Bastlerfahrzeug - Guter Rat ist jetzt teuer!

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7 Antworten

Hallo. Gebrauchtwaren Händler müßen 1 Jahr Gewährleistung geben.Diese Gewährleistung ausschließen darf er nicht. Gruß Ralf

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Mit dem Begriff "Bastlerfahrzeug" hat sich der Händler tatsächlich von allem "freigekauft". Er hat wahrscheinlich zumindest geahnt, daß mit der Gasanlage irgendwas nicht passt bzw. diese zu einem Motorschaden führen würde.

Leider sind auch nicht alle Opel-Motoren für die Gasumrüstung geeignet und auch bei im Prinzip gasfesten Motoren kann eine fehlerhaft eingestellte Gasanlage trotzdem zu Motorschäden führen.

Ich rate deswegen generell zur Vorsicht, wenn man bereits umgerüstete Fahrzeuge kaufen will, denn wer verkauft schon ein Auto, das er selbst umrüsten hat lassen und jetzt richtig sparen helfen soll, wenn der Wagen keine Probleme macht. Den fahr ich doch dann selber bis 400.000 km. Die umgerüsteten (gerade mit relativ wenig Kilometern), die verkauft werden sind deswegen meistens faul.

Ich weiß, daß dir das jetzt im Nachhinein auch nichts mehr nutzt - aber vielleicht beim nächsten Kauf und Gas ist nicht grundsätzlich schlecht...

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Also ein 6.000,- Euro Auto als Bastlerfahrzeug zu verkaufen ist schon grenzwertig. Jedoch gehören doch auch immer zwei zu einem Kaufvertrag. Nämlich der Verkäufer und Du als Käufer. Warum unterschreibst Du so einen Vertrag ? Der Verkäufer hat dich darauf aufmerksam gemacht und somit seinen Part erfüllt. Es wird ja wohl im Vertrag auch "Bastlerfahrzeug" stehen. Du hast eine Rechtsschutzversicherung, lass Dich also mal anwaltlich beraten. Ich als Händler würde es auf eine Klage ankommen lassen. Ich denke die Chancen stehen 75 : 25 für mich.

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Kommentar von grafiker
19.10.2012, 22:50

Ja, ich habe ja auch nicht gesagt das ich nicht dumm war! Aber wenn ein Bastelfahrzeug hier und da Mängel hat, die man nach und nach ausbessern kann, da bin ich von ausgegangen. Hätte das eine oder andere sicher auch gezahlt! Aber ein Auto zu verkaufen was kurz vor einem Supergau stand, finde ich persönlich ein bisschen zu dreist. Und da werden Sie sicher, auch als Händler, sich nicht wundern wenn dieser Käufer nach einem Zeit wieder vor Ihrer Tür steht...

Hätte er mich über genau dieses Problem aufgeklärt, hätte mir gesagt: "Hören Sie ich will den Wagen verkaufen, aber muss Sie über einiges in Kenntnis setzen"... Er hat aber nur gesagt ich verkaufe den Wagen als Bastlerfahrzeug. Da wird aber nichts mit sein, ich kenne den Vorbesitzer, der ist seriös, ich kenne die ganze Familie, ich kann mir nicht vorstellen das mit dem Wagen was ist...

Hm, na ja, kann man sicher geteilter Meinung sein. Aber man sieht sich ja bekanntlich immer zwei mal im Leben...

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Hallo, klar kannst du dagegen klage einrechen usw usw usw usw usw... was dich im groben aber mehr kosten würde als das auto selbst. Du hast ihn als bastlerstück gekauft, damit is der Händler raus. Du könntest mit dem Vertrag zu einem anwalt gehen und diesen nach schlupflöchern durchsuchen, Fehlern etc. Wenn der Vertrag aber genauso is wie er sein muss hast du keine Chance.

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Kommentar von grafiker
18.10.2012, 20:07

Gut, hab natürlich eine Rechtschutzversicherung über den ADAC. Eine Klage würde mich daher eher Nerven kosten...Aber so etwas habe ich mir natürlich schon gedacht!

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hallo

ventile kann man nicht einstellen bei diesen modellen . zweitens ist es allgemein bekannt , das diese nachrüstanlagen die ventilsitze grillen , aufgrund der erhöhten thermischen belastung . gas muss man fahren können !! die letzten 30 km auf benzin umschalten , um die erhöhte temperatur abzubauen , da gas eine wichtige eigenschaft nicht besitzt , nämlich die kühlwirkung des motors . und der schaden kann vor 7 monaten nicht vorhanden gewesen sein , weil sonst keine kompression vorhanden gewesen wäre

gruss mike

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Die Bezeichnung "Bastlerfahrzeug" sagt doch schon aus, dass damit etwas nicht i.O. ist und es nicht unbedingt zum Fahren geeignet ist. Was er sonst noch so zu Dir gesagt hat ist nicht von Bedeutung, wenn es nicht auch im Kaufvertrag vermerkt ist.

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Da hat Ralle recht. Die Bastlerfahrzuegmasche ist nicht zulässig, weil sie eine Umgehung der Gewährleistung bedeutet. Allerdings kann ich nach deiner Schilderung weder Sachmängel erkennen, noch dass diese bereits beim Kauf vorlagen. Nach den 7 Monaten müßtest du das nämlcih beweisen. Aber wie gesagt, ich sehe nicht einmal einen Sachmangel.

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Kommentar von grafiker
19.10.2012, 22:39

Also, das ist so: Es ist in der Szene bekannt das Opel Astra 1,6 l Motoren nicht für Gas ausgelegt sind! Das weiß fast jeder Schrauber, jeder Händler usw... Ich heute auch - damals aber leider nicht! Der Supergau an so einem Fahrzeug ist ein Zylinderkopfschaden der sich nach ca. 80.000 km Gasbetrieb einstellt. Erst gehen die Ventile kaputt, die werden zu heiß und schmelzen nach einiger Zeit sogar - und außerdem werden die in manchen Gasanlagen nicht geschmiert (berennen also irgendwann fest)! Wenn man dann (zB nach den 80.000 km) an den Ventilen nichts mehr machen kann, zB noch mal neu Einstellen/Tausch, wird der Wagen am Zylinderkopf zwangs- "gasfest" gemacht, dafür wird der Zylinderkopf ausgefräst um die neuen hitzebeständigen Ventile einzubauen. Dann läuft er auf Gas wieder. Die Reparatur aber kostet zwischen 2 - 3.000 EUR!!!

Mein Wagen ist jetzt kurz vor dieser Reparatur, wenn nicht schon fällig. Das lasse ich in Kürze in der Werksatt prüfen.

Das muss der Händler aber gewusst haben! Die wissen wenn eine Gasanlage im Opel 1,6 l Maschine läuft werden Zwangsläufig irgendwann sehr hohe Reparaturen fällig. Nach dem Motto: " Naja, 6 - 8 Monate wird das schon gut gehen bevor der das merkt...,dann sag ich ihm einfach, hör mal du hast den Vertrag Bastlerfahrzeug unterschrieben und außerdem ist es schon 7 Monate her...was willst du eigentlich?

Deshalb meine Frage. Letztendlich ist es "arglistige Täuschung", auch wenn der Wagen noch mal mit mir so viele km, ca. 20.000 ohne Beanstandung gelaufen ist. Der Händler wusste von dem GAU als er ihn mir verkauft hat, sonst hätte er nämlich eine Gebrauchtwagengarantie mit angeboten!!!

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