Basaltemperatur-Methode, bitte erläutern?

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1 Antwort

Bei der Basaltemperaturmethode wird morgens nach dem Aufwachen aber noch vor dem Aufstehen die Körpertemperatur gemessen. Als Messorte eignen sich der Mund (unter der Zunge am Zungenbändchen), die Scheide oder der After.

Die auf diese Weise bzw. unter diesen Voraussetzungen gemessene Temperatur nennt man die Basaltemperatur.

Wissenschaftler haben vor vielen Jahren festgestellt, dass die Körpertemperatur nach dem Eisprung leicht ansteigt. (Biphasischer Verlauf der Basaltemperatur)

Es ist außerdem bekannt, dass eine Befruchtung nach dem Eisprung nicht möglich ist.

Diesen Fakt macht man sich bei der Basaltemperaturmethode zu nutze. Wenn die Temperatur nämlich dauerhaft ansteigt, dann kann man davon ausgehen, dass der Eisprung in diesem Zyklus vorüber ist und eine Schwangerschaft nicht mehr möglich.

Es wurden dafür bestimmte Regeln festgelegt, wie man das auswertet und auch, wie man mit Störfaktoren umgeht, damit man nicht aus Versehen einen Eisprung auswertet, obwohl die Temperatur nur gestört war.

Allerdings ist die reine Temperaturmethode entweder nicht so super sicher oder die Regeln derart streng, dass eine Auswertung nach den Regeln nur selten möglich ist. Es gibt zwei Formen der Auswertung, die etwas gelockerte Form und die strenge Form. 

Die strenge Form ist ziemlich sicher (Pearl Index 0,8), allerdings können nur wenige Frauen dann regelmäßig einen Eisprung auswerten, was auf Dauer dazu führt, dass Frust aufkommt und man sich nicht mehr an die Regeln hält.

Die gelockerte Form ermöglicht es mehr Frauen, regelmäßig den Zyklus auszuwerten, ist aber dann auch nicht mehr ganz so sicher, weil da dann auch mal fehlerhafte Auswertungen zustande kommen können. (Pearl Index von 3).

Um die Sicherheitseinbußen zu umgehen und es zu ermöglichen, dass trotzdem nahezu jeder biphasisch verlaufende Zyklus auswertbar ist, wurde die sympto-thermale Methode entwickelt. Die Methoden nach Rötzer und nach "Sensiplan" sind dabei die sichersten sympto-thermalen Methoden.

Hier wird zusätzlich zur Temperatur noch ein weiteres Körperzeichen hinzugezogen (nämlich der Zervixschleim oder der Muttermund). Das ermöglicht eine Lockerung der Regeln für die Temperaturauswertung, weil das zusätzliche Körperzeichen die Temperaturauswertung absichert. Wenn beide Körperzeichen (also die Temperatur und das Symptom, daher auch der Name sympto-thermal) ausgewertet werden können, dann ist der Eisprung sicher vorbei.

Der Pearl Index von "Sensiplan" liegt zwischen 0,3 und 0,6 bzw. 0,4.

Genaueres zu den Regeln der Basaltemperarturmethode und biologischen Hintergründen findest du mit Sicherheit beim Recherchieren im Internet.

LG

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