Autounfalltote verhindern?

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Aber so eine Luftpolsterfolie gibt es doch schon, die heißt Airbag und packt einen erst ein, wenn es nötig ist.

Fliegen ist ja auch nicht sicherer, weil man in Luftpolsterfolie eingepackt ist. Falls man dich vor dem letzten Flug doch in 10 Lagen Knallfolie eingepackt hat, guck mal die nächste Folge von "Vorsicht Kamera".

Die Sache ist ja die: Beim Fliegen kann ein schwerer Unfall weitreichendere Folgen haben, als bei einem Auto. Sowohl aufgrund des beteiligten Faktors "Höhe" als auch die Anzahl der betroffenen Menschen. Deshalb werden sowohl Flugzeuge und auch Piloten stark kontrolliert und reglementiert.

Würde man Autofahren und Verkehrsfliegerei gleichsetzen, hieße das:

  • Dein Auto muss alle zwei Monate zum TÜV
  • Dein Auto wird einmal im Jahr einer großen Inspektion unterzogen, bei der Verschleißteile auf Verdacht bzw. routinemäßíg und nicht erst am Verschleißlimit ausgetauscht werden
  • Dein Auto wird nach fünf Jahren komplett generalüberholt und mit Neuteilen ausgestattet, sodass nur die Blechkarosserie noch vom Original übrig ist, selbst neu lackiert wird es.
  • Du musst einmal im Jahr Fahrschule mit Fahrsimulator- und Auto-Training und Prüfung über dich ergehen lassen
  • Du darfst nur das Auto fahren, auf dem du gelernt hast und musst für jedes weitere Modell Type-Ratings ablegen, selbst bei einem neuen Modell der gleichen Baureihe muss geprüft werden, ob noch genug Gemeinsamkeiten für eine Nachschulung mit Trainingsunterlagen reicht oder ein komplett neues Rating mit Simulator- und Fahrstunden nötig ist
  • Du musst zudem zum Aufrechterhalten deines Führerscheins eine gewisse Anzahl Lenkstunden auf jedem Auto, für das du dein Type-Rating behalten willst, nachweisen können
  • Du musst einmal im Jahr zur Gesundheitsüberprüfung mit Blutabnahme inkl. Drogentest, Fitnesstest und psychologischem Gutachten
  • Du darfst nur auf den von einem Lotsen vorgegebenen Korridoren fahren und falls doch eine Kollision droht, muss dein Auto dich warnen und per Funk mit dem Warnsystem im anderen Auto Ersatzrouten vereinbaren, die vom Warnsystem ausgerufen werden und an die du dich halten und dies dem Lotsen mitteilen musst
  • Du darfst nur mit Beifahrer fahren, der regelmäßig mit dir Checklisten zum Fahrzeugzustand durchgeht oder überprüft, ob die gefahrene Geschwindigkeit stimmt. Der Beifahrer hat eine eigene Pedalerie und ein eigenes Lenkrad und Instrumententafel und kann im Zweifel, ob als Ablöse, wenn du plötzlich ohnmächtig wirst oder wenn er an deinen Fähigkeiten zweifelt, das Steuer übernehmen. Natürlich braucht auch der Beifahrer ein passendes Type-Rating für dein Auto
  • Bevor du auf eine stärker befahrene Autobahn auffährst, musst du auf einen Slot warten
  • Alle Fahrzeugparameter und gesprochenen Worte werden aufgezeichnet

(nagel mich nicht auf die Intervalle für A- B- und C-Checks bei Flugzeugen fest, ich bin kein Pilot oder Flugzeugmechaniker, aber in die Richtung geht es).

Klingelt was? So krass ist das nicht mal bei Busfahrern und Busse haben schon verkürzte Wartungs- und Prüfintervalle und Fahrer müssen zu einem kleinen Gesundheitscheck.

Jetzt sind auf dem Asphalt Fahrzeuge in schlechtem Zustand und auch Fahrer im schlechten Zustand (egal ob gesundheitlich oder von der Einstellung her, von unsicheren Fahrern mit Tunnelblick bis zu Freizeitrennfahrer, die meinen, im Windschatten und durch waghalsige Überholmanöver und Schneiden von anderen Fahrzeugen schneller voran zu kommen) unterwegs, und davon halt einfach mal um große Faktoren mehr. Deshalb gibt es auch verdammt viele Unfälle. Viele davon glimpflich mit Blechschaden oder leicht verletzten, aber auch nicht jeder Flugzeugabsturz endet tödlich, das darf man nicht vergessen. Andere davon tödlich.

