Bäume Frostempfindlichkeit?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

im Herbst wandeln Bäume den Stoff der gefrieren kann in einen frostfreien Stoff um:
Im Frühjahr drehen sie den Vorgang um.
Sollten nach der Umwandlung aber noch Fröste auftreten schadet es dem Baum massiv

Okay, das wusste ich noch nicht.
Weißt du zufällig wie dieser Vorgang heißt bzw. um was für einen Stoff sich dabei handelt?

Hatte eigentlich darauf getippt, dass die Unterschiede der Frostempfindlichkeit mit den Enzymen zu begründen sind.

0
@Longvn

ich bin mir noch nicht 100% sicher aber müsste Eiweiss und Stärke sein

1
@newcomer

"Bäume besitzen außerdem eine Art Frostschutzmittel", sagt Bohne.
Bestimmte Zuckerverbindungen und Eiweißstoffe in ihrem Zellsaft senken
ihren Gefrierpunkt. "Das ist von Baumart zu Baumart unterschiedlich",
sagt Bohne, "auch diese Eigenschaften machen sie mehr oder weniger
winterhart".

2
@newcomer

http://www.geo.de/geolino/natur-und-umwelt/9949-rtkl-ueberlebenskuenstler-pflanzen-im-winter

Warum Bäume im Winter kahl sind

Wisst ihr wie die Haselnuss den Winter übersteht? Die kleine Nuss
wächst nicht in der Erde heran, sondern hängt wie eine Beere am Strauch.
Bei Frost sind die Böden im Winter gefroren. Der Strauch kann also kein
Wasser über seine Wurzeln aufnehmen. So clever, wie der
Haselnussstrauch ist, zieht er schon im Herbst das ganze Wasser aus den
Blättern und wirft sie als unnötigen Ballast ab. Für uns ein
herbstliches Schauspiel - für die Haselnuss ein Schutz. Die
lebensnotwendigen Farb- und Nährstoffe überwintern in den Knospen - fast
ein halbes Jahr lang. Auch andere Bäume und Sträucher müssen diese
lange Zeit ohne Laub und Energieerzeugung überstehen.

Wie ihr ja wisst, gibt es auch Bäume, die ihre Blätter nicht
abwerfen: die Nadelbäume. Man nennt sie deshalb immergrüne Bäume. Sicher
habt ihr Euch schon mal am Weihnachtsbaum gepiekst und gemerkt, dass
die Nadeln besonders bei der Fichte ganz schön spitz und hart sind. Die
Nadeln haben eine feste Oberhaut. Das Wasser verdampft nicht so leicht
und bleibt als Reserve für den Winter erhalten.Ein sehr sonniger Winter
kann für Nadelbäume aber zum Problem werden. Zu viel Sonne zieht das
Wasser aus den Nadeln. Bei gefrorenem Boden kann kein neues Wasser aus
dem Boden gezogen werden. Die Folge: Der Nadelbaum droht auszutrocknen.

Wie ihr seht, sind Pflanzen mit diesen natürlichen
Überlebensstrategien gegen den kalten Winter gewappnet. Wir können uns
also ruhig in unsere warmen Wohnungen zurückziehen und sicher sein, dass
die Pflanzen und Bäume vor unserer Haustür im nächsten Jahr an
derselben Stelle wieder blühen.

2

Hallo Longvn,

die einheimischen Arten sind davon meist nicht betroffen, doch es werden immer wieder Arten gepflanzt, die dann eben zu früh austreiben, bzw. sogar blühen, denen schaden die Fröste, die im Frühjahr noch kommen besonders!

Meist ist davon aber nur der neue Austrieb, bzw. die Blüten betroffen, oder einige Äste können zurück frieren, doch meist kommt es nicht zu völligen absterben!

"Exoten" dagegen, wenn sie zu früh in`s Freie gestellt werden, sind meist nicht zu retten!

MfG

Norina

Ich würde behaupten, im Winter pausieren sie und im Frühling starten sie wieder ihr Wachstum. In der Winterpause gibt es nicht so viel, das Frostanfällig wäre. Wenn aber im Frühling Blätter und Knospen kommen, wird es haarig mit dem Frost.

Das mit den Knospen und der damit zusammenhängenden erhöhten Empfindlichkeit hört sich sehr plausibel an, danke!

0

Was möchtest Du wissen?