Bankkauffrau / Bankkaufmann - was passiert wenn man die vorgesetzten Verkaufszahlen nicht erreicht?

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Ich habe Verwandte die im Bankbereich arbeiten und die berichten von den Schikanen die sie und ihre Kollegen dann ausgesetzt sind. Das Mitarbeitergespräch ist da nur die erste Stufe. Sodann werden manchmal hausinterne Hitlisten veröffentlicht und wer da ständig an letzter Stelle steht, muß mit dem Spott der Kollegen leben. Auch ist beliebt, angeblich unfähige Mitarbeiter durch Versetzungen mürbe zu machen.

Eine verhaltensbedingte Kündigung hingegen dürfte eher selten vorkommen. Die arbeitsrechtlichen Hürden sind nämlich sehr hoch und kaum vom Arbeitgeber gerichtsfest belegbar. Falls gekündigt wird, dann eher durch betriebsbedingte Kündigung aufgrund Umstrukturierung. Dafür aber besteht bei sehr vielen Filialbanken derzeit Anlaß. Die Konkurrenz der reinen Onlineanbieter vermiest da die Geschäfte.

Kann ich vollumfänglich bestätigen, auch bezüglich der Versetzungen.

Ergänzend: Häufig gibt es Zielvereinbarungen, und wenn die nicht erreicht werden, dann gibt es Abstriche bei der Tantieme. Wer die Zahlen nicht bringt, kann auch auf die nächste Tarifstufe lange warten. Die Bankarbeitgeber versuchen seit vielen Jahren, die Festbestandteile der Gehälter zu reduzieren und in Richtung erfolgsabhängiger Vergütungen zu verschieben. Das würde natürlich katastrophale Auswirkungen auf die Beratungsqualität haben.

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Hallo, Danah44! Ja, den Verkaufsdruck gibt es sicher, und der treibt bestimmt auch in Einzelfällen sehr seltsame und bestimmt nicht gut zu heißende Blüten ... aber man muss sich auch mal vor Augen führen, was dahinter steht:

1.) Eine Bank ist ein Wirtschaftsbetrieb und kein Amt, soll heißen eine Bank lebt von Erträgen und bezahlt davon Mitarbeiter und sonstige Kosten - wie jeder Betrieb halt auch. Notwendigerweise müssen auch bei Banken die Erträge größer sein als die Aufwendungen. Das ganze muss geplant werden und dabei kommt dann ein Betrag X raus, den die Bank im Jahr verdienen muss, platt formuliert um zu überleben. Neben ein paar anderen Möglichkeiten (die in den vergangenen Jahren massiv eingeschränkt wurden) ist eine der Hauptertragsfelder eben das Geschäft mit den Kunden und daraus ergibt sich, dass man die Ziele für die einzelnen (Markt)Mitarbeiter daraus ableitet - der Mitarbeiter muss verschiedene Produkte verkaufen und die Bank erhält die Erträge (Zinsen, Gebühren usw.) daraus.

2.) Wie schon von einem Kollegen gesagt ist ein Marktmitarbeiter genau dafür eingestellt - seine Aufgabe ist es, Geschäft mit dem Kunden zu machen - leider ist es heutzutage so, dass jeder für eine gute Beratung froh ist und die auch erwartet, aber nichts dafür bezahlen will - da geht man dann lieber ins Internet und schließt dort ab weil es etwas mehr Zinsen gibt, nachdem man sich bei seiner Bank vor Ort hat beraten lassen - das Problem haben aber viele Dienstleister anderer Berufsgruppen auch. Ob ich persönlich das okay finde oder nicht, darüber muss man nicht diskutieren, unter dem Strich ist es deswegen aber so, dass ein guter Berater heute auch ein guter Verkäufer sein muss - es nutzt nichts, regelmässig gute Beratungen zu machen, aber kein zählbares Geschäft. Und wenn er das nicht ist, erfüllt er seine Aufgaben nicht und damit müssen andere das Fehlende mitverdienen - der Druck steigt für alle. Deswegen kommen manche eben "ins Kreuzfeuer" - von allen Seiten. Und am Ende muss der Kunde ja auch noch sagen "ich will" ...

3.) Thema Ziele an sich: hier wird oft über "Erreichbarkeit der Ziele" diskutiert - und das kann ich gut nachvollziehen. Leider herrscht bei vielen die Einstellung vor, dass wenn man im Jahr 1 eine Steigerung von 5% geschafft hat, dann machen wir im Jahr 2 10% usw. - dass aber vielleicht der Markt das nicht mehr hergibt, darüber wird oft wenig nachgedacht. Auch finde ich werden die Kenntnisse der Marktleute bei der Zielbildung oft zu wenig gehört - das macht man im stillen Kämmerchen und bricht die einfach runter - weil es einfacher ist und schneller geht. Und es ist oft zu starr - alle das gleiche ... das könnte man auch anders machen. Ich bin grundsätzlich ein Freund von Zielen aber nicht davon, wie die am bzw. für den Markt gebildet werden, da macht man sich m.E. oft zu wenig Mühe - von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen, dass die Kollegen damit Probleme haben. Und ich bin der Meinung, dass das Arbeiten mit Zielen eine individuelle Kommunikation benötigt - jeder MA ist da anders aber das kostet auch Zeit und erfordert entsprechende Kenntnisse und Einstellungen, die manchmal nicht vorhanden sind (das weiß ich aus Erfahrung ;-) ).

Unter dem Strich: ja, es gibt den Verkaufsdruck - aber den gibt es überall (zum Vergleich: ein Autoverkäufer z.B. muss Autos verkaufen und nicht Probefahrten ...) und man muss auch beide Seite sehen - ist leider so und leichter wird es in Zukunft bestimmt nicht ... ob es einem gefällt oder nicht, wir werden das nicht ändern können.

Gruß Don

Das Thema ist leider nicht neu. In der Regel wird der Druck verstärkt, es werden "Sonderschulungen" angesetzt, man steht unter Beobachtung und die "besseren" Kollegen werden als gutes Beispiel herangezogen. Viele Bankaufleute beugen sich irgendwann dem Druck und kündigen freiwillig.

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