Baugesuch abgelehnt trotz Einhaltung aller Bauvorschriften?

8 Antworten

Wäre das Baugesuch unter Einhaltung aller Bauvorschriften erfolgt, gäbe es keine Ablehnung.

Meines Erachtens hätte der Bauträger prüfen müssen, ob sein Bauantrag, der ja offenbar vom Bebauungsplan abweicht, überhaupt eine Chance auf Erfolg hat. Es ist gemeinhin bekannt, dass man mit einem Bauantrag auch eine Ausnahmegenehmigung beantragen kann. Dies funktioniert in der Regel immer dann ganz gut, wenn, wie in Ihrem Fall, die Dachkonstruktion anderer Häuser von der eigentlichen Vorgabe im B-Plan abweicht.

Einen Widerspruch halte ich für zwecklos. Hier muss ein ordentlicher Architekt ran. Sinnvoll ist es auch, mit dem Bauamtsleiter ins Gespräch zu kommen. Nur so erfahren Sie, was der Grund für die Ablehnung war und welche Forderungen er hätte, um das Projekt genehmigen zu können.

Ob Sie den Bauträger nun haftbar machen wollen, sollten Sie mit einem Fachanwalt entscheiden. Sie müssen aber bedenken, dass Sie mit dem noch bauen wollen. Ich würde zunächst einmal das Problem mit dem Bauantrag lösen und dann vielleicht im Rahmen einer Mediation über Schadensersatzforderungen sprechen.

Das Problem einer Klage ist, dass Sie sehr viel Zeit und Geld investieren müssen, während der Bauträger das ziemlich relaxt aussitzen kann. Vielleicht gewinnen Sie ja auch und dann kommt das 2. Problem: Sie müssen Ihre Kosten und den Schadensersatz beitreiben. Ich erlebte es oft, dass der Beklagte sich in die Insolvenz flüchtete, bevor der Kläger überhaupt eine Chance hatte, an sein Geld zu kommen. Aus diesem Grund bin ich ein Verfechter der Mediation bei Bautreitigkeiten. Siehe auch https://www.hausbauberater.de/mediation-streitvermittlung-am-bau

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Danke für die ausfürlich Antwort, ich denke das ich dem Bauträger nicht an den Karren fahren kann da es nicht vertraglich geregelt ist. Es steht nur drin das er die Pläne für das Baugesuch erstellt. Und ja, ich muss mit ihm noch bauen deswegen sollte ich wegen den Kosten der Ausnahmeregelung nicht rum machen und die einfach bezahlen. Es geht einfach darum dass unser Haus schräg im Baufenster steht und die gemeinde das so nicht genehmigen will. Der Bauamtleiter hat aber schon siegnalisiert das es wohl durch den Gemeindrat durch geht weil das grundstück anderst nicht zu bebauen ist. Wir weren jetzt einfach den roten Punkt beantragen und schauen was dabei raus kommt, wenn es nicht durch geht haben wir sowieso ein Problem.

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@Misomaniac

Nun ja, wenn er die Pläne für das Baugesuch erstellt, dann haftet er nicht unbedingt für den Erfolg, jedoch sollte einem Bauträger klar sein, dass Abweichungen vom B-Plan mit einer Ausnahmegenehmigung bzw. mit einem Bauantrag (roter Punkt) einzureichen sind. Faktisch ergäbe sich da wahrscheinlich schon ein Anspruch...

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@Frank Hartung

Ich habe in den Vertägen nachgelesen, die Kosten für die Baugenehmigung grün oder rot muss der Bauherr selbst tragen, somit ist das klar.

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@Misomaniac

Das wird sich aber eher auf die Genehmigungsgebühr selbst beziehen. Was genau für eine Planungsleistung ist denn vereinbart?

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Nun ja, die Firstrichtung ist das eine, die Ausrichtung des Hauses etwas anderes aber genau das war wohl gemeint, als man die Firstrichtung vorschrieb. Man wollte ein einheitliches Bild, wo keiner "aus der Reihe tanzt".

Ich selbst habe so ein Haus, das ziemlich aus der Reihe tanzt und auch bei mir ist das der Topographie geschuldet. Es sähe übrigens wegen der leichten Hanglage auch völlig blöde aus, hätte ich das Haus in einer Reihe zu den Nachbarn gebaut... die Fassade würde seltsam verschoben wirken.

