Azubi richtig kündigen

...komplette Frage anzeigen

22 Antworten

Aus persönlichen oder fachlichen Gründen kann einem Mitarbeiter aus folgenden Gründen personenbedingt gekündigt werden:

  1. fehlende Arbeitserlaubnis, die nach § 284 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III) zu einem Beschäftigungsverbot führt
  2. Verlust der Fahrerlaubnis, wenn diese für die Tätigkeit (z. B. als Lkw- oder Busfahrer) benötigt wird und der Mitarbeiter im Unternehmen währenddessen nicht anderweitig im Betrieb beschäftigt werden kann (Urteil des BAG 1996)
  3. Verbüßen einer Freiheitsstrafe, die den Mitarbeiter auf Dauer daran hindert, seine vertraglich geschuldeten Arbeitsleistungen zu erbringen (Urteil des BAG 1984)
  4. Leistungsmängel eines sehr leistungsschwachen Mitarbeiters, für deren Beseitigung keine anderen Mittel zur Verfügung stehen (Urteil des BAG 2003)

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist dagegen möglich, wenn ein Mitarbeiter seine per Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Gesetz geregelten Leistungspflichten verletzt und er Einfluss auf sein Fehlverhalten nehmen kann. Mit einigen Ausnahmen ist jedoch mindestens eine Abmahnung erforderlich, um aus den folgenden Gründen eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen zu können:

  1. Verstoß gegen eine betriebliches oder gesetzliches Alkoholverbot, sofern der Mitarbeiter nicht alkoholkrank ist (Urteil des BAG 1995)
  2. Verstoß gegen die sofortige Anzeigepflicht bei Arbeitsunfähigkeit nach § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG)
  3. Ausführung von Tätigkeiten bei Arbeitsunfähigkeit, die die Genesung verzögern (Urteil des BAG 1993)
  4. Verweigerung arbeitsvertraglich geschuldeter Leistungen (Urteil des BAG 1989)
  5. Leistungsmängel, die der Mitarbeiter selbst korrigieren kann (Urteil des BAG 1982)
  6. unentschuldigtes Fehlen (Urteil des LAG Düsseldorf 1970)
  7. häufige Unpünktlichkeit, die die betrieblichen Abläufe stört (Urteil des BAG 1988)
  8. Anzeige gegen den Arbeitgeber, die keinen höherrangigen Interessen, sondern nur dem Zweck dient, dem Arbeitgeber zu schaden (Urteil des BAG 2003)
  9. Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen, selbst wenn der Arbeitgeber nur einen begründeten Verdacht hat (Urteil des BAG 1978)
  10. unerlaubte Nebentätigkeit, die die Pflichterfüllung im Hauptbeschäftigungsverhältnis beeinträchtigen (Urteil des BAG 1979)
  11. bewusste Manipulation von Kontroll- und Stempeleinrichtungen (Urteil des LAG Berlin 1988)
  12. strafbare Handlungen, die während der Arbeitszeit begangen werden, oder auch Straftaten, die außerhalb des Arbeitsverhältnisses verübt werden und die persönliche Eignung des Mitarbeiters in Frage stellen (Urteil des BAG 1997)
  13. Verdacht einer strafbaren Handlung, wenn für den Verdacht objektiv nachweisbare Tatsachen vorliegen und der Arbeitgeber alles Zumutbare getan hat, um den Verdacht aufzuklären (Urteil des BAG 2008)
  14. Tätlichkeiten im Betrieb (Urteil des ArbG Frankfurt a. M. 2005)
  15. ausländerfeindliche, rechtsradikale oder rassistische Meinungsäußerung, die eine ausländerfeindliche Stimmung im Betrieb erzeugen oder verstärken können (Urteil des BAG 1999)
  16. Beleidigung des Arbeitgebers in seiner Anwesenheit (Urteil des BAG 2004)
  17. Mobbing und Diskriminierung von Betriebsangehörigen (Urteil des LAG Sachsen-Anhalt 2000)
  18. sexuelle Belästigung von Betriebsangehörigen, die im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ebenfalls eine Diskriminierung darstellt (Urteil des LAG Hamm 1996)
  19. private Internetnutzung am Arbeitsplatz, die – auch wenn sie genehmigt ist – ein solches Ausmaß erreicht, dass sie der Arbeitgeber nicht dulden muss (Urteil des BAG 2007)
  20. private Telefonate während der Arbeitszeit in erheblichem Umfang (Urteil des LAG Niedersachsen 1998)
  21. Verstoß gegen betriebliches oder gesetzliches Rauchverbot (Urteil des BAG 1999)
  22. zahlreiche Lohnpfändungen, die einen hohen und unzumutbaren Arbeitsaufwand im Betrieb verursachen (Urteil des BAG 1981) Gründe für außerordentliche Kündigungen

