Basiert das Werk von Karl Marx auf den Theorien von Adam Smith?

2 Antworten

Als Marx mit seinen Vorstudien zum Kapital in Ende der 50er Jahre begann und 1867 den ersten Band des Kapitals veröffentlichte, hatte er bereits 1847/48 das "Kommunistische Manifest" verfasst und sich darin eindeutig entschieden für eine Weltsicht als Klassenkampf und eindeutige Parteinahme für die Arbeiterklasse. Seine eindeutige Absicht war, ein ökonomisches Werk aus der alleinigen Sicht der Arbeiterklasse zu schreiben.

Adam Smith war Freund von David Hume und wie dieser ein humanistischer Aufklärer, der es als unwissenschaftlich von sich gewiesen hätte, eine Ökonomie ausschließlich aus der Parteiigkeit für eine "Klasse" zu entwickeln. Die "Schwächen" des Kapitals liegen denn auch in dieser unwissenschaftlichen Parteinahme. Insoweit hat Marx den Hegel nicht vom Kopf auf die Füße gestellt (was man eher für Ludwig Feuerbach sagen könnte) sondern ihn vom Professorenhut in Parteistiefel gesteckt.

Nach Smitz geht der Wohlstand einer Nation vom Ertrag der Arbeit aus. Daraus leitet er eine Arbeitswerttheorie ab, wobei sich der Wert der Ware aus der dafür gesellschaftlich notwendigen Arbeit bemisst. "Gesellschaftlich notwendig" hat aber eine Rückkoppelung zu einem System von Märkten, wo Gebrauchs- und Tauschwerte verhandelt werden, die Marx ablehnt. Das hätte ja dazu geführt, dass er den auf dem Arbeitsmarkt ermittelten Preis für Lohnarbeit akzeptiert hätte. Insoweit nutzt Marx nur Theorieansätze von Smith, wenn sie in sein Konzept der Dominanz der Arbeiterklasse passen.

Karl Marx hat diverse Fächer in Bonn und Berlin studiert, natürlich kannte er Adam Smith sowie die anderen Ökonomen zu seiner Zeit, falls du etwas wissen solltest, über "wissenschaftliches Arbeiten" könnte dir bekannt sein, das zu jeder besseren Arbeit und texten dazu/darin, eine profunde Sach- wie Personen Kenntnis der entsprechende Quellen gehört , ...!?

(und nicht so wie die Schavan das heute auffasst,..) also?

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