Backpacking Länger mit englisch, Ideen Tipps ( Mittel-/Südamerika, asien)?

2 Antworten

Mit Mittel/Südamerika kenne ich mich zumindest was persönliche Erfahrungen anbelangt gar nicht aus, meine einzige Quelle da sind Erfahrungen von Bekannten und Freunden. Da musst du scheinbar echt aufpassen, in manchen Gegenden. Besonders von Kolumbien, Honduras oder Venezuela habe schon Geschichten gehört, von wegen, dass man manche Gebiete am besten ganz meidet, manche Gebiete bei Nacht ganz meiden sollte und in den "sicheren" Gegenden immer noch aufpassen muss, zu wem man in das Taxi oder sogar in welchen Bus man steigt, mit wem man im Restaurant sich verquatscht etc.

Bessere Erfahrungen habe ich da bspw von Chile und Peru gehört, obwohl es da auch mitunter gefährliche Ecken gibt/geben soll.

Argentinien, Brasilien und Uruguay sind da eher etwas durchwachsener. Im Durchschnitt wohl nicht so gefährlich, wie Kolumbien oder Venezuela, aber dennoch ist zu manchen Zeiten an manchen Ecken in Rio oder Buenos Aires beispielsweise Vorsicht geboten! Eine Freundin aus Uruguay meinte mal, sollte ich mal Uruguay besuchen wollen, sollte ich ihr auf jeden Fall Bescheid geben, da es das Risiko für (westliche) Ausländer wohl gehörig einschränkt, wenn sie mit Locals unterwegs seien.

Für Süd- Mittelamerika gilt: Frei Schnauze durch die Städte spazieren ist da wohl nicht drinn, sondern es ist sehr wichtig vorher genaustens zu planen, um sich nicht in Gefahr zu begeben. Wenn man dann aber auch so genau geplant hat, dann ist es sicherlich eine super Erfahrung! Wie gesagt, ich spreche hier nur aus zweiter Hand. Aber die meisten meiner Freunde, die eine solche Reise hinter sich hatten, würden es trotz allem empfehlen.

(Süd)Ostasien ist da ganz anders, da kann ich aus Erfahrung sprechen: Klar, passieren kann überall etwas, aber Asien ist super sicher, besonders im direkten Vergleich zu Mittel/Südamerika! Die Kriminalitätsrate ist deutlich geringer (gewiss, an manchen Ecken muss man trotzdem aufpassen) und das ermöglicht eine viel spontanere Reise. Die Kultur ist auch atemberaubend! Je nachdem wo ihr hinwollt:

das "typische" wäre hier wohl Südostasien (vor allem das "Quartett" aus Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam). Vorteile: sehr sehr günstig! Man kann sehr günstig um die Runden kommen, Hostels und Essen ist teilweise wirklich spottgünstig (verglichen mit Europa). Man sieht sehr viel einmalige Kultur, bspw. Angkor Wat in Kambodscha, die Tempel von Luang Prabang in Laos, Hue in Vietnam und so vieles mehr. Die Liste kennt fast kein Ende! Man sieht auch sehr viel einmalige Natur: das Naturparadies bei Vang Vieng, der Khao-Sok Wald und noch reichlich, reichlich mehr. Südostasien ist eine wunderschöne Region! Nachteile: Englisch wird nicht gesprochen, zumindest abseits der größeren Touristenhotspots nahezu überhaupt nicht. Das ist aber kein Problem, wenn man fließend in händisch und füßisch ist ;)

auch eine schöne Idee wären die Philippinen, hier ist die Rate an Englischsprechern deutlich höher. Jedoch sind die Philippinen fortbewegungstechnisch schwer zu meistern, da sich die sehenswerten Punkte über mehrere Inseln verteilen. Aber Boracay (wenn auch touristisch etwas "mainstream") mit paradiesischem Strand, Lucena und Quezon City mit ihrer schönen Architektur und niedlichen Kirchen oder Manila sind bspw. schon eine Reise wert. Zudem gibt es einiges zu erleben auf den Philippinen. So ein Trip wäre aber wohl alles in allem teurer, als das "Quartett", da wahrscheinlich mehrere Flüge notwendig sind, um das Potential des Landes auch ausschöpfen zu können. Jedoch sind auch die Philippinen an sich nicht denkbar teurer als die anderen südostasiatischen Länder.

Eine andere Idee wäre vielleicht Myanmar, da war ich selbst jedoch noch nicht. Die Pagoden des Landes sollen jedoch ein Traum sein und sie reizen mich auch sehr und ich will sie mir unbedingt mal ansehen. Myanmar wäre auch leichter mit den anderen Ländern Südostasiens zu verbinden, als es die Philippinen wären. Allerdings muss man anmerken, dass Teile des Landes abgesperrt und für Touristen überhaupt nicht zugänglich sind. Eine Reise nach Myanmar gestaltet sich folglich auch etwas umständlicher, es ist kein Zufall, dass es dort weniger Backpacker hinverschlägt, als nach Thailand, Laos oder Vietnam.

