Barhufer im Galopp reiten?

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9 Antworten

Mit einem Barfusspferd kannst du mehr als mit einem beschlagenen Pferd. Allerdings ist das Galoppieren auf einem Waldweg nicht gerade sicher im Schnee. Ist nur Schnee drauf sollte es kein Problem sein - da greifen Barhufe viel besser als beschlagene Hufe. Wenn aber unter der Schneedecke Eis ist dann könntet ihr u.U. stürzen.

Ja, ich hatte auch Angst, dass sie ausrutscht, aber es war zum Glück nicht eisig. Ich muss mit ihr sowieso noch trainieren, dass sie stehen bleibt, wenn ich es ihr sage, aber das wird schon noch.

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Zunächst mal zur Sicherheits-/Gesundheitsfrage: Niemals würde ich es mehr wagen, ein beschlagenes Pferd im Schnee oder auf anderen nicht ganz griffigen Bodenverhältnissen zu galoppieren, meine Knochen sind mir dazu einfach zu viel wert. Wobei: Aus Gründen dessen, dass mir die Pferdegesundheit wichtig ist, würde ich eh nicht mehr auf ein beschlagenes Pferd steigen.

Dass sie bei so schönem Schnee mal ein hohes Tempo anbieten, ist durchaus legitim, ein guter Horseman lässt die Pferde auch ihre Meinung äußern - allerdings entscheiden darf der Horseman, ob man dem Spaß der Pferde nachgibt. Unsere sind neulich traumhaft getrabt und hatten richtig viel Vergnügen. Natürlich fragten sie im Galopp, ob sie schneller dürfen, allerdings war es sehr kalt, zu kalt im Gesicht und so entschieden wir, dass die beiden nur gedrosseltes Tempo galoppieren dürfen. Ob man das als Reiter entscheiden darf, ist eine Frage der "Durchlässigkeit", die grundsätzlich da sein muss, bevor man überhaupt angaloppiert. Alles andere ist einfach nur grob fahrlässig.

Du sprichst mir aus der Seele! Reite meine ja nur Barhuf und im Schnee gibt es echt nichts schöneres!! Sie geniesst es und äussert sich mit häufigem Schnauben. Und das Tempo ist eh keine Problem, da sie so cool ist und sich nur mit der Stimme zügeln lässt ...

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Statt dich zu fragen, ob du mit einem Barhufer galoppieren kannst, würde ich mich eher fragen, wie sinnvoll es ist, mit einem unausgebildeten Pferd auszureiten, zumal wenn man sich dann noch von einem spontanen Galopp des Pferdes überraschen lässt und sie nicht bremsen kann. Erstens ist das total gefährlich und nur weil die 20 Jahre zuvor alles gut gegangen ist, heißt das nicht, dass in Zukunft auch alles gut gehen wird. Zweitens, wenn du dich gerade darum bemühst, dem Pferd etwas beizubringen, War dieser Ausritt jetzt eindeutig kontraproduktiv, weil das Pferd jetzt mal gelernt hat, dass beim ausreiten einfach losgaloppieren okay ist. Du hast dir damit keinen Gefallen getan, zumal, wenn man von deiner frage schließen möchte, du noch recht am Anfang deiner Pferdebesitzerkarriere stehst.

Huhu,

was tust du mit einem unausgebildetem Pferd im Gelände? Nehme dir einen guten Trainer zur Hilfe, der mit dir das Pferd ordentlich ausbildet, oder gebe es in guten Beritt.

Dass die dir im Gelände unkontrolliert davon rennt, ist kaum ein Zeichen von Spaß. Eher könnte es Schmerz durch Verspannungen, einen unpassenden Sattel, das falsche Gebiss, fehlende Muskeln oder falsches Reiten zeigen. Wenn du das Pferd nicht unter Kontrolle hast, und du Tempo und wahrscheinlich auch Richtung nicht kontrollieren kannst, habt ihr im Gelände nichts zu suchen und es ist ein völlig verabtwortungsloses Verhalten von dir. Ein Pferd und ein Reiter, welche keine gute Ausbildung genossen haben, sind im Gelände falsch aufgehoben.

Ein Pferd, welches nicht gut ausgebildet ist und somit nicht gesund und in Balance gehen kann, rettet sich oft durch ein hohes Tempo um sich mit dem Reiter etwas besser ausbalancieren zu können.

Mit einem barhuf gehenden Pferd im Schnee unterwegs zu sein, ist überhaupt kein Problem, solange der Boden nicht glatt oder knochenhart ist. Ein Barhufer hat im Schnee viel besseren Griff, als ein Pferd mit Eisen und der Schnee stollt auch nicht auf. Ist man bei Schnee unterwegs, kommen Barhufer immer besser aus, als Pferde die Eisen tragen und sein Pferd barhuf laufen zu lassen, ist generell zu empfehlen, wenn die Hufbearbeitung stimmt.

