Bankenverstaatlichen oder reichen Regularien aus?

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5 Antworten

Also prinzipiell lassen sich Bankgeschäfte nie endgültig absichern. Das liegt in der Natur der Sache, dass Kreditgeschäfte (besser Werttransfergeschäfte in der Zeit) immer ein Risiko beinhalten. Auch gegen kriminelle oder halbkriminelle Machenschaften sind Kreditgeschäfte anfälliger als direkte Tauschgeschäfte, weil gelogen wird, verschwiegen wird usw. um möglichst günstig an Werte zu kommen, die man selbst nicht hat. Darum ist eine gewisse Größe von Banken als Einlage- und Vergabepool eine Sicherheit für den Kunden, weil in der Größe die Möglichkeit eines Risikoausgleichs liegt. Die nächste Frage ist, wie deutlich verschiedene Geschäftsmodelle der Bank (reines Konsumkreditgeschäft, direktes Investitionskreditgeschäft, Finanzmarktgeschäfte standard, Auslandsgeschäft, Finanzmarktgeschäfte hochrisikoreich (Finanzwetten)) getrennt und verschieden abgesichert sind. Hochrisikoreiche Geschäfte benötigen eine eigene Absicherung und dürfen nicht mit "normalem Bankgeschäft" gekoppelt und gesichert sein. Vor allem dürfte nicht erlaubt sein, dass Finanzinstitute so groß werden, dass ihre Risiken im Falle des Scheiterns den Finanzmarkt mit in den Abgrund reißen.

Warum ist das dann nicht so? Vielleicht gibt der folgende Beitrag ein Feeling dafür, wie die Realität der Verflechtung von Politik und Finanzwelt aussieht und warum manche Politiker nach vorne auf die Banken schimpfen und im Hinterstübchen mit ihnen Party feiern.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/10/der-fall-monte-dei-paschi-die-sparer-europas-muessen-italiens-banken-retten/

Also wird das Problem doch nur verlagert bzw. verschleiert. Oder liege ich bei meiner Recherche falsch?

Ja und nein. Sagen wir mal so, es löst nicht das Grundproblem. Es wird nur noch Komplizierter und gerade die Extreme Komplexität ist der Grund warum selbst Bänker schon lange nicht mehr Durchsehen und somit einzelne Gruppen den Markt destabilisieren können und das nur aus Habgier.

Wäre es dann nicht sinnvoller, alle Großbanken zu verstaatlichen?

Das würde nichts bringen wenn diese dann Genauso handeln wie die Privaten heute.

Ich persönlich finde diese Regulierungen nicht effektiv,

Wieso sollten sie den auch. Ein paar der Leute oder fast alle die für die Kriese verantwortlich sind, sitzen im Experten Gremium (glaube 8 Personen), das die EU beim Lösen des Problems beraten soll. Diese sagen aber natürlich nur das was für deren eigene Pläne und Geschäfte gut ist, nicht das was für das System gut ist.

Ein weiteres Problem ist, das die Krise nur Passiert ist weil bereits bestehende Regulierungen nicht eingehalten oder umgangen wurden. Leeman oder Die Deutsche Hypo Real Estade sind bei Krisen beginn bereits Bad Banks gewesen und hätten somit überhaupt keine System Relevanz haben dürfen.

Es gäbe einen Radikalen aber einfachen weg das Problem zu Lösen. Man spaltet Banken auf. Einer Ist nur berechtigt ganz Banale Bank Geschäfte zu machen (Gelt lagern (Konto), Überweisungen, Fremdwährungen ausgeben), also nur das was man für ein Finanzsystem braucht.

Alles andere wird in einer Separaten Bank gehandelt deren Geschäfte sich nicht auf den Markt Auswirken dürfen und wie Spielcasinos besteuert werden. Da die meisten Sachen heutzutage ehr Glücksspiel sind, als Seriöse Anlagen.

Hinweis: Laut TV liegt auf den Konnten von einem Teil der Erd Bevölkerung, mehr Geld als die Länder der Welt zusammen an schulden haben.

Du musst dabei bedenken, dass die meisten Banken in Deutschland ( auch schon vor der Finanzkrise ) staatlich sind. Ca drei Viertel des Bankensektors in sind hier staatlich oder halbstaatlich organisiert.

Staatliche Banken sind nicht besser oder schlechter als private Banken. Tatsächlich ist es so, dass hierzulande die meisten Bankenskandale in staatlichen Banken passieren. Und die hohen Kosten der Bankenkrise stammen auch daher, dass der Staat als Eigentümer dann zu Kasse gebeten wird. Kommt es zu einer Banken-Krise, gibt es drei mögliche Parteien, die die Kosten tragen können: die Inhaber, der Staat oder die Kunden. Bei einer staatlichen Bank bleiben nur der Staat und die Kunden. Und da in Deutschland einige Staatsbanken vor dem Bankrott stand, musste der Staat als Inhaber Milliarden nachpumpen.

Und das die Kosten der Finanzkrise nur auf die Steuerzahler abgewälzt werden, wird zwar immer bereitgetreten, ist aber so ohne weiteres nicht wahr. In den USA wurde über 100 Banken geschlossen, die Rettung fon Fannie Mae und Ciibank haben der Regierung Gewinne in mehrstelliger Milliardenhöhe eingebracht und die Inhaber der HRE in Deutschland waren über ihre "Rettung" so glücklich, dass die dagegen bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt haben.

Die Verstaatlichung bringt nur dann etwas, wenn an der privaten Eigentümerschaft alle Probleme hängen.

Also : Wären die deutschen Banken nicht privat sondern in Staatsbesitz, hätten alle Immobilienschuldner in den USA ihre Kredite zurückgezahlt. Sie haben nur nicht - aus reiner Boshaftigkeit - zurückbezahlt, weil die Banken weltweit im Privatbesitz sind.

Also : Griechenland hätte , wenn alle Banken im Staatsbesitz gewesen wären, entweder weniger Schulden gemacht, oder die Schulden wenigstens zurückbezahlt.

Du siehst, alleine diese zwei Beispiele zeigen, die Probleme mit denen Banken kämpfen sind sysemimmanent und nicht eigentümerabhängig.

Als Gegenprobe kann man sich doch die Banken in Deutschland anschauen. Würde eine Verstaatlichung etwas bringen, häten in der Krise alle Landesbanken hui und alle Privatbanken pfui sein müssen. Die Grenze verlief aber quer durch alle Lager.....

Fazit : Schnellstmöglich die Illusion aufgeben, man können bestimmte Dinge durch irgendwelche Eingriffe ändern.

Ich finde da liegt du genau richtig ...egal was die Politiker beschließen der Bankkunde wird so oder so zur Kasse gebeten ! Solange der Staat abhängig von den Banken ist wird sich da auch nichts ändern ....... Auch eine Verstaatlichung würde nichts bringen da es hier wohl eher zur Vetternwirtschaft kommen wird ... Siehe BER .... die bringen auch nichts auf die reihe obwohl die Politik da mitwirkt !

Man müsste eher die Entscheidungsträger sprich Vorstand einer Bank bei einer drohenden Pleite in die Pflicht nehmen...... evtl.... Berufsverbot über 5 Jahre ...... Einziehung des Vermögen .....erst wenn man dem Vorstand selbst ans Geld geht wird sich das nicht mehr widerholen ......

PlueschTiger 07.06.2014, 20:36
erst wenn man dem Vorstand selbst ans Geld geht wird sich das nicht mehr widerholen ......

Hofft man, aber leider hören bei Geld etliche Menschen auf zu denken.

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