Bafög rückwirkend wegen Fehlers bei der Unterhaltsberechnung?

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2 Antworten

Im BAföG-Bescheid wird lediglich festgehalten, ob Eltern aufgrund ihrer Einkommen "leistungsfähig" wären zu Unterhaltszahlungen, und falls ja in welcher Höhe.... Die darin genannte Höhe entspricht der Berechnung nach dem BAföG, die nicht unbedingt der Höhe nach dem Unterhaltsrecht entspricht. 

Aus dem BAföG-Bescheid ergibt sich also noch keine Verpflichtung für die Eltern, Unterhalt zu leisten. Diesen müsste das "Kind" also erst einmal einfordern - nach dem geltenden Unterhaltsrecht.

Auf die Unterhaltsforderung an die Eltern hast du für das erste und zweite Semester freiwillig verzichtet, ansonsten wäre ggf. schon vorher aufgefallen, dass du an sie keinen Unterhaltsanspruch hast.

Da ich wegen 50€ den Familienfrieden nicht zerstören wollte, habe ich auch keinen Vorrausleistungsantrag gestellt.

Um Vorausleistungen zu erhalten, hättest du ohnehin erst einmal nachweisen müssen (z.B. durch Beleg eines Einschreibens...), dass du die Eltern (schriftlich) zu Unterhaltszahlungen aufgefordert hast und diese dir den Unterhalt oder die für die Einforderung notwendigen Auskünfte verweigert haben...

Ich musste ja nun 1 Jahr lang die 50€ aus eigener Tasche ausgleichen

Eigenes Einkommen oder anrechenbare Ersparnisse, Vermögen... würden auf BAföG-Leistungen oder Unterhalt angerechnet - denn sowohl Unterhalt als auch BAföG-Gelder werden ja nur gewährt, wenn der Empfänger ansonsten seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten könnte....

Wenn du dich wegen der 50 Euro im Monat nicht "verschulden" musstest o.ä. und damals nicht fristgerecht Widerspruch gegen den BAföG-Bescheid eingelegt hattest, dürfte da nachträglich nichts mehr zu holen sein...

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Versuch es mal mit einem Überprüfungsantrag nach § 44 SGB - X ,den findest du im Internet,da kannst du auch nach Musterschreiben suchen !

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