Genau so würde ich auch gegenüber der Baubehörde argumentieren: Du hast ein Zeltdach, damit es weniger auffällt, dass das Haus aus der Reihe tanzt und mit anderer Ausrichtung würde die Fassade "schief" was optisch viel störender wäre, als die abweichende Ausrichtung. Ich würde versuchen, persönlichen Kontakt zur genehmigenden Person aufzunehmen und einen Ortstermin zu bekommen (ansonsten Fotos mitbringen, die die Problematik verdeutlichen).

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Ja genau das ist der springende Punkt. Mein Bauträger hat sich mit dem Herr vom Amt jetzt darauf geeinigt das wir nur den Antrag nochmal ändern und somit den roten Punkt beantragen. Die Kosten hierfür werde wohl ich tragen müssen die Pille muss ich jetzt wohl schlucken, mich ärgert halt das wir noch nicht mal angefangen haben und ich jetzt 15TE mehr ausgegeben habe als geplant, und ich weiß das da noch mehr kommt.

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und auch schon zwei weitere Häuser in dem Baugebiet mit Zeltdächern gebaut wurden.

Die haben möglicherweise auch eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Wenn der Bauausschuss denen das genehmigt hat, wieso sollten sie es Dir verweigern. Aber es muss im Bauausschuss behandelt werden.

Wenn es einen qualifizierten Bebauungsplan gibt, kann man nur dann das vereinfachte Verfahren nutzen, wenn man die Vorgaben des Bebauungsplans exakt einhält. Was da im Detail drinsteht, wissen wir leider nicht.

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Zeltdächer sind laut Bebaungsplan erlaubt, warum soll ich dann dafür eine Ausnahmegenehmigung beantragen?

Wir halten die Vorschriften exakt ein!

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@Misomaniac

offensichtlich nicht - sonst wäre die Genehmigung erteilt worden ...

bleibt nur die Ausnahmegenehmigung

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@frodobeutlin100

Wie gesagt, die Begründung war: Wir haben keinen First, somit halten wir auch nicht die Firstrichtung ein. Was ein First ist definiert aber nicht der Bauamtleiter und das ein zeltdach keinen hat ist ein Fakt.

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Bauvorhaben Garten Reihenmittelhaus - POOL und Gartenhaus mit Überdachung

Hallo, Ich hoffe hier finden sich einige Experten die mir fachliche Auskunft erteilen können. Wir haben im Herbst ein neues Reihenmittelhaus in Unterfranken (Bayern) bezogen. Der Garten muss noch angelegt werden. Dieser ist 6m breit und 27m lang. Zur rechten Seite haben wir bereits (sehr nette) Nachbarn. Das Linke Grundstück ist noch nicht bebaut. Wir beginnen nun mit der Planung und haben auch hier wieder den Wunsch nach einem POOL. Dieser soll ca 3x6m groß sein. Wie verhält es sich lt. Bauverordnung etc mit eventuellen Abstandsflächen??? Ich weiß nur, dass Schwimmbecken bis zu einer gewissen Tiefe und Kubikmeterzahl genehmigungsfrei sind. Können wir also einfach so drauf losbauen, oder könnte uns (insbesondere der spätere Linke Nachbar) hier Probleme bereiten??

Desertieren wollen wir ans Ende des Gartens ein Häuschen mit überdachter Terrasse setzen. Dabei handelt es sich um ein Holz-"Fertig-Haus" - Flachdach mit einer Breite von 5,80m und Tiefe von 2,70m. Wobei davon nur 3x2,70m auf das Gartenhaus selbst entfallen. Der Rest ist überdacht und teilweise mit Seitenwänden versehen, um dort sitzen zu können und die Möbel ins Trockene zu bringen. Lt. Bebauungsplan darf die Grundfläche des Gartenhauses nur 3x3m betragen. Betrifft dies nur das Haus oder auch angrenzende überdachte Teile? Denn dann wäre das von uns geplante Haus mit Überdachung nicht mehr möglich. Insgesamt soll dort eine gepflasterte Fläche von ca 6x4m entstehen :-/

Bevor ich nun zum Bauamt renne, würde ich mich über ein paar hilfreiche Antworten zu diesen Themen freuen. Vielen Dann dafür!!!

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