Weiter südlich gäbe es noch Malaysia, Singapur (in beiden ist die Rate an Englischsprechern deutlich höher als im "Quartett") und Indonesien. Gerade letzteres bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, was man sehen kann, jedoch (da Inselstaat) gibt es da ein ähnliches "Problem", wie bei den Philippinen. Da gibt es Bali (touristisch doch ein wenig Mainstream), Jakarta (eine interessante aber sehr chaotische Stadt. Darauf muss man sich im vorhinein einstellen), Celebes und viel weiteres sehenswertes. Wäre auch mit Malaysia zu kombinieren. In Malaysia gehören die Petronas zu dem, was man mal gesehen haben sollte. Ansonsten sind beide Länder interessant, weil sie so fernab vom Nahen Osten liegen und dennoch vom Islam geprägt. Singapur ließe sich super mit Kuala Lumpur kombinieren, jedoch ist Singapur im Vergleich zu den anderen Ländern in Südostasien ein teures Vergnügen! Aber für ein/zwei Tage sicher auch finanziell machbar.

Was gibt es sonst in Asien? Natürlich China und Japan. China lohnt sich auf jeden Fall: die chinesische Mauer, der Zhangjiajie Naturpark, die historische Stadt Xi'An, die verbotene Stadt in Peking, das moderne Shanghai mit dem größten Hafen der Welt, die Pandas in Chengdu, alte wunderschöne Steindörfer, Tempel, Buddhastatuen, atemberaubende Natur und vieles mehr. Ich lebe zurzeit in China und habe mir einiges angesehen, es ist ein wunderschönes Land, das jeder, der kann, mal besucht haben sollte! Wie liberal das Land bzgl längerer Backpacking-Reisen ist, weiß ich jedoch nicht. Englischsprecher sind hier außerhalb der Touristenhotspots oft jedoch sehr schwer zu finden. Aber wie gesagt: händisch, füßisch, wenn ihr kein Chinesisch lernen wollt ;) Auch China ist ein sehr günstiges Reiseland, wenn auch teurer als Südostasien, aber dennoch im Vergleich mit Europa sehr günstig.

Japan: Sehr sehr tolles Land! Moderne Städte wie Osaka oder Tokyo, alte Städte wie Kyoto oder Kanazawa, aufregende Wildniss in Hokkaido, südliche Städte mit himmlischen Küsten wie Kagoshima und vieles mehr. Der weiße Buddha von Sendai, der Todaiji in Nara, die Kirschblüten im Frühling, das Herbstlaub im Herbs, der Mount Fuji und so vieles mehr, ich könnte ewig aufzählen ohne heute noch fertig zu werden :) jedoch auch hier: nicht jeder spricht Englisch! Aber der größte Nachteil: Sehr sehr teuer! Wenn ihr eine Backpacking-Reise in Japan genießen wollt geht das nur mit sehr hohem Budget oder ihr arbeitet neben her auf Bauernhöfen (da gibt es diverse Programme).

Wenn wir aber schon bei teureren Nationen sind: Kanada, Australien oder Neuseeland vielleicht? Das sind jedoch allesamt eher teurere Länder und am besten zu realisieren, wenn ihr es mit Arbeiten in verbindung bringt. Das ginge jedoch nur über ein Working-Holiday-Visum, was zugegebenermaßen für nur 2 Monate sehr verschwendet wäre. Wenn euer Budget jedoch stimmt, JA, da spricht man Englisch (und zT auch Französisch, siehe Quebec) ;) und natürlich haben die Länder viel zu bieten: Das Outback, das Opernhaus in Sydney (Australien), unberührte Wälder, leckeren Sirup (Kanada), einen Mix aus unterschiedlichsten Naturformen (Neuseeland) und vieles mehr.

Letzenendes bleibt die Entscheidung bei euch. Es gibt so viele schöne Länder auf der Welt und mit den wenigsten macht ihr etwas falsch. Viel Spaß ;)

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Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort, das hilft mir wirklich weiter! :)

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Na, dann mache ich mal eine Ergänzung zu längereren Backpackingreisen in China. Man kann ein Visum für 2 Monate bekommen und sich bis auf sehr wenige Provincen in China frei bewegen. Um ein Visum zu bekommen, muß man aber tatsächlich schon eine Liste mit Unterkunftsbuchungen einreichen. Die bucht man dann bei bookung. com(natürlich nur Unterkünfte mit Stornomöglichkeit) , um die Buchungen beim Visumsantrag miteinzureichen. Dann storniert mal alle Buchungen wieder und macht was man will- und plant vor allem so spontan, wie man will o.k. bestimmte Gebiete, wie z.B. Tibet klammert man aus, wenn man Schwierigkeiten auf jeden Fall vermeiden will.

Es schaffen anscheinend auch Leute ohne irgendwelche Chinesischkenntnisse durchs Land zu kommen. Besonders in den international Hostels begegnet man zahlreichen. Dann sollte man vermutlich bevorzugt in den international Hostels unterkommen. Und sich da auch Ratschäge holen. Mir ist es ehrlich oft ein Rätzel, wie es den Leuten gelingt sich ohne Chinesischkenntnisse durchs Land zu bewegen und dabei nicht übers Ohr gehauen zu werden. Aber es scheint zu klappen.

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Am besten nichts Südländlisches, würde Kanada empfehlen, nicht aus Erfahrung, sondern wegen Videos.

Brasilien ist halt auch fragwürdig wegen Kriminalität.

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