In besonders schwer wiegenden Fällen ist nach § 626 BGB aber auch eine außerordentliche, fristlose Kündigung gerechtfertigt, wenn dem Arbeitgeber eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses – in der Regel bei grobem Fehlverhalten des Mitarbeiters – nicht mehr zugemutet werden kann. Dies kann nach aktueller Rechtsprechung der Fall sein bei:

  1. Alkoholmissbrauch in Tätigkeiten (z. B. als Lkw-Fahrer, Bauarbeiter, Arzt), die Gefahren für Dritte mit sich bringen, wenn sie alkoholisiert ausgeführt werden (Urteil des BAG 1984)
  2. Androhung einer Krankmeldung, wenn der Arbeitgeber keinen Urlaub bewilligt oder unangenehme Tätigkeiten auszuführen sind, obwohl es zu diesem Zeitpunkt keine Krankheitsanzeichen gibt (Urteil des BAG 1992)
  3. besonders schwer wiegende Fälle von Ausländerfeindlichkeit (Urteil des BAG 1996)
  4. bewusste Beleidigung des Arbeitgebers aus „gehässigen Motiven“ (Urteil des LAG Köln 1997)
ichwohngernhier 08.09.2014, 10:27

Wir reden hier Über Azubis und nicht über Mitarbeiter. Azubis unterliegen anderen Gesetzen.

4
Support20 08.09.2014, 11:08

Liebe/r Axwell,

bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst. Die Beachtung der Urheberrechte ist uns sehr wichtig, da auch wir bei möglichen Urheberverstößen umgehend reagieren müssen! Beiträge, die gegen das Urheberrecht verstoßen müssen oftmals komplett entfernt werden, deswegen ist es wichtig, dass Du kopierte Textelemente mit Anführungszeichen kennzeichnest, mit einer Quelle versiehst oder am Ende Deines Textes Quellenangaben hinzufügst. Bitte schau diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy. Die Beiträge werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Herzliche Grüße von Klara vom gutefrage.net-Support

1

Eben weil es recht schwer ist einen Azubi zu kündigen, ist dieses Forum keinesfalls der richtige Ort, sondern ein Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der wird außerdem dir erzählen, dass man zumindest einmal das Verhalten abmahnen muss.

PS: An euch bzw. euren Verhalten liegt es nicht, dass der Azubi so ist? Nur so als Anregung.

Ich wundere mich darüber, wie viele User sich ein Urteil bilden und Ratschläge erteilen, ohne die Arbeitsverhältnisse in diesem Betrieb zu kennen, und sich nur den Ausführungen des Ausbilders/Arbeitgebers anschließen.

Wichtig wäre vor der Beantwortung der entsprechenden Frage auch die Gegenseite zu hören. Leider ist das wohl nicht möglich, deshalb sollte man bei der Verurteilung der Azubine Zurückhaltung üben.

Nightstick 08.09.2014, 14:07

Du bist auf dem richtigen Weg... :))

0
ischdem 10.09.2014, 06:41
@Nightstick

****immer ist die Frage und Anwort einseitig so ist das hier in diesem Forum.

Eben darum soll die Frage ja beantwortet werden für den Hilfesuchenden, der ja uch aus seiner Sicht der Dinge um Rat sucht mit dr Hoffnung von "Fachkundigen" einen Rat zu bekommen der/die Erfahrung mit den "Dingen" vielleicht hat.

Befor man dann zum Anwalt geht der viel Geld kosstet.

0

Nach Ablauf der Probezeit ist eine Kündigung schwieriger, aber natürlich möglich.

Der normale Weg ist ja wohl, Fehlverhalten offiziell abzumahnen und bei entsprechender Zahl von Abmahnungen die Kündigung auszusprechen. Dabei sind vor allem die Form und die Fristen zu beachten.