Suche dir bitte auf jeden Fall einen Trainer, der die hilft, das Pony vernünftig und korrekt auszubilden!

Liebe Grüße

Das mit den Schmerzen dachte ich auch schon, aber mit ihr ist alles ok(Tierarzt). Ich habe schon bei ihren früheren Besitzern nachgefragt, ob sie bei ihnen auch so wild war, wenn Schnee lag und ja.

Sie ist 20 und lebte 20 Jahre lang bei einem anderen Bauern, wo nur manchmal Kinder sich einfach draufgesetzt hatte. Die Tochter hat es mit ihr schon geschafft, im Gelände mit ihr unterwegs zu sein, obwohl sie keine Hilfen oder so kannte.

Unausgebildet ist so gemeint, dass sie noch nie einen Bereiter gesehen hat und nur einfach so wer auf ihr oben gesessen ist. In dem Jahr bevor ich sie gekauft habe durfte sie halb wild leben. Also in der früh raus(keine Weide, frei) und am abend wieder rein. Zwischendurch wirde sie nie gestört. Und jetzt bei mir fühlt sie sich wohl etwas eingeengt, da sie jetzt in einer Weide lebt und tun muss, was ich ihr sage.

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@EvelynVeggy

Und genau aus den gründen die du gerade gesagt hast ist es unverantwortlich mit diesem pferd ins gelände zu gehen Such dir einen guten trainer das geht auch bei einem 20 jährigem pferd

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@EvelynVeggy

koksii hat hier völlig Recht. Gerade, weil dein Pferd nie richtig ausgebildet und erzogen wurde, brauchst du einen Trainer!

Auch, wenn sie schon zwanzig ist, ist es nicht verantwortlich, sich keinen trainiert zu holen, wenn du keine Erfahrung mit Jungpferden hast. Und sie wird wahrscheinlich noch schwieriger werden, als so manches Jungpferd, da die schon viele falsche Sachen kennen gelernt und verinnerlicht hat.

Auch, wenn man ihr das zwanzig Jahre hat durchgehen lassen, heißt das nicht, dass es ungefährlich ist.

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Mit dem "unausgebildeten" Pferd geht man, egal, ob jung oder alt raus, damit sie nicht in die Biegung müssen, bevor sie die Muskulatur dazu haben ... nur würde ich ein solches Pferd nicht angaloppieren, sondern eben auf dem Waldweg so lange gymnastizieren, bis Tragemuskulatur und Biegungsfähigkeit hergestellt sind und dann klappts auch mit der Bremse ;-)

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Natürlich.

Es wäre mir neu, dass Pferde bereits mit Hufeisen auf die Welt kommen. Insofern ist es kein Problem, wenn du dein im Schnee Pony barhufig reitest, bzw. gallopierst.

Danke für die Antwort. Ich dachte nur, dass es irgendwie nicht gut für die Hufe sein könnte... Da kann ich ja jetzt beruhigt sein.

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Also es ist eigentlich ok solange du die Hufe gut pflegst dürfte da nichts passieren

Wenn sie nicht ausgebildet ist würde ich gar nicht mit ihr ausreiten Und dass sie sich nicht durch parieren lässt sollte dir auch zu denken geben.

Im Trab lässt sie sich eh durchparieren, aber ich bin noch nicht mit ihr im Galopp geritten und habe mich geschreckt und konnte so gar nichts machen.

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Das ist sogar optimal,weil nichts aufstollen kann wie beim Beschlag. Aber sie sollte natürlich an DEINE Hilfen stehen und nicht einfach losrennen. Hattest Glück,das Dnichts weiter passiert ist. Pferde die einfach durchgehen,rennen auch mal auf die Strasse oder quer in den Wald,wo Du dann an einer Tanne kleben bleibst. . Sowas solltest Du unterbinden,auch wenn sie bei Schnee gerne mal etrwas aufdrehen.Steht sie nicht 100% an Deiner Hilfe,dann würde ich es erstmal vermeiden,im Gelände zu galoppieren.

Ja, sie ist normalerweise genau das Gegenteil und ich hab Mühe sie dazu zu bringen, sich von der Stelle zu bewegen. Darum hab ich mich total geschreckt, als sie auf einmal rennen wollte und bin nur mehr an ihr gehangen. So konnte ich sie gar nicht zum langsamer werden bringen.

Danke für den Rat.

Und ich wollte ja gar nicht galoppieren. Ich reite sie immer im schritt, da sie noch nicht so ganz gehorcht.

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@EvelynVeggy

;-)) . Naja,bei uns die Pferde haben auch ziemlich aufgedrerht,schon beim rausbringen. Vor allem die Hegste waren heut echt doof. Aber mit Konsequenz und ner Portion Strenge hält es sich im Rahmen ;-.))

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Mhm haben wildpferde Eisen trauf ? Können die gallopiern? :-) also manche fragen!

Der Titel ist etwas irreführen ist mir aufgefallen. Ich meinte: Mit Barhufer im Winter Galopp reiten?

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