Bahncard 100 nur für Geschäftsleute oder auch für den Normalverbraucher? Billiger als Auto?

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4 Antworten

Das kommt ganz darauf an, wie viel man fährt. Wenn man öfters weitere Strecken reist und niemanden mitnimmt, kann die BC100 lohnenswerter als ein Auto sein.

Auch wenn die eigentliche Frage schon beantwortet ist - es gibt ein Blog, in dem ein Bahncard-100-Besitzer, der diese Karte sowohl für die tägliche Fahrt zur Arbeit als auch für Wochenendausflüge und Urlaubsreisen benutzt, über seine Erfahrungen berichtet: www.bclog.de

Für solche Vielfahrer ist die Bahncard 100 wirklich ein konkurrenzlos günstiges Angebot.

Rechne Dir aus, wieviel km Du im Jahr zurücklegst, die Du mit der bahncard abdecken könntest. Dann rechne wieviel diese km mit der DB kosten würden. Jetzt kannst Du die Kosten der 100% -Bahnkarte dagegen rechnen. So einfach ist das.

Ich kenne niemandem, bei dem sich die DB zeitlich oder finanziell rechnen würde. 

Dazu kommt das Problem mit den ständigen Ausfällen/Verspätungen/Streiks. Bist du ständig zu spät, erhältst du als Angestellter Abmahnungen und Kündigung, als Selbständiger Verdienstausfall und Kundenabwanderung. 

Summergirl2002 20.03.2015, 18:03

Also der Mann von meiner Schwester meinte dass die Bahn sehr zuverlässig ist und er meistens immer pünktlich gekommen ist und in diese 3 Jahre keine Probleme hatte davor hat er Auto gehabt und mit der Bahncard spart er eine Menge Geld so war seine Aussauge, ausser 2x wegen Streiks da müsste er Auto mieten , weil es sich um ein Notfall handelte ansonsten sind Sie sehr zuverlässig aber durch die Bahncard 100 und die Bahn Bonus Comfort Card hat er auch bei den Autovermietungen vergünstigen Rabatt 

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Fraganti 21.03.2015, 15:05
@Summergirl2002

Na, wenn er meint... alleine die Liste der täglichen, baubedingten Ausfälle/Verschiebungen der Bahn ist immer endlos. Dazu kommen Wetter und Pannen bedingte Ausfälle. Gestreikt wurde alleine im letzten halben Jahr auch an weit mehr als nur 2 Tagen. 

Die Bahncard 100 2. Klasse kostet im Jahr 4100€, dazu zahlt er, wie du sagst, 1500-1700€ für Nutzung der Bahncard 50 deiner Schwester und Bahncard 25 deines Neffen drauf. (Enkel wäre das Kind deines Kinds, du wärst also Oma, wenn du einen Enkel hast. Du bist aber die Tante des Kinds deiner Schwester und das Kind deiner Schwester ist dein Neffe oder wenn das Kind weiblich ist: deine Nichte.)   

Auch Bahncard 50 und 25 kosten eine Jahresgebühr. 

Macht also alles zusammen knapp über 6000€ im Jahr kosten für deinen Schwager und dazu muss er sich immer wieder mal Leihwagen/Taxis nehmen, bzw. sich sonstigen Ersatzverkehr organisieren, der ihn natürlich auch noch mal Geld kostet.  

Hier mal ein paar Beispiele:

Knapp über 6000€ jährlich sind mehr als die Betriebs- und Wartungskosten eines Rolls Royce Phantoms, inkl. Steuer, Versicherung, Treibstoff bei 1000km pro Monat. Und wir sprechen nicht von einem normalen Auto, sondern von einem sauteuren Rolls Royce! 

Mit einem Mercedes C 200 Kompressor 184PS sind knapp über 6000€ jährlich über 40.000km Laufleistung im Jahr und es gibt deutlich bestriebsgünstigere Wagen als einen Mercedes C 200 Kompressor mit 184PS. 40.000km im Jahr ist dazu richtig richtig viel - einmal um die Erde. So viel fahren eigentlich nur Handels- und Versicherungsvertreter, die jeden Tag zig Kunden besuchen, die weit verstreut in einem großen Gebiet ansässig sind.  

Rechnen wir mit einem Opel Vactra 1.9CDTI 101PS, sind knapp über 6000€ sogar über 60.000km im Jahr.  Er ist ja kein LKW-Fahrer, der für das Fahren an sich bezahlt wird. Neben der normalen Arbeit hat er gar keine Zeit über 60.000km im Jahr zurück zu legen. Alternativ wären knapp über 6000€ jährlich zwei Opel Corsa D 1.4 LPG 90PS mit je über 40.000km Laufleistung pro Jahr und wie gesagt, sind auch 40.000km im Jahr schon extrem viel. 

Dazu kommt noch, dass er die Pendlerpauschale je einfachen Km Arbeitsweg und/oder den Kilometer-Kostenersatz  je Km der Dienstfahrten steuerlich geltend machen könnte. Er bekäme also einen deutlichen Teil der Fahrzeug-Betriebskosten zurück, indem er weniger Einkommenssteuer nachzahlen muss, bzw. mehr Steuerrückerstattung erhält. 

Die Bahncard 100 kann gar nicht steuerlich anrechnen, wenn er vom Arbeitgeber eine Bahncard 50 hat! Wieso gibt ihm der Arbeitgeber die überhaupt, wenn dein Schwager selbst schon eine 100er besitzt?! Keine Ahnung, was die da für einen Unfug betreiben, aber sie werfen beide große Mengen Geld unnütz zum Fenster raus. 

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Summergirl2002 21.03.2015, 16:56
@Fraganti

Nein von Arbeitgeber hat er keine Bahncard 50 bekommen, sondern er bekommt dass Geld welches eine Bahncard 50 1. Klasse kostet am Ende des Jahres zurückerstattet plus die Dienstfahrten bekommt er zurückerstattet von Chef und dabei zahlt er jährlich zwischen 1500 - 1700 € drauf. Er selber kann sich eine Bahncard 100 kaufen oder Bahncard 50 kauft, dass interessiert den Chef nicht. Am Jahresanfang trägt er die Kosten für die Bahncards alle selber.

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