In der Praxis noch viel häufiger: Das ernste Gespräch mit dem Azubi. Wenn man ihn/sie fragt, ob es noch Spaß macht oder ob es nicht besser wäre, sich neu zu orientieren, dann sieht die Betroffene oft selber ein, dass es besser ist, zu gehen. Sie quält sich ja wahrscheinlich auch. Vielleicht wäre das auch für die Azubine eine "Befreiung", wenn sie einfach die Reissleine zieht und woanders neu anfängt.

Vielleicht hat der Berufsverband (z.B. IHK) die Möglichkeit, einen Ersatzbetrieb zu suchen.

Wenn das nicht in Betracht kommt: Ob man das gut findet oder nicht: Letztlich kann man jeden Mitarbeiter vor die Tür setzten, wenn man bereit ist die Folgen einer Kündigungsschutzklage auszuhalten. Eventuell muss das Unternehmen eine Abfindung bezahlen, aber wenn es Ihnen das Wert ist, dann können Sie natürlich einfach handeln.

Bleistein 08.09.2014, 10:38

Ups.. Sorry. Ordentliche Kündigung bei Azubis geht gar nicht.

Beitrag bitte ignorieren. Sorry!

1

Hallo.

In Deinem Thread fallen mir einige Umstimmigkeiten auf, die es gilt einmal abzuklopfen wenn du nichts dagegen hast.

Grundsätzlich sollte ein Ausbildungsbetrieb, welcher dann auch tatsächlich ausbildet, wissen welche Rechtsgrundlagen auf eine Kündigung eines MA (Azubis) zu stützen ist.

Zitat: sie kommt dauernd kurz vor knapp zum Arbeitsbeginn Das ist doch kein Problem. Solange der MA pünklich den Dienst beginnt, ist rechtlich nichts dagegen einzuwenden denn es gibt keine klare Regelung, wieviel Minuten, Stunden ein MA vor Dienstbeginnt im Ausbildungesbetrieb zu erscheinen hat.

Ihr/du hast auch schon einige Abmahnung ausgesprochen, dann sollte auch dir, bei entsprechender Begründung die weitere Vorgehensweise zur Kündigung bekannt sein.

Es sind zwar für mich noch weitere Fragen offen... aber allein über diese Punkte sollte nachgedacht werden.

Es ist unumlässig, das ein Betrieb, der gerade auch als Ausbildungsbetrieb fungiert, sich mit den Rechten und Pflichten des Unternehmrs auseinandersetzt und auch mit den Rechten und Pflichten seiner Mitarbeiter.

Das dein Betriebsklima momentan zerrüttet ist, liest man anhand der einseitigen Darstellung in deinem Thread, das ist schade und tut mir leid da ein solches Verhältnis zu seinen MA erheblich den Betriebsablauf stören kann.

Es macht auch hier die Lage zur Beurteilung deshalb so schwer, weil hier wie gesagt, eine einseitige Darstellung der Situation vorliegt und die tatsächlichen Hintergründe, die in einem solchen öffentlichen Raum eigentlich auch nichts zu suchen haben, uns/mir unbekannt sind, eine rechtlich, verbindliche Aussage zutreffen ist in diesem Fall unseriös und nicht zu empfehlen.

Liebe Grüße FD.

Ifm001 08.09.2014, 12:33
es gibt keine klare Regelung, wieviel Minuten, Stunden ein MA vor Dienstbeginnt im Ausbildungesbetrieb zu erscheinen hat.

Eigentlich schon ... der Arbeitnehmer hat zum (vertraglich) geregelten (und bezahlten) Arbeitsbeginn "arbeitsfähig" zu erschienen und natürlich dann unverzüglich seine Arbeit zu beginnen.

0
FlyingDog 08.09.2014, 12:48
@Ifm001

Danke...

Das ist zwar richtig was du schreibst doch vorschreiben einer Anwesenheit vor vertraglich beginnender Arbeitszeit kann mir der Arbeitgeber nicht vorschreiben, um das es ja im Eröffnungsbeitrag des Threaderstellers geht. Er kann mir nicht vorschreiben, das ich 1 Stunde, 30 Min. oder 15. Minuten vor beginn der Arbeitzeit bereits im Betrieb zu erscheinen habe.

Bsp.: Meine Dienstzeit beginn um 8:00 Uhr. Mein Arbeitgeber kann mir nicht vorschreiben, das ich dann bereits schon um 7:30 oder um 7:45 Uhr im Betrieb zu erscheinen habe.

