Bauen mit über 50 Jahren - welche Eigenkapitalquote empfehlenswert?

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7 Antworten

Ist davon abhängig, wie viel das Haus überhaupt kosten soll bzw. darf und in welcher Höhe und zu welchen Konditionen die Bank Dir in Deinem Alter und bei Deiner Absicht schon mit 62 aufzuhören mit Arbeiten den Kredit gewährt. Wir haben mit 43 (vor 10 Jahren) gebaut mit 25 % Eigenkapital und werden die Kredite bis zum 60. getilgt haben.

In deinem Fall ist die Rechnung eher einfacher als bei einem Baubeginn im Alter von 30 Jahren. Du kennst dein monatliches Einkommen, welches mit über 50 tendenziell auch nicht mehr so stark schwankt wie am Anfang des Berufslebens. Ebenso den Preis der Immobilien und dein vorhandenes Eigenkapital. Wie @Yu LY schreibt, solltest du zum Beginn der Rente schuldenfrei sein. Folglich kann dir jeder seriöse Bankberater ausrechnen, welche monatliche Rate nötig ist, um dieser Ziel bei Objekt A oder B zu erreichen.

Viel Erfolg beim Hauskauf wünscht markusros

Also grundsätzlich ist einen Wohneigentum für den Eigennutz zu empfehlen. Die Zinsen sind derzeit sehr günstig und die Immobilien immer noch preiswert. Somit spricht alles für den Erwerb von Wohneigentum. Die beste Finanzierung wäre die Wohnung bar zu bezahlen. Dieser Idealfall können natürlich die meisten Menschen mangels Kapital nicht nutzen. Die Lösung ist ein vernünftiges Finanzierungskonzept nicht nur normales Annuitätendarlehen. Es empfiehlt sich und wird auch von den meisten Banken gefordert mindestens 30 % Eigenkapital. Damit die Bank im Falle einer persönlichen Insolvenz des Kunden immer noch ihren Beleihungswert durch Versteigerung erhält. Bei der Fianzierung sollten auch die Risiken beachtet werden. Wer zahlt Zins und Tilgung bei längerer Krankheit oder Berufsunfähigkeit oder Tod des Hauptverdieners. Wie ist die derzeitige Bonität. Welche finanzielle Belastung kann verkraftet werden, so dass trotzdem noch Reserven da sind. Auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklergebühr, Notar und Grundbuchkosten sind zu bezahlen. Bei der Immobilie ist unbedingt auf die Lage zu achten. Aufgrund des demografischen Wandels würde ich empfehlen nur in einer Boomregion Wohneigentum zu kaufen. Eine falsche Entscheidung kann zu einem finanziellen Desaster führen und die Zukunft nachhaltig schlecht gestalten.

Deswegen mein Rat. Je mehr Eigenkapital du hast, desto besser. Aber lass dir Reserven für außerplanmäßige Probleme.

Soviel wie nur irgend geht. Aber lass dir eine Reserve fü den Fall des Falles. Die Höhe der Reserve musst du selbst bestimmen, weil du ja deinen Lebensstandard am besten kennst.

Ziel sollte sein, bei Beginn der Rente sowenig Belastung wie möglich zu haben. Das Bedeutet, dass in den ersten Jahren eine höhere Tilgung empfehelnswert ist.

Mal ganz Banal gerechnet: Du kaufst ein Haus für 250.000 Euro. Maximal wird man dir (oder muss ich "ihnen" schreiben?) noch eine Laufzeit von 20 Jahren einräumen, wahrscheinlich eher 15. Bei einem Zinssatz von 5% und Tilgung von 2,5% (normal sind 1,5%!) könntest du in 22 Jahren eine Summe von rd 150.00 Euro abbezahlen. Sprich du müsstest 100.000 Euro = 40% Eigenkapital mitbrigen. Dieser Wert steigt und fällt natürlich mit Zinssätzen nach der Laufzeit, Höhe des Kaufpreises und evtl Maklerkosten (diese werden meist nicht mitfinanziert!)

Je höher, desto besser und sinnvollerweise sollte die Finanzierung auf die gesetzliche Mindestfrist von 12 Jahren ausgelegt sein, damit Du damit "durch" bist, wenn Du in den Ruhestand gehst.

Sinnvoll ist es auch, den heute günstigen Zinssatz auf die maximal möglichen zehn Jahre festschreiben zu lassen.

Falls Du verheiratet sein solltest, wäre auch eine Finanzierung über eine "verbundene Lebensversicherung" erwägenswert.

Falls hier einer von Euch stürbe, würde der noch nicht getilgte Rest der Schuld von der Versicherung übernommen und das Haus wäre sofort schuldenfrei.

du solltest die finanzierung so planen, dass, wenn du in rente gehst, das haus schuldenfrei ist. nimm also das vorhandene eigenkapital, ziehe eine sicherheitsreserve ab und überlege dir genau, wie hoch die monatliche rate sein dürfte. berücksichtige dabei auch die entstehenden nebenkosten. dann lass dir ausrechnen, wie hoch das volumen der baufinanzierung (und der tilgungssatz) sein könnte, damit es mit 65 zurückgezahlt ist. dann hast du den gesamtpreis, den das haus haben dürfte.

Es ist richtig, daß mit Rentenbeginn das Haus schuldenfrei sein sollte. Es sollte aber dann auch keinerlei Reparaturstau für die nächsten 20 Jahre mehr haben.

Ich fürchte, daß ich mit Deinem Vorschlag trotzdem Schiffbruch erleben könnte. Dein Hinweis auf die Nebenkosten ist sehr wichtig, aber daß sind eben nicht nur Grundsteuer, Hausversicherungen und Wartungskosten, sondern auch unvorhergesehene Reparaturkosten für dies und das. Mal muß der Heizkessel repariert werden, mal das Dach oder das Haus muß angestrichen werden, die Zuwegung muß neu eingeebnet werden. Diese Kosten sind in den üblichen Mietnebenkosten nicht enthalten (sie dürfen es auch nicht).

Anders gesagt, die bisherige Netto-Kaltmiete muß wesentlich mehr abdecken als Zins und Tilgung.

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