Welchen mechanischen Einfluss auf ein Bauteil (wie z.B auf einer Stahlwelle) haben bereits kleine Risse? und große sowieso?

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3 Antworten

Besonders bei beweglichen Teilen, bzw. bei solchen die rotieren, sind auch kleine Haarrisse mittelfristig der sichere Tod.

Ich kenne das von der Arbeit. Ich arbeite in einer Instandhaltung und warte und repariere Dreh- und Fräsmaschinen.

Ich habe es schon oft erlebt, das Motorwellen innerhalb von kürzester Zeit vom Haarriss bis zum “ich zerfalle nun in meine Einzelteile“ gewechselt haben.

Eine bewegende Welle zum Beispiel ist ja auch mit nicht zu unterschätzenden Kräften verbunden.

Fliehkraft und die mechanische Belastung beim Anhalten lassen solche scheinbar kleinen Mängel, auch durch Vibration, schnell wachsen.

Es ist ja so. Ein Konstrukteur eines Bauteils denkt sich ja was bei Abmaßung und verwendetem Material. Jeder Riss verändert folglich die mechanische Beschaffenheit dieses Teils, worauf hin die reibungslose Funktion nicht mehr zwangsläufig gegeben ist.

Hallo, es kommt darauf an, wo sich die Risse örtlich und spannungsmäßig befinden. Und ob es sich um statische oder dynamische Belastungen handelt. Und um die Duktilität oder Sprödigkeit  des Werkstoffes.  Risse in zugbeanspruchten Bereichen sind kritisch. Risse in neutraler Phase oder im Druckspannungsbereich zumeist unkritisch.  Zudem können sich bei geeigneter Duktilität des Werkstoffes Rissspitzen  unter Spannung  aufweiten und dadurch einen Spannungsabbau bewirken.  Paradox erscheint auf den ersten Blick, daß Risse bzw. Kerben bei statischen Versuchen eine höhere Festigkeit (Zugfestigkeit und Streckgrenze) ergeben - also auch im Kurzzeitfestigkeitsbereich (Schwingbeanspruchung deutlich unterhalb der Dauerschwingfestigkeit)  höhere Werte erzielen. Gruß Osmond

Wird porös, die Stabilität ist nicht mehr gegeben und das gerät/ die Maschine sollte nicht mehr betrieben werden!

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