Bäckerei mit Meister, Café ohne? Wie sind da die Bestimmungen?

2 Antworten

Sowohl Bäckerei als auch Konditorei sind in Deutschland Handwerksbetriebe und dürfen selbständig daher nur von Meistern des Faches ausgeübt werden.

Würdest Du den Betrieb also "Cafe und Konditorei" nennen, würden sie Dir Ärger machen.

Der Betrieb eines Cafes ist aber eben kein Handwerksbetrieb, und solange Du nicht behauptest, Deine hergestellten Waren hätten Bäcker- oder Konditorqualität, solange hast Du Ruhe.

Der Übergang hier zwischen Handels- und Handwerksbetrieb ist fließend. Bei einem Maler oder Tapezierer ist es einfacher, wenn jemand ohne Meistertitel gegen Geld Maler- oder Tapezierarbeiten anbietet, geht die Handwerkskammer dagegen vor.

Letztlich geht es um so etwas wie Qualitätsschutz. Die Namen "Bäcker" oder "Konditor" stehen für Qualität und zwar für Qualität die nur nach langjähriger Ausbildung und Prüfung vorhanden ist.

Es gibt aber auch Personen, vor allem Omas, die Konditoreiprodukte hervorbringen, gegen die der Konditor als aussieht. Die dürfen auch durchaus verkauft werden, aber die Oma darf sich trotzdem nicht Konditorin nennen (zumindest nicht ohne Prüfung).

Hallo Australian Sun,

mein "Vorredner" Meandor hat das sehr gut erklärt.

ich habe schon einige Gründungen im Bereich "Capcake" etc. begleitet. Die Schwierigkeit in der Unterscheidung liegt hierbei im Detail.

Eine Abgrenzung ist nicht immer einfach. Solltet ihr vorhaben in diesem Berreich zu gründen ist es wichtig, dass ihr von Anfang an die Zusammenarbeit und das Gespräch mit der HWK sucht um Fehler zu vermeiden. Je nach Kammerbezirk werden die Verordnung enger oder weiter ausgelegt!

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