Bafög leiblicher Vater bekannt, aber steht nicht in Geburtsurkunde

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Hi,

da du ja seinen Namen etc angegeben hast, wird er nicht als "unbekannt" behandelt. Es kann aber sein, dass wenn er die Vaterschaft leugnet, von seiten des amts ein Vaterschaftstest gemacht wird. Gerade weil er dir ja auch die letzten 18 jahre Unterhalt gezahlt hat. also "unbekannt" ist das nicht und so wird es auch kein amt sehen.

er wird zahlen müssen. weigert er sich und beruft sich auf die Geburtsurkunde wird ein vaterschaftstest gemacht und wenn er es ist (davon gehen ja auch alle aus von dir, ne?) dann muss er auch zahlen.

du kannst entweder selbst klagen oder das dem amt übertragen. hat alles vor- und nachteile. (google mal "Vorausleistungsantrag Bafög")

In dem Fall wirst du mit dem Baföghöchstsatz gefördert. Das amt kümmert sich um die Suche deines Vaters, die Prüfung und ggf. bitten die ihn zur Kasse. Das kann über eine Klage laufen, wenn er sich weigert. Muss aber nicht, wenn er auch freiwillig der Zahlungsaufforderung nachgeht. Er hat ja bereits 18 Jahre gezahlt und sich nicht gedrückt. Hat sich das denn geändert?

Du kannst, wenn du willst, das alles dem amt übergeben und dich voll auf deine Ausbildung zu konzentrieren ohne Zeit, Nerven und Geld in eine Unterhaltsklage zu stecken.

Im Moment in dem DU das Bafög-amt betritts haben Eltern eine Auskunfpflicht.

Entscheidend ist, ob die Vaterschaft anerkannt wurde. Das geschieht nicht zwingend in der Geburtsurkunde. Sprich ein Vater kann bei der Geburt unbekannt sein und später die Vaterschaft anerkennen. Sofern die Vaterschaft nicht anerkannt wurde, können Sie eine gerichtliche Feststellung der Vaterschaft erwirken.

Zählt es somit als Vater unbekannt ?

Nein.

Muss sich nun das Bafög-Amt darum bemühen ihn ausfindig zu machen?

Letztlich ja, da sie Vorausleistungen beantragen können mit der Begründung, das der Vater keinen Unterhalt zahlt und Sie den Aufenthaltsort nicht kennen.

Darf das Bafög-Amt mir folgende Fragen stellen, wenn ich auf elternunabhängiges Bafög einen Antrag gestellt habe und Vorrausleistungen beziehen möchte?

Hypotetischer Fall: X hat seit September 2015 Ärger mit dem Bafög-Amt. X hat noch nie staatliche Leistungen bezogen und will nun ein Master-Studium absolvieren, da als Student nur ein Job mit maximal 19,5 h die Woche erlaubt ist und das Gehalt nicht ausreicht, d.h. die Ausbildung ist gefährdet. Das hat mir das Bafög-Amt selbst schriftlich mitgeteilt, dass es die Ausbildung als gefährdet ansieht, wenn der montaliche Betrag mehr als 10 Euro unter dem aktuellen Bafög-Satz liegt, in X Fall sind es 300 Euro unter dem Bafög-Satz. Dieses ist das erste Masterstudium und in zeitlich nahem Zusammenhang mit dem vorausgegangene Bachelorstudium, was geldlich alleine extrem schwer zu stemmen war, da X auch da weder Unterhalt noch Bafög erhalten hat. Da X der Aufenthaltsort eines Elternteils unbekannt ist, will X nun elternunabhängiges Bafög. Trotz Nachweis, das der Vater seit Jahren keinen Unterhalt zahlt und sich seine letzte bekannte Adresse im Nicht-EU-Ausland befindet, sowie einem seit 4 Jahren ansässigen Gerichtsverfahren gegen diesen (in Laufe dessen er untergetaucht ist), beharrte das Bafög-Amt weiter darauf das Formblatt 3 durch den Vater ausgefüllt erhalten zu wollen. X wurde mit einer Geldstrafe von 2.500 Euro seitens des Bafög-Amtes gedroht und nahm sich einen Anwalt. Danach musste X sämtliche Anstrengungen den Vater ausfindig zu machen, dem Bafög-Amt nachweisen, X hatte zum Ausfindig machen des Vaters sogar illegale Methoden angewandt und Sozialdaten erhalten, von Stellen, die diese hätten niemals herausgeben dürfen (und sich somit selber strafbar gemacht). X konnte dennoch den aktuellen Aufenthaltsort auf diesem Planeten nicht bestimmen. Zudem hat X einen Antrag auf Vorausleistung mit Formblatt 8, welche bisher ebenfalls vom Bafög-Amt verweigert wurden. Als neue Schikane will das Bafög-Amt nun folgendes wissen:

  1. Warum führen Sie nach dem Bachelor-Studium noch ein Master-Studium durch?
  2. War eine bestimmte Ausbildungsplanung, die ein Master-Studium beinhaltet, mit ihren Eltern abgesprochen?
  3. Wenn keine gemeinsame Ausbildungsplanung vorlag, war Ihren Eltern Ihr Master-Studien-Wunsch bekannt? Wenn ja, haben Ihre Eltern der Ausbildungsplanung erkennbar widersprochen?
  4. Welchen Beruf streben Sie mit dem Master-Studium an?
  5. Ist der Master-Abschluss für den Beruf erforderlich?
  6. Weshalb haben Sie das Bachelor-Studium nicht in Regelstudienzeit abgeschlossen?

Wieso muss X jetzt dem Bafög-Amt darlegen, warum X eine berufsqualifizierende Ausbildung haben möchte und nicht direkt Hartz4-Bezieher werden will? Und wenn X keinen Kontakt zu den Eltern hat, wieso meint das Bafög-Amt die Eltern hätten da immer noch mitzureden? Was muss X antworten, damit X doch noch Bafög erhält? X vermutet, dass das Bafög-Amt auf Zeit spielt, um nicht zahlen zu müssen, da sich der Antrag mittlerweile seit 11 Monaten hinzieht.

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