BaFöG für Abiturienten

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1 Antwort

Du bist, so lange Du bei den Eltern - oder einem Elternteil - lebst, definitiv nicht BAföG-berechtigt.

Womöglich aber auch dann nicht, wenn Du ausziehst. In der Regel ist BAföG dann nur möglich, wenn die konkret besuchte oder eine vergleichbare Klasse, die Dich auch aufgenommen hätte, nicht in zumutbarer Zeit von den Wohnungen Deiner Eltern aus erreichbar ist (bei tgl. insgesamt mehr als 2h hin und zurück mit dem ÖPNV, bei regelmäßigen Verkehrsverhältnissen); die konkrete Entfernung in Kilometern ist irrelevant. In aller Regel kommt es also auf ausbildungsbedingte Gründe für den Auszug an.

Zu den Voraussetzungen, die in den Verwaltungsvorschriften zu § 2 Abs. 1a BAföG stehen, kannst Du Dich gerne einlesen: http://www.bafoeg-aktuell.de/cms/bafoeg/gesetz/paragraph2.html . Wenn Du dazu dann Fragen hast, gerne.

Da die Regelung des § 2 Abs. 1a BAföG nicht ohne ist, empfiehlt sich aber auch ein Beratungsgespräch beim zuständigen BAföG-Amt, wenn Du ausziehen willst.

Falls doch BAföG: Die Bedarfssätze stehen im § 12 BAföG (theoretisch auch in den §§ 13a und 14b).

Vom BAföG-Amt werden allerdings definitiv keine einmaligen Hilfen für Kaution, Umzug, Einrichtung o.ä. geleistet.

Das Einkommen Deiner Eltern ist grundsätzlich anzurechnen.

Das KG wäre allerdings nicht anzurechnen.

Danke für die Aufklärung! Ich glaube das hat sich dann erledigt wobei ich die Regelungen echt nicht gerecht finde..

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@Ailed

Die Regelungen gelten für alle auf demselben Schulniveau gleichermaßen; sie sind somit gerecht. Ob sie sinnvoll sind, darüber kann lange diskutiert werden.

Hintergrund ist, dass Abiturienten auf dem sog. ersten Bildungsweg nur in ausbildungsbedingten Ausnahmefällen gefördert werden sollen. Ist die Familie arm, bleibt nur HartzIV.

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