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@Bruno

Wir haben selber eine über 100jährige Linde direkt an der Nachbargrenze und wir wollten den Baum versichern. Das geht aber nicht, daher begründet sich die Aussage oben. Auch mit der Gemeinde haben wir gesprochen (ich war 10 Jahre im Gemeinderat) und mit dem Naturschutz im Landratsamt und sogar noch einen Baumgutachter hinzugezogen. Das Problem ist leider, dass das Bauamt der meisten Gemeinden gar nicht so tief im Versicherungsrecht steckt und Baurecht bezieht sich auf bauliche Anlagen, wozu Bäume nicht gehören (bin auch noch selbständige Architektin). Gutachten macht höchstens ein Baumsachverständiger (haben wir gefragt), der aber auf seiner Rechnung dann verlangt, dass der Baum aber alle 3 Jahre wieder neu begutachtet werden muss, den schließlich können Faulstellen, Pilze, Frostschäden, Sturmschäden den Baum auch inzwischen beschädigt haben. Also ständig Geld ausgeben. Die Aussage der Versicherung war klar: Sturmversicherung fürs Haus, Kaskoversicherung fürs Auto und den Baum selber manchmal kritisch ansehen, ob er beschädigt ist. Dazu genügt der eigene Sachverstand.

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Wenn die Standsicherheit des Baumes nicht mehr gegeben ist und der Nachbar weiß das, dürfte er wohl in Regress genommen werden. D.h. zunächst haftet eure eigene Versicherung, diese kann aber Ersatz vom Nachbarn einfordern, wenn ihn Schuld trifft. Ihr haftet selber nicht.

Wegen der Standsicherheit würde ich das Ordnungsamt kontaktieren. Ist der Baum tatsächlich gefährdet, wird der Nachbar ihn wohl entfernen müssen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die eigene Hausversicherung für den Schaden aufkommen muss.

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