Auzug - wie vom Hund verabschieden

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9 Antworten

ich und mein damaliger Freund hatten zwei Hunde von welpe an. Ich einen Rüden, er eine Hündin. Wir wohnten nicht zusammen. Am Anfang, als die Hunde noch klein waren, war seine Hündin die ganze Zeit bei mir, einfach, weil bei mir die Hunde den ganzen tag durch meine Mutter betreut waren. Später, ich spielte schon lange mit dem Gedanken der Trennung, gewöhnten wir die Hündin daran, stundenweise bei meinem damaligen freund zu bleiben, klappte alles prima. Es war ja von Anfang an klar, dass es sein Hund ist, also mussten die beiden auch eine Bindung aufbauen. Dies viel mir am Anfang schwer, da ich die kleine sehr gerne hatte und er doch schon anders mit ihr umgegangen ist. Außerdem haben die beiden Hunde sich prima verstanden. Dann war es so, dass die Hündin die ganze Woche bei meinem Ex-Freund verbrachte und wir nur am Wochenende zusammen waren. Schließlich kam die Trennung. Ich hatte sehr mit mir zu kämpfen, die Hündin gehen zu lassen. Aber dies ist mein Problem gewesen. Ich wußte ja, dass sie es bei meinem Ex gut haben wird. Dies ist nun alles zwei Jahre her und ich habe sie seit dem nicht mehr gesehen. ich habe aber das Glück, dass meine Arbeitskollegin ab und zu mal mit meinem Ex Gassi geht und daher berichtet sie mir immer von ihr.

Ich denke heute, es war das beste für den Hund und mich, so einen klaren Cutt zu machen, denn ich hätte es nicht verkraftet, sie ständig wieder gehen zu lassen.

Und heute hat mein hund gleich drei Spielkameraden. Auch hängt mein hund sehr an meinem neuen freund. Abe ich denke, wenn er nicht da ist, ist das auch für meinenHund nicht schlimm, da ich die Bezugsperson bin.

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Ein wenig schwierig, hier bei einer solchen Fragestellung Hund und Mensch auseinander zu halten! Gib dem Partner ´nen Abschiedkuss und dem Hund ´nen Knochen, so ist jedem gedient!

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Kommentar von FallacyEpiphany
04.12.2013, 20:06

Also plädierst du auch für: Weggehen und nicht wiederkommen?

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Es gibt gerichtsurteile für so was. Wird dann so ähnlich wie bei Kindern gemacht ein Wochende du eine Wochende ich ein sogennantes Umgangsrecht.

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Kommentar von schelm1
04.12.2013, 19:49

Ein Hund ist rechtlich eine Sache, die dem gehört, der Eigntümer der Sache ist. Der kann auch beliebig darüber verfügen, solange er nicht mit dem Tierschutzgesetzt kollidiert! Ein Hund ist kein gemeinsames Kind! Da wird zum Glück noch ein klein wenig unterschieden!

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Kommentar von FallacyEpiphany
04.12.2013, 20:08

Danke, aber zum einen denke ich, dass er das auch ohne Gerichtsurteil machen würde. Leider werde ich in dem WG Zimmer was ich beziehen werde praktisch nichtmal genug Platz für mich haben. Mein Hund hat Angst vor anderen Menschen und Tieren und in der WG gibt es schon Hund und Katze und eben die anderen 2 Mitbewohner. Das wäre für sie nur eine Qual. Auch der Wechsel am WE ansich wäre für sie zuviel.

Trotzdem danke.

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Ein "Besuchsrecht" kann man nur für gemeinsame Kinder aber nicht für die rechtliche Sache "Hund" erstreiten....

Allerdings soll es Eltern geben - welche der gemeinsamen Kinder wegen - vernünftig bleiben. Davon profitieren dann die Kinder!

Warum also nicht weiterhin in einem vernünftigen Kontakt bleiben? So kannst Du immer wieder einmal den Hundesitter - zeitweise - für den Hund übernehmen, mit dem Hund auf diese Weise in Kontakt bleiben.

Der Hund übrigens - weiss schon längst dass eure Beziehung vorbei ist. Aber das ist ja kein Grund, dass ein Hund seine Bezugspersonen - für immer - verlieren muss.

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Kommentar von FallacyEpiphany
04.12.2013, 20:59

Ich weiss, dass sie es weiss.... aber seufz ... ich weiss einfach nicht ob ich den Kontakt mit ihm über Jahre halten will...

Naja, ein bisschen Zeit zum Nachdenken habe ich ja noch.

