Baugenossenschaft Genehmigung

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7 Antworten

Wenn die Baugenossenschaft noch im Besitz anderer Wohneinheiten des Komplexes ist, kann sie da über die Eigentümergemeinschaft ein Mitspracherecht haben.

Es handelt sich ja um eine Maßnahme von der das gesamte Haus betroffen ist.

Wer hat die denn gesagt, dass du eine Genehmigung der Baugenossenschaft brauchst. Was hat die denn für einen Status? Ist das euer Verwalter für die Eigentümergemeinschaft?

du brauchst einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Dem Verwalter ist das völlig Jacke. Das Abluftrohr muss ja irgendwoher verlaufen und für dieses kann es notwendig sein Gemeinschaftseigentum zu beschädigen.

Aber welchen Zweck soll denn der Kaminofen haben? Energiesparen? Wenn das Haus mit einer gemeinschaftlichen Energieversorgung (Gas- Öl - Pelletsheizung) versorgt wird bekommst du trotzdem eine Heizkostenabrechnung und wenn die Erfassungsgeräte auch noch Verdunster sind werden keine Heizkosten gespart. Das liegt an der Technik der Verdunster.

Ein Kaminofen ist keine bauliche Veränderung, wenn schon ein separater Kamin für diese Befeuerungsart vorhanden ist und der Kaminfeger bereists seinen "Segen" dazu gegeben hat. Prinzipiell spricht also nichts gegen diesen Ofen.

Da du jedoch nur Teileigentümer des Objekts bist solltest du auf jeden Fall trotzdem die Eigentümergemeinschaft dazu befragen. Wenn diese durch die Baugenossenschaft als Verwalter vertreten wird, dann bist du dort richtig. Diese kann dir auch am besten die Bedingungen der Teilungserklärung auseinander legen, damit du dich nicht auf unsicherem rechtswidrigen Boden bewegst und später einmal Ärger bekommst.

Eine Baugenossenschaft hat doch mit deiner ETW nichts am Hut, wie kommst Du denn darauf?

schleudermaxe 07.09.2014, 17:34

Sollte dies allerdings eine WEG sein, dann ist eine Baugenehmigung vom Bauamt/Rathaus (liegt vielleicht schon vor) und die Zustimmung aller Miteigentümer notwendig (liegt vielleicht auch für die Wohnung schon vor), so lese ich jedenfalls die Literatur. Auszug: Ein Kamin ist eine bauliche Veränderung im Sinne von § 22 WEG. Ein ohne Zustimmung errichteter Kamin muss grundsätzlich wieder abgerissen werden. Eine konkrete und objektive Beeinträchtigung der übrigen Eigentümer ist bereits darin zu sehen, dass diese – je nach Windrichtung – durch den durch den Betrieb des Kaminofens verursachten Rauch belästigt werden können entschied beispielsweise das Landgericht (LG) Karlsruhe (Az.: 11 S 61/09).

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es geht aber die übrigen Eigentümergemeinschaft etwas an ...

nicht der ofen als solches ... da darfst Du aufsteleln was Du willst .. aber die Nutzung / Umsnutzung des Kamins (Gemeinschaftseigentum)

Das ist eine bauliche Veränderung, da musst du den Verwalter der Eigentümergemeinschaft fragen.

Tabaluga1961 07.09.2014, 21:01

der Verwalter kann keine Entscheidung treffen. Der richtige Ansprechpartner ist die Eigentümergemeinschaft

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Nirakeni 08.09.2014, 07:41
@Tabaluga1961

Der Verwalter muss wissen ob aus rechtlichen Gründen (Vorschriften, Baugenehmigung, Kaminkehrer usw.) nichts dagegen spricht, und ob er einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümer braucht, oder sogar einen Einheitsbeschluss. Er muss vorher die Sache als Tagesordungspunkt (TOP) für die Eigentümerversammlung angeben. Also vorher unbedingt den Verwalter ansprechen.

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