Baugrundstück erschlossen?

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4 Antworten

Mit Erschließung ist die Anbindung eines Grundstücks (nicht der Baustelle selber!) an die Versorgung durch öffentliche Straße, Kanal, Wasser und Strom gemeint. Das hat mit der Umgebungsbebauung also nicht direkt zu tun. In den meisten Fällen wird aber bei rundherum bestehender Bebauung auch das eingeschlossene Grundstück erschlossen sein, da es für die Gemeinde keine Gründe gibt, ein bestimmtes Grundstück auszunehmen.

In deinem Fall dürfte eine Erschließung sicher vorliegen, weil die bereits auf dem Grundstück stehenden anderen Gebäude ja auch angeschlossen sind. Die Errichtung der weiteren Leitungen auf dem Grundstück selber vom Anschlusspunkt aus ist dann was Durchführung und Kosten angeht nur Sache des Bauherrn.

"Erschlossen" in allen Bereichen (Ver- und Entsorgung) ist gesetzlich kein definierter Begriff.

Die untere Baubehörde(Bauamt) stehen jedoch nur in der Auskunfspflicht , sofern sich das Vorhaben in der üblichen Nutzung eines B-Planes bzw. nach §34 befindet.
Ein tatsächlicher, rechtsverbindlicher Abgleich mit den Ver- bzw. Entsorgern ist damit jedoch nicht automatisch verbunden!

Sinnvoll daher stets vor Beginnn, die Ver- bzw. Entsorger abzufragen!

Mitunter sind Ortsnetze aus Ver- bzw. Entsorgersorgerseite derart überlastet, das weitere Ver- bzw. Entsorgungsorgungen,  je nach individuellen Randbedingungen, nicht möglich sind.
Hierdurch ggf. verursachte Ortsnetzerweiterungen müssen Sie selbst bezahlen, was im Einzelfall erheblich teuer werden kann.

Das Grundstück ist zweifelsfrei als voll erschlossen zu betrachten; lediglich die Zulässigkeit der Hinterlandbebauung müßten Sie beim Bauamt prüfen lassen.

Im hinteren Gartenbereich...

Das wird oft schwierig. Man kann nicht einfach irgendwo was hinbauen, nur weil der Platz eben da ist. Es gibt einen Bebauungsplan der das zuläßt oder verhindert. Schau dir die Gebäude 50 m links davon an und rechts davon. Wahrscheinlich wirst du feststellen können, dass die anderen Häuser mehr oder weniger EINE hintere Linie haben. Darüber hinaus an zu bauen, wird meist schwierig. Ein komplettes Haus dahinter, wird sogar zu 99,99% verweigert. Früher ging das mal, heute nicht mehr. Frag beim Bauamt nach.

Stimme dem Pharao zu.

Die Ver- und Entsorgungsleitungen (-medien) kann man evtl. in den hinteren Teil des Grundstückes erweitern. Zur Erschliessung kommt aber auch der notwendige Stellplatzbedarf, der über den vorderen Teil erreicht werden muss.

Wenn Du nicht warten kannst und die SchwieMu nicht anfragen kann, könnte sich nicht die Tochter der SchwieMu erkundigen?  Alternativ kannst Du selbst als Bauinteressent nachfragen. Das wäre zulässig, denn fragen darf jeder, der ein Interesse nachweisen kann. Vielleicht machst Du Dich aber mit dem Alleingang bei der SchwieMu unbeliebt :o)

Also Geduld!


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