Bauboom und dann?

7 Antworten

Wenn in 10-15 Jahren bei vielen Zinsanpassungen anstehen undder Zins wieder deutlich gestiegen ist, könnte es bei so manchen Leuten knappwerden. Je nachdem wie wichtig es der Bank ist und wie gute Chancen sie bei derZwangsversteigerung sieht, wird es dann evtl. eine kleine Problem-Welle geben.  

Wobei es meist eh so ist, dass wenn die Zinsen niedrig sind,die Kosten (Kauf vom Haus oder beim Bau des Grundstücks) hoch gehen. Sobald dieZinsen wieder steigen wird es gleich bleiben oder sogar leicht sinken(Inflation mal nicht eingerechnet, dadurch steigt es real dann doch noch etwas).Einfaches Prinzip von Angebot und Nachfrage…

Zudem könnte es ggf. Probleme mit den Leuten geben, diejetzt über Zeitverträge in der Baubranche arbeiten, wenn das Hoch dort wiederabebbt. Aber solche Zyklen sind normal, da müssen die Einzelpersonen dannleider durch.

Gut analysiert ! Sehe ich genauso.
Wenn man sich das so z.B. bei immobilienscout24.de mit den Zinsen ansieht nach dem Motto "Kann ich mir das leisten ?". Da wird noch so mancher bei einem Zinsanstieg voll auf die Nase fallen.

Zur Zeit haben wir wohl sowas wie eine Immobilienpreisblase ! Wenn aber die Zentralbanken die Zinsen wieder erhöhen, werden viele verkaufen müssen und es dreht sich dann ein Zwangsversteigerungskarussel.

Was meint ihr, die Geier kreisen schon in Luft und warten nur auf ihre Opfer !

Der stolze Hausbesitzer steht dann aber direkt auf der Strasse, denn kein Gesetz schützt ihn bislang.

Also, schon mal fit machen in Sachen Zwangsversteigerung. Sonst machen dann andere den Reibach ! LOL

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@Joshua18

wie war das: wenn man Interesse an einem Haus hat schon mal vorher zu einer anderen Versteigerung gehen, damit man sieht wie alles abläuft. ;)

Wobei Versteigerungen wegen Scheidung und fehlender Einigung meist besser sind, wenn auch teurer für den Käufer. Doch da haben sich die Leute in der Regel vorher gut gekümmert, ordentlich investiert usw.. Bei Zwangsversteigerungen wegen fehlendem Geld gibt es zum Teil auch echt fiese Überraschungen, besonders wenn der Gutachter nicht rein gelassen wurde und nur von Außen geguckt hat...

Theoretisch sollten die Kunden durch die neue Wohnkreditrichtlinie ja auf das Risiko angesprochen werden, aber ich denke viele Leute unterschätzen trotzdem die Gefahr...

Naja, direkt ist es ja auch nicht, das Verfahren braucht so seine Zeit, besonders wenn sich die Fälle häufen. Wenn man da nicht randaliert oder das Grundstück irgendwie anders schädigt darf man ja die für das Leben wichtige Räume (Schlafzimmer, Badezimmer, Küche) weiterhin nutzen bis zur Versteigerung. Und selbst dann kann man es mit einigen Tricks noch aufschieben, die haben aber zum Teil auch ihren Preis (wenn auch nicht immer finanziell)... Ich hatte Insolvenzrecht. :D

 

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Vielleicht setzt sich irgendwann mal die Erkenntnis durch, dass zuviel Menschen auf dieser Erde geboren werden, weil halt die Versorgung, sei es mit Nahrung oder Wohnraum, noch immer so relativ vorzüglich funktioniert.

Vermutlich regelt das fern von allen baulichen und wirtschftlichen Überlegungen die Natur von selber, nachdem die beireits eingesetzte neue "Völkerwanderung " weniger zur Entspannung der Situation, als vielmehr der absehbaren kriegerischen Spannung und "Endlösung" weicht.

Bis dahin gibt es wohnungswitschaftlich das bereits angeklungene Auf und Ab in der baulichen Entwicklung hier in unserem "gelobten" Wirtschaftsland.

Frei nach den Gebrüdern Grimm:

...und wenn sie nicht bald gestroben sind, dann erleben sie das heute noch!

Neija, die Wirtschaft hat halt auch so ihre Regeln. Nach jedem Boom kommt auch wieder mal eine Krise.

Die Politik will natürlich mehr Wohnungen bauen. Demnach müsste man annehmen, dass der Boom erst einmal anhält. Aber jedes Haus benötigt auch ein Grundstück auf das es gebaut werden kann. Wenn aber die Innenstädte dicht bebaut sind und es kaum Grundstücke gibt, bleibt der Wunsch halt auch nur ein Wunsch.

Unabhängig aber jetzt einmal vom Wohungsbau hat die Baubranche wohl die nächsten Jahre bei unseren maroden Brücken, Schulen, Amtsgebäuden, Straßen mit Schlaglöchern usw. genug zu tun.

Der inzwischen realistische Sanierungsrückstand in Deutschland liegt wohl so bei ca. 30 MilliARDen €uro. Die wollen auch erst einmal abgearbeitet werden.

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