Basissatz für das Gedicht "An den Mond" von Johann W. Goethe?

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1 Antwort

Das Gedicht An den Mond handelt von zwei Dingen: Zum einen ist
es eine Beschreibung einer mondlichtbeschienenen Landschaft, zum
anderen ist es ein Gedicht über das Innenleben eines Sprechers, der
hier anscheinend einem verlorenen Etwas nachtrauert, das nicht näher
benannt wird. Aus dem Kontext heraus kommt man aber zu der Annnahme,
daß es sich um eine verlorene Freundschaft oder Liebe handelt. Ein
leise resignierender Ton zieht sich durch das Gedicht und läßt die
einzelnen Sprachbilder zu Stationen einer Rückschau werden, zu einem
Rückblick auf einmal Erlebtes, auf innegehabte Freude und erlittenen
Schmerz vergangener Zeit. Es ist der Monolog eines Einsamen, der in der
Hingabe an den milden Glanz des Mondes eine Linderung seines Geschickes
erfährt. Sie löst die Verkrampfung seiner Seele, entwirrt das
„Labyrinth der Brust“ und bringt dem bedrängten Herzen Heilung. Durch
die Überschrift wird verdeutlicht, daß es sich bei diesem als Monolog
abgefaßten Gedicht um eine Anrede an den Mond und ein Zwiegespräch mit
der Natur handelt.

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