Macht es erforderlich, das eine spezielle Dienstkleidung zu tragen ist, dann obliegt es dem Arbeitnehmer selbst dafür zu sorgen, das die Arbeitskleidung vor beginn der vertraglich geregelten Dienstanfangszeit angezogen ist und pünklich die Arbeit aufgenommen wird da die Umkleidungsphasen nicht zur Arbeitszeit gehört.

Liebe Grüße FD.

3

Wie hat sich im 1. Lehrjahr benommen? War damals alles in Ordnung? So wie ich gelesen habe, hat Gespräch mit ihr nicht geholfen. Außer IHK würde ich noch Schule kontaktieren. Die sollen ein Bericht zu ihr Leistungen schreiben. Dann genau ihre Personalakte überprüfen, ob alle Abmahnungen rechtlich stimmen. Und dann noch diesen Bericht durchlesen http://www.123recht.net/Die-Kuendigung-im-Ausbildungsverhaeltnis-__a16083.html.

Wenn Euer Azubi ein abmahnwürdiges Verhalten an den Tag legt dann schreibt auch die entsprechenden Abmahnungen dazu. Macht das konsequent und vor allen fachlich richtig und unangreifbar.

Kurz vor Knapp auf Arbeit zu kommen kann mE weniger abgemahnt werden. Respektlos schon eher aber das ist ein ganz schön dehnbarer Begriff.

Schon allein das ihr Euch auf dieser Seite nach den rechtlichen Grundlagen für eine Kündigung sachkundig macht erschreckt mich ein wenig in Bezug auf Eure Sorgfaltspflicht. Eine Fristlose ist das allerletzte Mittel um Euer Problem zu lösen.

Vielleicht habt ihr Glück und der Azubi lässt sich kündigen. Wenn er dagegen klagt vermute ich schon, das ihr hier hinten runter fallt.

Du hast in den Kommentaren selbst andere Auswege geschrieben die erst einmal genutzt werden sollten.

Azubis sind noch keine fertige Menschen (obwohl man im dritten Lehrjahr doch schon etwas Reife bemerken sollte, da stimme ich schon eher zu).

Nach § 22 (2) BBiG geht eine Kündigung nur aus wichtigem Grund.

Also wenn es unzumutbar ist den Azubi weiter zu beschäftigen. Das geht relativ leicht wenn der Azubi bspw. stiehlt oder Gewalt anwendet/angewendet hat. Dann ist sogar eine sofortige Kündigung möglich.

Für alle anderen nicht so triftigen Gründe müssen Sie vorher Abmahnungen vornehmen, was anscheinend schon passiert ist. Danach ist bei einer Nichtbesserung auch hier eine Kündigung machbar. Die Frage ist letztlich nur, wieviel Engagement Ihr Azubi an den Tag legt um für das letzte Jahr evtl. doch im Betrieb zu bleiben. Azubis haben da natürlich immer noch die Möglichkeit rechtlich gegen eine Kündigung vorzugehen. Aber vielleicht basiert die Kündigung ja auf beiderseitigem Interesse?

Passieren kann saß, was auch bei einer rechtlich unberechtigten Kündigung eines aus gelernten Mitarbeiters passieren kann ... Kündigungsschutzklage usw.

Ich würde das mit der IHK bzw. der Handwerkskammer besprechen. Die qualitative Leistung von denen ist allerdings regional sehr unterschiedlich.

Ifm001 08.09.2014, 10:27

Habt ihr denn ggf. von der Schule ein Schreiben bzgl. dem Verhalten der Azubine? Sind die rechtlichen Rahmenbedingungen (Formulierungen usw.) Abmahnungen eingehalten?

0

Dies ist ein klassischer Fall für eine Mediation!

Ein gut ausgebildeter Mediator (m/w) würde diesen Fall mit großer Wahrscheinlichkeit lösen, in dem beiden Parteien so geholfen wird, dass ein weiteres Miteinander (wieder) möglich sein wird - ohne den Rechtsweg beschreiten zu müssen.

Manche Rechtsanwälte sind gleizeitig Mediatoren. Nur aufpassen: Wenn Rechtsanwälte keine Mediatoren sind, raten sie oft zur Kündigung / Klage - denn sie wollen verdienen...!

Nach Rücksprache mit dem folgenden Verband würde dieser auf Anfrage Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Mediator (m/w) leisten:

Bundesverband MEDIATION e.V. (BM) Wittestr. 30 K 13509 Berlin Tel: +49 (0)30.43 57 25 30 Fax: +49 (0)30.43 57 25 31

Viel Erfolg!