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@FallacyEpiphany,

ich weiß ganz genau, wie ein Hund empfindet, wenn er seine Menschen verliert, da ich auch schon meine Hündin "verlor", zum Glück aber wieder fand.

Ich empfehle Dir, einen klaren Schlussstrich zu ziehen, zu gehen und den Hund zurück zu lassen, schließlich ist es der Hund von Deinem Ex.

Falls Dir grundsätzlich an einem Hund etas liegt, solltest Du in Erwägung ziehen, Dir einen eigenen Hund anzuschaffen.

Freundliche Grüße

Delveng

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Hallo! Ich kann Dir nur den Rat geben, zu gehen. Mein Mann ist vor 8 Jahren plötzlich im Alter von 50 Jahren gestorben...er war also durchaus agil mit dem Hund. Es dauerte schon eine Weile, daß er das Herrchen suchte, zumal sich auch hier logischerweise alles änderte. Ehrlich gesagt, hat sich das Ganze aber in relativ kurzer Zeit gelegt. Ich weiß nicht, ob Hunde (meiner ist immer sehr, sehr in unser aller Leben einbezogen worden) schnell vergessen, oder sich von Natur aus ein Hebel zum "Überleben" umdreht. Ein "langsames Abschiednehmen" wird ihn immer wieder zurückwerfen sozusagen. Tu´s nicht!!! Auch wenns ganz schwer fällt! Meiner ist inzwischen 15 Jahre alt und neurotisch...er ist ein Dackel!! Ganz lieben Gruß an Dich und alles, alles Gute! Tonimama

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Frag deinen ex ob er dir den Hund überlässt. Ansonsten ist es besser du lässt dich nicht mehr sehen. Der Hund wird sonst nicht verstehen was los ist. Je nachdem auf wen er mehr geprägt ist wird er dich entweder schnell vergessen, oder darunter leiden.

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Kommentar von FallacyEpiphany
04.12.2013, 20:05

Es ist eben sein Hund und den überlässt er mir im Leben nicht. Ausserdem ist sie chronisch krank und das könnte ich, für den Fall eines Ausbruches, überhaupt nicht zahlen. Und das WG Zimmer, dass ich bekommen werde ist schon für mich zu klein.

Behalten ist also keine Option.

Also dann lieber einen komplett Cut... ok.

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Versuche es Dich einfach abzunabeln. Wenn der -Hund Schwierigkeiten macht musst Du öfter kommen, sonst langsam weniger werden.

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Es wird nicht lange dauern: wenn die Hündin dich nicht sieht, wird sie zwar noch ab und zu Fragezeichen in den Augen haben und vielleicht auch mal wartend an der Wohnungstür stehen, aber Traurigkeit wegen deiner Abwesenheit wird sie nicht verspüren...

Du mußt den Hund auch nicht besuchen nachdem sich die Tür hinter dir geschlossen hat...

Mir kommt es ein ganz klein wenig so vor, als möchtest du vielleicht die Hündin "benutzen" um ab und an bei deinem demnächst Ex-Partner mal reinzuschauen...

Also verabschiede dich - ein toller Knabberknochen ist bei der Hunde-Lady bestimmt herzlich willkommen...

Und das war's dann - mehr muss nicht sein...

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Kommentar von bianchaneunzehn
04.12.2013, 22:56

Ich habe vor einigen Monaten die Pflegehündin eines Mannes übernommen, der tragischerweise im Krankenhaus gestorben ist. Jeden Tag, wenn wir an seinem Haus vorbeigehen, fiept sie, schaut zur Türe und wartet darauf, dass er herauskommt - tut er nicht mehr. Das heißt nicht, dass sie unglücklich ist, wenn wir gemeinsam etwas machen, ist sie Feuer und Flamme - trotz Rollstuhls. Aber wenn wir an diesem Haus vorbeigehen, dann trauert sie.

Oder kennst du dich Geschichte von Hachiko? Der Hund, der jahrelang nach dem Tod seines Herrchens zur U-Bahn gelaufen ist, um ihn abzuholen, steht jetzt als Statue für diese Treue an einer U-Bahn-Station. Es gibt sogar einen Film darüber.

Glaub mir, auch Tiere können trauern.

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Kommentar von Rothskuckuck
05.12.2013, 11:30

@meisterfutter

Sooo kannst du das nicht pauschal sagen. Wie beim Menschen können Tiere, hier Hunde, emotional extrem unterschiedlich reagieren. Es gibt Berichte über Hunde, die ihr Herr-/Frauchen, nach deren Tod etc. dermaßen vermissen, daß sie alle Lebensfreude verlieren. Bei manchen für immer, bei manchen für seeeehr lange Zeit.

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