Baden-Württemberg: Stimmt es dass in diesem Bundesland die Schulbücher gratis an die Schüler abgegeben werden?

11 Antworten

in den Schulen, in denen meine Geschwister / Cousinen / Cousins & ich in BaWü waren, musste man die Lehrbücher nie zum Beginn des Schuljahres kaufen, sondern bekam sie von der Schule ausgeliehen.

Am Ende des Schuljahres musste man sie dann zurückgeben & sie wurden mehr oder weniger genau kontrolliert. Wenn dann das Schulbuch in keinem annehmbaren Zustand war, so dass es im nächsten Schuljahr wieder verliehen werden konnte, musste man es kaufen.

Spezielle Arbeitshefte & Workbooks, z.B. im Englisch - Unterricht musste man aber auch kaufen.

In Baden-Württemberg ist die Lernmittelfreiheit in Artikel 14 Absatz 2 der Landesverfassung geregelt. Danach sind Unterricht und Lernmittel an öffentlichen Schulen unentgeltlich. Die den Schulträgern entstehenden Kosten für die Schulgeld- und Lernmittelfreiheit werden im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs angemessen ausgeglichen. Maßstab sind etwa 90 % der laufenden Schulkosten der kommunalen Träger. Private mittlere und höhere Schulen, deren Einrichtung einem öffentlichen Bedürfnis entspricht, die pädagogisch wertvoll sind und ebenfalls Schulgeld- und Lernmittelfreiheit gewähren sowie private Volksschulen (also Grund- und Hauptschulen), erhalten einen Ausgleich. Für die Schulen ist der Umfang der Lernmittelfreiheit in der Verordnung des Kultusministeriums über die notwendigen Lernmittel (Lernmittelverordnung – LMVO) geregelt.[1]

Nach der Landesverfassung ist die Lernmittelfreiheit stufenweise zu verwirklichen. Die Ausgestaltung findet im Schulgesetz (§ 94) und der darauf aufbauenden obigen Lernmittelverordnung ihren Niederschlag. Nach dem Schulgesetz gilt die Lernmittelfreiheit für alle öffentlichen Schulen mit Ausnahme der Fachschulen (Meister- und Technikerschulen). Von der Lernmittelfreiheit sind Gegenstände geringen Werts ausgenommen. Die kommunalen Schulträger, die für die Umsetzung der Lernmittelfreiheit zuständig sind, können hierunter auch Lernmittel subsumieren, die auch für nicht schulische Zwecke verwendet werden können (z. B. Farbkasten; vgl. nachstehendes Urteil). Die Erziehungsberechtigten können Lernmittel selbst beschaffen, wobei hier aber Freiwilligkeit Voraussetzung ist; allerdings üben Schulen hierbei teilweise contra legem faktisch Druck auf Eltern aus, Lernmittel, insbesondere Arbeitshefte – die nach landesrechtlichen Vorgaben nicht zwingend notwendig sind – selbst zu beschaffen. Anstelle der Leihe sind Lernmittel den Schülern ganz zu überlassen, wenn Art und Zweck des Lernmittels die Leihe ausschließen (z. B. Arbeitshefte, in die Einträge vorgenommen werden sollen). Gegenstände, die auch außerhalb des Unterrichts gebräuchlich sind, sind keine Lernmittel. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg von 2001 darf die Bagatellgrenze des Schulgesetzes zu Lasten der Schüler nicht nach oben verschoben werden.[2]

https://de.wikipedia.org/wiki/Lernmittelfreiheit

Wir leben in Hessen, wir haben - außer für die zusätzlichen Workbooks (das waren maximale Kosten von 20,-- Euro/Halbjahr) - noch nie Schulbücher kaufen müssen. Die bekommt man gratis. lg Lilo

Danke Lilo ! Ich muss sowieso umziehen, dann also gern nach Hessen ! 

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