bank verstaatlichen

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6 Antworten

Läuft die "verstaatlichte Bank" gut, dann bekommt der Fiskus (=Steuerzahler) Gewinnanteile. Läuft sie schlecht, legt der Steuerzahler drauf. Bei der Griechenlandkiste und bei der letzten Finanzkrise waren es vor allem staatliche und halbstaatliche Banken, die besonders heftig in die Miesen kamen. Im schlimmsten Fall bekommen die Manager eine saftige Abfindung und gute Rente vorzeitig. Sowas würden sich viele Normalarbeitnehmer wünschen. Mist bauen und gut finanziert heimgehen. Der Grund ist einfach: In den Aufsichtsgremien sitzen Politiker, die keine Ahnung haben und denen die Manager viel erzählen können. Geht es schief, trennt man sich gütlich (siehe oben) und vermeidet, dass schmutzige Wäsche gewaschen wird. Siehe Huber, CSU und Bayernbank, kann man aber bei NRW oder Schleswig-Holstein und NordLB beliebig fortsetzen.

Hier wird viel von Kapitalismus geredet. Aber das Grundprinzip, dass der Kapitalhalter bei Erfolg eine Rente für das Risiko bekommt und das Risiko tragen muss, wenn es negativ ausgeht, ist in Bezug auf die Großbanken doch längst ausgehebelt. Das hat damit zu tun, dass Staaten eigentlich gar keine Großbanken zulassen dürften, weil sie dann erpressbar sind. Und dann haben wir die jetzige Situation: Die Manager der Großbanken machen riskanteste Spielchen und der Bürger haftet, schlimmstenfalls werden sie mit guter Abfindung in Rente oder zur nächsten Bank geschickt. Wenn Verstaatlichung immer so als antikapitalistisches Heilmittel gepriesen wird, habe ich die Frage:

Welcher Politiker egal welcher Partei musst schon mal haften für den finanziellen Schaden, den er angerichtet hat? Die Politik hat bewusst vermieden, dass es ein Gesetz gibt, wonach sie für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden können. Sloterdijk hat Recht: Wir haben keinen wirklich demokratischen Staat, wir haben nur neue Feudalherren, die sich mit leeren Sprüchen um die Fleischtöppe kloppen (Wahlkampf) und Europa gegründet haben, um die ausgedienten Parteigenossen weiter gut im Futter zu halten. In beiden Arten von Feudalismus musste immer der Bürger zahlen und hatte nicht wirklich was zu sagen.

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Kommentar von Ontario
12.10.2011, 20:56

Da kann ich nur voll zustimmen. Nicht nur Huber, auch Stoiber und andere Genossen gehören an den Pranger gestellt. Die sitzzen in den Aufsichtsräten, kassieren dafür ordentlich Geld und wenn es ans Eingemachte geht, dann stellen die sich unwissentlich. Haben keine Ahnung und der Vorstand ist angeblich schuld an der Misere. Dann muss man sich doch fragen, warum Ahnungslose in den Aufsichtsräten sitzen ? Banken werden verstaatlicht, weil die Manager die Bank an die Wand gefahren haben. Dafür kassieren sie ordentliche Abfindugen in Millionenhöhe. Letzendlich muss der Steuerzahler bei den verstaatlichten Banken für das Missmanagemant der Banker zahlen. Das hat mit Kapitalismus nichts mehr zu tun, das sind staatlich sanktionerte Mafiamethoden. Alle kassieren ab und derjenige, der keinen Einfluss auf diese Machenschaften hat, zahlt die Zeche. Du und ich ! Es gibt keinerlei Ansätze, dass dieses kriminelle Tun auch nur ansatzweise unterbunden wird. Die Banken verkaufen nach wie vor, faule Zertifikate, obwohl uns die Finanzkrise hätte vor Augen führen müssen, dass Handlungsbedarf dringend notwendig ist. Man trifft sich im Kreis bei Sekt und Kaviar, lässt den dummen Bürger zahlen und sonnt sich in einem sorgenlosen Leben, abseits davon, was der kleine Mann verloren hat. Das ist die Politik unserer Zeit und wir wählen immer wieder diejenigen, die dafür verantwortlich sind, aber keine Folgen befürchten müssen.

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Mehr oder weniger werden die Anteilseigner enteignet und der Staat übernimmt die Anteile. Natürlich keine entschädigungslose Enteignung.

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Wird eine Bank verstaatlicht, dann übernimmt der Staat di Geschäfte und wird Haupteigentümer der Bank.

Im Zuge der Rekapitalisierung der letzten Jahre wurden auch Garantien und Haftungen für Banken übernommen um eine Verstaatlichung zu vermeiden. http://www.mein-wirtschaftslexikon.de/r/rekapitalisierung.php

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Das bedeutet heutzutage, dass, solang eine Bank private Eigentümer hat, die Anteile an dieser Bank besitzen (Aktionäre) und Gewinne gemacht werden, diese dann diese Eigentümer anteilmäßig erhalten.

Geht etwas schief, und es entstehen große Verluste, wird die Bank verstaatlicht, das heißt, die Steuerzahler, also du und ich und wir alle, dürfen für den Schaden aufkommen, weil die Sparer ja ihr angelegtes Geld nicht verlieren sollen.

lg

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Das geschieht ja meist nur, wenn es der Bank ganz mies geht und bedeutet damit in letzter Konsequenz, dass wir doofen Steuerzahler die Zeche übernehmen müssen, weil die Banker zwar fette Boni kassiert, aber ihren Job hundsmiserabel gemacht hatten.

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Dann ist der Staat der größte Anteilseigner.

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