Bandagen bei Arthrose?

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5 Antworten

Hallo, 

leider sind Bandagen immer schädlich. Nicht nur bei 30°C. Grade einem Pferd mit Arthrose sollte man das nicht zumuten. 

Ein Arthrose-Pferd braucht nicht unbedingt was, was ihn warm hält. Mein Wallach hat sehr starke Arthrose und geht im Winter nicht mal in den Stall (Offenstallhaltung), sondern wuselt immer irgendwo weit weg auf der Wiese rum. 

Bei Arthrose kannst du dein Pferd anders unterstützen z.B indem du Teufelskralle und Ingwer zufütterst. Wirkt entzündungs - und schmerzhemmend. Vor allem Ingwer wird total unterschätzt. Das hat manchmal die Gleiche und dafür noch schonendere Wirkung als in Schmerzmittel. Ansonsten gilt für ein Arthrose-Pferd viel Bewegung auf vor allem festen Untergrund. Das heißt, sollte dein Pferd in der Box stehen, dann in einen Offen - oder Aktivstall wechseln. 

Ansonsten würde ich mir noch eine Tierheilpraktikerin suchen, die speziell für dein Pferd angepasst einen Trainings-Plan erstellt und je nachdem Akupunktur,  Homöopathie und/oder eine Stoßwellentherapie durchführt. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Sie steht bei Wind und Wetter auf einem Paddock. Die Arthrose wirft bei uns keine Probleme auf, da sie sich keine Schmerzen oder sonstiges hat :) Danke :)

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@Daisy20051998

Na dann kannst du die Bandagen ja 3x weglassen. Es würde wirklich nur zu noch mehr gesundheitlichen Problemen führen. 

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Wärme kann vielleicht 2 bis 5% der Beschwerden lindern, doch schafft es mit einem Risiko, das ich mit > 70% beziffert gelesen habe, die Disposition zu Sehnenverletzungen durch die Erwärmung. Und dabei ist es völlig egal, ob nun Sommer oder Winter ist, innerhalb 5 min nach Anlegen sind wir auch im Winter locker bei Temperaturen, die das Sehnengewebe verkleben. Und dann? Ein sehnenverletztes Pferd mit Arthrose? Klingt jetzt noch weniger prickelnd als ein Arthrosepatient, der gesunde Sehnen hat.

Das A und O bei Arthrosen ist Bewegung des betroffenen Gelenks, aber halt in seiner korrekten Achse. Oft sind ausgerechnet Arthrosepferde beschlagen, was das Problem in keinster Weise löst, sondern im besten Fall vertagt, meist jedoch verschlimmert. Wenn sie einen wirklich physiologisch korrekten Barhuf haben, findet die Bewegung schonend statt. Dann muss man ihnen eben noch Gelegenheit zur Bewegung geben - Aktivstallhaltung oder Paddocktrail oder wie sie alle heißen ist hier das anzustrebende Ideal.

Ingwer kann akute Entzündungen lindern, sollte aber definitiv nur über einen kurzen Zeitraum gegeben werden.

Jeden Tag 10 bis 20 getrocknete Hagebutten, bei nasskaltem Wetter (Herbst mit Regen), auch mal bis zu 30 Stück (1 Stück wiegt etwa ein Gramm) haben zwar auch Zucker, aber helfen, die Beweglichkeit zu verbessern. Schuld sind die Galaktolipide in der Schale der Früchte.

Wenn es im Winter trocken kalt ist, ist es eh kein Problem für die Gelenke. Auch bei minus 20 Grad können unsere Arthrosepatienten sehr weich und locker laufen, nur bei so 0 bis plus 5 Grad und langanhaltendem Regen werden sie steifer, was wir aber mit ein paar mehr Hagebutten locker abfangen können.

Meinen Wallach bekam ich mit 12 Jahren und nach nur einer Stunde Box konnte der fast nicht mehr laufen. Mit 15 zog er in den Aktivstall ein und seitdem sind diese Beschwerden nie mehr Thema gewesen.

Ich halte das nicht für sinnvoll.. 

Reite dein Pferd im Schritt länger warm...  Gieb ihm was mit übers Futter Ingwer...  

Ich habe bei mir auch ein Par Arthrose Pferde stehn und die laufen Problemlos draußen mit Rum auch im Winter 

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