Bafög und ALG 2 (Bedarfsgemeinschaft)?

7 Antworten

Ohne das es Auswirkungen auf dein Bafög - hat,darfst du nur monatlich bis zu 450 € Brutto dazu verdienen bzw.im Jahr nicht mehr als 5400 € Brutto verdienen !

Ob du jetzt schon aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus wärst kann man erst sagen wenn man wüsste was dir an Bedarf nach dem SGB - ll zustehen würde und was du außer deinen angenommenen 420 € Bafög + min.192 € Kindergeld noch an Einkommen hättest.

Man müsste also z.B. auch wissen wie viele Personen insgesamt in der Wohnung leben und was deine Mutter für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ohne den monatlichen Abschlag für den normalen Haushaltsstrom ) zahlen muss.

Angenommen ihr würdet nur 2 Personen sein,deine Mutter muss 500 € für die KDU - zahlen,du hast außer deinen 420 € Bafög - und die derzeit 192 € Kindergeld kein weiteres Einkommen,dann läge dein Bedarf derzeit bei min.327 € ( 18 - 24 Jahre ) Regelsatz für den Lebensunterhalt + dein KDU - Kopfanteil,der dann 250 € ( 50 % ) von der Warmmiete betragen würde.

Dein Bedarf würde dann bei monatlich min.577 € liegen.

Von deinen 420 € Bafög - zieht dir das Jobcenter theoretisch einen Freibetrag von 100 € ab,dieser soll deine berufsbedingte Aufwendungen abdecken die dir entstehen,sollten diese Aufwendungen tatsächlich höher und unabweisbar sein,dann müsste das nachgewiesen werden,somit könnte sich dann dein anrechenbares Einkommen nochmal verringern.

Wäre das nicht der Fall,dann blieben von den 420 € Bafög - 320 € anrechenbares Einkommen und dazu kämen die 192 € Kindergeld,du hättest dann ein anrechenbares Einkommen von 512 € und könntest deinen Bedarf noch nicht aus eigenem Einkommen decken,würdest dann also weiterhin zur BG - deiner Mutter gehören.

Sie würde dann in diesem Beispiel noch eine Aufstockung von ca.65 € monatlich für dich bekommen.

Wenn du jetzt monatlich noch zusätzlich 450 € Brutto verdienen würdest und dann auch ohne Abzüge aufs Konto bekommen würdest,dann stünden dir darauf nur noch deine Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll von 20 % zu,die über diesen 100 € Freibetrag liegen,weil diese schon bei deinem Bafög - berücksichtigt würden.

Demnach würden dir dann bei 450 € Brutto und 20 % nur noch 70 € an Freibetrag zustehen,es blieben dann also noch 380 € an zusätzlichen anrechenbarem Einkommen übrig.

Dann würdest du in diesem Beispiel dann 512 € aus Bafög + Kindergeld haben + diese 380 € vom Erwerbseinkommen,dein gesamtes anrechenbares Einkommen läge dann bei 892 € pro Monat und dein Bedarf bei 577 €.

892 € - 577 € = 315 € über deinem Bedarf !

Deshalb würdest du dann dein Kindergeld von 192 € nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen und das Jobcenter würde das Kindergeld dann wieder als Einkommen deiner Mutter werten und nach Berücksichtigung von 30 € Versicherungspauschale und ggf.weiteren absetzbaren Aufwendungen wie z.B.eine KFZ - Haftpflicht mindernd auf ihren Bedarf anrechnen,ihre Leistungen würden dann also dementsprechend gekürzt.

Sie kann dann also dein Kindergeld nicht mehr für deinen Unterhalt verwenden und muss es für sich selber einsetzen,weil du es wie gesagt zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest.

Du hättest dann also nur noch deine 420 € Bafög + deine 450 € Erwerbseinkommen = 870 € pro Monat.

Von diesen 870 € müsstest du dann deinen KDU - Kopfanteil von angenommen 250 € und den Kopfanteil für den normalen Haushaltsstrom selber an deine Mutter zahlen,dir blieben dann ggf.noch um die 600 € pro Monat.

Davon müsstest du ihr dann noch einen angemessenen Teil an Kostgeld für deine Verpflegung und Versorgung zahlen oder das dann selber übernehmen,der Rest wäre dann deine und damit musst du dann deine sonstigen Aufwendungen bestreiten.

Ist ja lustig 😊.Mama hat schuld. Du bist 20.Jahre alt! Wenn du eine Arbeit findest
und noch nebenbei ausgebildet wirst ist doch super . Nehme dein Geld und suche eine eigene Wohnung! Ca. 300€ brauchst du zum leben. Der Rest geht drauf für Miete Strom Versicherung Smartphone usw. Da ist nichts mehr mit Party. Warum nehmen alle Leser das so hin? Aber wählen gehen kannst du ja auch.

Lange Rede kurzer Sinn. Ihr seit eine Bedarfsgemeinschaft. Egal wer was an Geld bekommt es wird immer zusammen gerechnet. Selbst wenn du einen Job hast und 3000€ verdienst bekommt deine Mutter nichts mehr vom Amt.Also Wohnung nicht mehr Hotel

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Das Kind zählt nur solange zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) der Mutter,solange es seinen eigenen Bedarf nicht mit seinem anrechenbaren Einkommen decken kann !

Kinder sind im SGB - ll ( ALG - 2 ) Bezug ihren Eltern / Geschwister mit ihrem Einkommen nicht zum Unterhalt verpflichtet,eine Ausnahme bildet hier nur das evtl.bezogene Kindergeld für das jeweilige Kind.

Wenn das Kind seinen Bedarf mit seinem anrechenbaren Erwerbseinkommen ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken kann,dann ist es aus der BG - raus und der nicht mehr benötigte Teil des Kindergeldes wird wieder Einkommen der Mutter bzw.der Eltern.

Dann wird dieser Teil bzw.max.das volle Kindergeld auf den Rest der BG - angerechnet,ggf.können dann noch 30 € Versicherungspauschale und weitere Aufwendungen wie z.B.eine eigene KFZ - Haftpflicht Versicherung abgesetzt werden,wenn dies nicht schon bei anderem z.B. eigenem Erwerbseinkommen berücksichtigt worden ist.

Die Mutter bzw.die restliche BG - würde dann also ihre Leistungen weiter bekommen,nur der Teil der Leistungen für das Kind würden entfallen.

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Sag ich doch ganz deutlich auch ohne SGB 2. Wenn mann zusammen wohnt wird das Geld auch zusammen gerechnet ist doch ganz einfach.

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Alle Leser nehmen das so hin weil keiner sie nach ihrer Meinung gefragt hat. Sondern nach einer Antwort auf die Frage. Vielleicht solltest du deinen Aufenthalt auf dieser Seite mal überdenken.

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Ja das stimmt. Wenn aber jemand eine BG mit mir gründet ist es nun mal so egal ob Partner oder anderes. Natürlich ist er nicht Unterhaltspflichtig. Aber das Wort Bedarfsgemeinschaft sagt doch alles. Das war auch nicht seine Frage. Er ist 20 Jahre alt und wohnt mit seiner Mutter in einer Wohnung. Also wird sein Geld auch angerechnet. Ganz einfach. Zieht er aus hat er sein Geld für sich zu verfügung.

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