Baufällige Außentreppe, einziger Zugang zum Haus und Garten - Vermieter tut nichts!

...komplette Frage anzeigen Treppe im September 2009 - (Recht, Wohnung, Reparatur) Treppe im Oktober 2012 - (Recht, Wohnung, Reparatur)

9 Antworten

Ehrlich gesagt, ist das ein größeres Problem. Mit der Reparatur der Treppe ist es nicht getan, auch die Stützmauer muss erneuert werden. Die Fotos sind allerdings nicht beweiskräftig genug, denn der äußere Anschein kann täuschen.

Den meisten Ratschlägen kann ich nicht folgen, denn der Vermieter könnte immer eine notwendige Reparatur bestreiten. Ein Gutachter, vielleicht eurer Gemeinde, müßte zuerst eine Gefahrenlage zweifelsfrei feststellen. Ich denke übrigens, dass ein Mitarbeiter eurer Gemeinde, aus dem Bauamt, das hinreichend bezeugen könnte und dem Vermieter auch direkt eine Reparatur zur Auflage machen kann.

Ohne rechtliche Absicherung würde ich weder Mietminderung, die die Gefahr ja nicht beseitigt, noch eine Reparatur auf eigene Rechnung, empfehlen.

Der Vermieter versucht sicher so kostengünstig wie möglich aus der Sache herauszukommen und denkt daher an Eigenleistung. Die Miete ist sicher auch deshalb günstig, weil nicht alles "ordentlich" ist. Denn umgekehrt könnte der Vermieter alle notwendigen Reparaturen und Modernisierungen vornehmen und die Kosten auf dem Mietpreis aufschlagen. Ein zweischneidiges Schwert, für jemanden der Kosten sparen will. Darum meine Empfehlung mit dem Bauamt. Die sollen kontrollieren und dem Vermieter "Dampf" machen. Mehr braucht es hoffentlich nicht.

Hier ist es - zumindest nach den Bildern beurteilt - mit einer Reparatur bei weitem nicht getan. Der gesamte Betonsockel samt Stützmauer muss abgerissen und komplett erneuert werden, weil hier nicht nur oberflächliche Schäden vorliegen, sondern die Gesamtkonstruktion marode und zudem wohl statisch instabil ist - was bedeutet, es muss auch ein neues Fundament her. Dies aber übersteigt den Entscheidungsbereich des Mieters bei weitem. Eine Sanierungsanordnung zur Wiederherstellung der Verkehrswegesicherheit kann aber nur das zuständige Bauamt / Ordnungsamt gegen den Eigentümer aussprechen. Daher wäre der erste Gang der zur zuständigen Behörde, dann Ortsbegehung, dann Fristsetzung seitens der Baubehörde. Eigenmächtiges Handeln wäre hier nur von Nachteil.

Also die Treppe ist in einem schlechten Zustand, sie als baufällig zu bezeichen ist allerdings etwas übertrieben. Einzig das Geländer ist nicht besonders Vertrauen erweckend. Letztlich sähe das Teil ein bisschen attraktiver aus wenn sie mal vernünftig abgefegt werden würde, nur wärst dafür Du zuständig.

Danke für Deinen Kommentar ... Und ich habe die Treppe gerade eben abgekehrt mit dem Ergebnis, daß wieder von der Plattform Sand mit groben Kies und Zementbrocken abgebrochen sind ... Die Plattform wird immer kleiner und die Stufen immer schmäler ... Das Geländer hängt nur noch an einem Stempfen und kippt hin und her ... Ich werde mich schon mal nach einer Strickleiter umsehen ... haha ...

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Wenn ihr das Geld habt dann lasst die treppe selber reparieren und fordert das geld vom vermieter zurück. natürlich werdet ihr mit diesem Weg nicht an einem Besuch beim Anwalt und evtl. auch Gericht (sollte dem vermieter das Schreiben vom Anwalt egal sein) nicht drumherum kommen. Am besten ist es wenn du nochmal schriftlich den vermieter eine Frist setzt, damit hast du was in der Hand, nur sowas zählt wirklich vor Gericht. Die miete selber kürzen würde ich an eurer Stelle NIE machen, damit sind schon ganz andere auf die nase gefallen. Kürzt ihr selbst dann seid ihr am Ende dafür verantwortlich und müsst raus weil es doch zuviele % sind. Kürzt ein Anwalt die Miete sieht es vor Gericht ganz anders aus, da so ziemlich jeder Richter denken wird, auf einen Anwalt sollte man sich schon verlassen können das er nicht zu hoch kürzt. Der Vermieter haftet wenn etwas passiert, was durch die marode treppe verursacht wurde. ich glaueb das fällt unter fahrlässige (?) Körperverletzung und kann wirklich teuer werden. Immerhin hat der Vermieter von der maroden treppe gewusst, aber dadrauf würde ich es nicht ankommen lassen, sowas muss ja nicht in einpaar Knochenbrüchen enden, stürzt die wirklich ein kann sich auch jemand das genick brechen.

Fordere ihn schriftlich zur Mängelbeseitigung auf - mit Fristsetzung. Schriftliche Antwort mit verbindlichem Baubeginn anfordern. Androhen, den Mangel sonst auf Kosten des Vermieters selbst durch eine Fachfirma beseitigen zu lassen und die Kosten mit der Miete zu verrechnen.

Kannst ja schonmal einen kostenlosen Kostenvoranschlag beschaffen und beilegen.

Falls der Vermieter die Notwendigkeit der Arbeiten besteitet, drohst du mit Bauaufsicht und Gutachterkosten.

Fordere den Vermieter unter Hinweis auf Eure diversen Gespräche über dieses Thema ultimativ auf, die Treppe zu sanieren, da die Benutzung langsam gefährlich ist.

Setze ihm eine Frist und kündige an, dass Du bei fruchtlosem Verstreichen des Termins selbst einen Handwerker auf seine Kosten beauftragen wirst.

Das dürfte helfen.

Naja, die Treppe ist zwar nicht schön, erfüllt aber offensichtlich ihren Zweck und wird auch nicht kurzfristig einstürzen, da bröckelt nur der Putz, mehr nicht...

Was Du machen kannst ist, eine Sanierung des Geländers verlangen und, nachdem der Vermieter in Verzug gesetzt wurde, dies selbst beauftragen und die Kosten mit der Miete verrechnen...

Alles andere halte ich für fraglich und kann nach hinten losgehen...

Drohe dem Vermieter mit einer Anzeige wegen versuchte fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB).

Ich glaube nicht, dass man fahrlässige Körperverletzung versuchen kann. Ein Versuch hat immer was mit Vorsatz zu tun.

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'prust'

"versuchte fahrlässige Körperverletzung", da sind mal wieder die Internet-Hobby-Juristen unterwegs...

Kannst Du in § 229 StGB irgendwo den Satz "Der Versuch ist strafbar" lesen???

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wenn sich das schon über drei jahre hinzieht, würde ich ihm per einschreiben eine frist setzen zur ersetzung der treppe, eine mietminderung androhen und einfach nicht mehr rumeiern.

wie diese minderung ausfällt weiß ich nicht, mach dich halt schlau und kürze nicht zuviel.

könnte sonst nach hinten losgehen.

Danke für die prompte Antwort. So etwas habe ich mir auch vorgestellt, da einem schön langsam der Geduldsfaden reißt, zumal auch die Angelegenheit gefährlich wird. Da gehts dann auch um die Haftung, wenn etwas passiert. Ich denke, ich werde diesen Haftungs-Passus noch einfügen.

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@bigwauwau

noch eine idee: informier mal das bauamt.

hört sich gefährlich an, was du so schilderst.

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