Bafög - anzurechnendes Vermögen -> Forderungen die nicht geltend gemacht werden können

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4 Antworten

Nein, natürlich nicht. Es wird eingerechnet nur das vorhandene und nicht das fiktive Vermögen. Und wenn das Amt einen etwaigen Zuschuß der Eltern errechnet, gilt es zu prüfen, ob elternunabhängige Vorausleistungen zu beantragen sind. Das Kind bekommt den vollen Bedarf. Dann wird dieser Zuschuß nicht nach dem BAföG mit seinen läppischen Pauschalen, sondern nach dem deutlich besseren BGB, ermittelt. Wenn denn das Land überhaupt die Zeit dafür findet.

Gegengift 25.11.2013, 12:49

Kannst du das noch etwas genauer ausführen? Um was geht es da oder wo kann ich etwas darüber nachlesen?

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Da du dir von Ansprüchen gegen Verwandte kein Brot kaufen kannst, solltest du es auch nicht zum Vermögen rechnen. Erst, wenn das Geld auf deinem Konto ist, musst du es melden, wenn du dadurch die Grenze überschreitest.

Gegengift 24.11.2013, 12:30

Laut dieser Seite sind auch Forderungen Vermögen. Oder verstehe ich da was falsch?

http://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/vermoegensanrechnung.html

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Schuhu 24.11.2013, 13:18
@Gegengift

Gib die Forderungen an, vermerk aber, dass sie nicht einzutreiben sind. Wenn du ganz sicher gehen willst, geh zum Bafög-Amt und lass dir da erklären, wie du sicher an dein Bafög kommst.

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schleudermaxe 25.11.2013, 09:56
@Schuhu

Also, wenn, dann geht es ja um Forderungen, die im Beweilligungszeitraum so eintrudeln und wenn es erkennbar so nicht ist, haben die auch im Antrag nichts zu suchen.

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Nein, natuerlich nicht. Vermoegen ist es nur, wenn man auch im Besitz des Geldes ist und man dadurch darauf zugreifen kann. Ist es nur eine Forderung, ist es kein Vermoegen. Waere was anderes, wenn jemand das Geld fuer einem aufbewahren wuerde, dann haette man ja jederzeit Zugriff und dann kann es angerechnet werden. Aber eine Forderung, die nicht einfach durchsetzbar ist, ist kein Vermoegen und kann auch bei Antraegen nicht beruecksichtigt werden.

Da waere ich ja richtig reich, ich habe bestimmt ueber 30 000 Euro an offenen Forderungen an Unterhaltsrueckstand von den Vaetern meiner Kinder, die ich aber nie kriegen werde. Und deine Forderungen wuerden ja auch verfallen, wenn Du sie nicht oft genug versucht, mit Gerichtsvollzieher einzutreiben (auch wenn das teuer und aussichtslos ist). So wie meine Forderungen inzwischen auch verfallen sind, weil nichts zu holen ist.

Mmh.. schwierige Frage.

Eigentlich würde ich aus dem Bauch heraussagen, ja. Da es keine rechtlichen/gesetzlichen Gründe gibt, die dagegen sprechen (die gesetzliche Verwertbarkeit muss gewährleistet sein um es anzurechnen).

Die Frage ist, habt IHR festgestellt, dass sie inliquide sind oder sind die zB in Privatinsolvenz? Solange da irgendwas öffentlich, rechtliches vorliegt könntest du versuchen diese Forderungen von der Anrechnung außenvorzulassen.

ABER: Die Sache ist eben, dass du eigentlich noch Geld von anderen bekommst. Das Bafög-amt würde dir dann trotzdem Geld geben und du die Forderungen irgendwann wieder bekommen und "doppelt kassieren".

Aber da solltest du auf jeden vor Ort mit einem Bearbeiter sprechen, da dieses Bsp auch in keinen Gesetzen zu finden ist, aber es bestimmt schon Rechturteile dazugibt.

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