Gruß Nightstick

hat eure Firma keinen Anwalt der Euch beraten kann? Normal hat doch jede Firma nen Anwalt. Also für mich würden die genannten Gründe ausreichen für eine Kündigung ..... alles ist zu verzeihen, aber schlechter Umgang mit den Kunden, das geht mal gar nicht. im Notfall könnt ihr euch auch an die Schule wenden und mit denen mal ein Gespräch führen, vllt kommt ihr da zu einer Lösung

XXungerechtXX 08.09.2014, 10:35

Normal braucht eine Firma keinen Anwalt...wozu auch?

1

Schau mal, da habe ich was gefunden.http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-ausbilder.html?m=sem&kw=k%C3%BCndigung%20azubi&adg=k%C3%BCndigung%20azubi%20%3E%20Phrase&camp=4.%20Generisch%20Suchanfragen%20%3E%20Phrase&gclid=CJ-VzNSX0cACFdMbtAoddzQAIg#Arbeitsrecht%20und%20fristlose%20K%C3%BCndigung Vielleicht bringt das euch weiter. Habt ihr mal mit dem Azubi über einen Aufhebungsvertrag gesprochen? Er muß natürlich damit einverstanden sein.Sonst geht das nicht. Anscheinend hat er 0-Bock auf Ausbildung.

Befrage hierzu doch erstmal die zuständige (Handels- oder Handwerks-) Kammer. Habt Ihr denn auch schon mal ein persönliches Gespräch mit dem Azubi geführt?

Rein rechtlich könntet Ihr wohl nach der zweiten Abmahnung kündigen, aber bei Azubis?

Zur Sicherheit dann noch mal einen Fachanwalt für Arbeitsrecht befragen.

führ all diese Punkte auf, wenn ihr sie schon abgemahnt habt, dürfte eigentlich ausreichend Grund bestehen.

Vielleicht ein aufhebungsvertrag? wenn den beide Seiten unterschreiben is des alles kein Problem! und ihr kann die Arbeit ja auch nicht gefallen dann soll sie den halt unterschreiben

Ich würde da zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehen , ihm alles erklären und eine hieb und stichfeste Kündigung schreiben lassen.

Kostet zwar was - schont aber die Nerven.

sieht schlecht aus, azubis sind so gut wie nicht kündbar (was auch richtig ist meienr meinung nach).

da helfen eigentlich nur gespräche oder wenn möglich in einen anderen arbeitsplatz versetzen.

Purzl87 08.09.2014, 10:22

Gespräche waren es etliche... Wir haben sie auch freundlich gefragt ob ihr der Beruf vielleicht nicht gefällt, da sie sich nicht einbringt und keine Interesse hat...aber das half leider alles nichts...

0
Ralfi1988 08.09.2014, 10:29
@Purzl87

also wie gesagt, ist die probezeit vorbei ist es fast unmöglich. aber da kann wirklich nur ein anwalt helfen. und das ist teuer und dauert lange.

1

Du kannst ein Ausbildungsverhältnis ausschließlich unter Einbeziehung der IHK kündigen. Hierzu wende dich bitte an den Ausbildungsberater.

Purzl87 08.09.2014, 10:23

Die IHK habe ich schon kontaktiert, die meinten ich sollte ihr einen Aufhebungsvertrag unterlegen. Und wenn sie diesen nicht unterschreibt schicken die einen Ausbildungsberater vorbei. Das wäre die letzte Möglichkeit....

0
XXungerechtXX 08.09.2014, 10:29
@Purzl87

Dann nimm diesen Strohalm. Gerade in einer kleinen Firma ist ein solches Verhalten nicht tragbar und eine Kündigung eines Auszubildenden durchaus gerechtfertigt.

Der Ausbildungsberater ist dem Azubi auch bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsbetrieb behilflich...ER wird dann schon sehen, dass es gerechtfertigt ist.

Warum nimmst du das Angebot der IHK nicht an? Hättest sie schon längst los sein können.

1

Es gibt auch im Netz - Online : du kannst einem Anwalt eine Frage stellen - für € 50 " der dir dann aus der Sicht eines Anwalts eine Frage aus dem Arbeitsrecht oder andere beantwortet.

sehr gute Hilfestellung aus rechtl. Sicht

Was möchtest Du wissen?