Jetzt bringt aber ein großes Auto nichts. Ganz im Gegenteil, die von dir genannten SUVs neigen aufgrund ihres hohen Schwerpunktes auch gerne mal zum Umkippen. Jetzt nicht "Elchtest"-mäßig (der in Schweden übrigens gar nicht Elchtest heißt), sondern wenn z.B. ein anderes Auto in die Seite fährt. Und im Sandwich zwischen zwei 40-Tonnern bist du in einem Q7 und in Luftpolsterfolie eingepackt genauso tot, wie in einem Smart in Boxershorts (und die Länge des eingequetschten Fahrzeuges unterscheidet sich quasi nicht mehr). Der Smart schneidet in einigen Crashsituationen, man mag es kaum glauben, besser ab, als mancher SUV. Der Trick ist nicht die schiere Größe sondern die Konstruktion der Sicherheitszelle, die das Auto bietet.

Und wie schon in der Eröffnung gesagt: Das Luftkissen gibt es ja. Sich in Luftpolsterfolie einzupacken, ist nicht praxisgerecht. Es schränkt einen in der Bewegungsfreiheit ein und man kocht, weil es ja nicht atmungsaktiv ist, im eigenen Saft. Da sind ja noch mehr Unfälle vorprogrammiert. Deshalb gibt es ja Airbags, die das Luftpolster bei Bedarf sofort aufblasen und an den benötigten Stellen um dich herum positionieren. Und wird das Auto wirklich zwischen zwei LKWs zerquetscht, bringt die beste Polsterung nichts. Fährt man selbst auf oder kommt von der Fahrbahn ab und überschlägt sich, verhindern die Polster zwar schlimmeres, aber weder Airbags noch Luftpolsterfolie können die enormen Kräfte, die da schlagartig auftreten so abfangen (Gurt und Airbags im Team können es sogar besser, als jede Polsterfolie, aber halt auch nicht perfekt - Pack mal einen 80 Kilo Gegenstand in Luftpolsterfolie und lass ihn aus 100 Metern Höhe fallen, um dir klar zu machen, was da für Kräfte wirken - nein, bitte mach es nicht wörtlich, du könntest jemanden treffen!), dass nicht evtl. Knochen oder Wirbelsäule verletzt werden.

Ist halt alles nicht so einfach. Für passive Sicherheit (also Sicherheitsfahrgastzellen, Airbags, Gurt, ergonomisch geformte Sitze...) sorgen die Autohersteller ja schon, genau wie für aktive Systeme wie Notbremsassistenten. Aber bei der schieren Masse an Autos und dem Faktor Mensch, der wesentlich weniger reglementiert ist, als bei Piloten, wäre der nächste konsequente Schritt eigentlich nur das vernetzte autonome Fahren, sobald ausgereift. Aber daran wird ja gearbeitet.

Zweifellos kannst du im Einzelfall verschiedene Verletzungen damit abschwächen oder verhindern. Der Sinn fast aller passiver Sicherheit ist ja, die Beschleunigungen über eine längere Zeit zu strecken, um die punktuell auftretende Belastung geringer zu halten.

Gegen so heftige Unfälle jedoch, bei denen zum Beispiel Gegenstände in den Fahrgastraum eindringen, oder katastrophales Versagen der Sicherheitszelle auftritt, hilft deine Luftfolie aber auch nicht viel.

Wie in allem ist auch die Sicherheit im Auto ein Kompromiss. Ein Luftpolsteranzug ist nicht ausreichend sinnvoll und praktikabel genug, um allgemein Anwendung zu finden.

Komm wir drehen deine Argumentation einfach mal um...

Wenn jeder mit Luftpolsterfolie umwickelt im Auto sitzt schränkt es die Bewegungsfreiheit an, den Leuten wird warm und sie werden unkonzentrierter.

Es passieren also mehr Unfälle und selbst wenn die Peoztentuelle Todenrate abfällt kann sich der Anstieg an Unfällen so stark erhöhen das Insgesamt gesehen dennoch mehr Tote sterben.

Einfaches Beispiel was ich meine...

Von 100 Unfällen sterben 10 Leute (ausgedachte Zahl)

Wenn nach deiner Methode bei 100 Unfällen nurnoch 6 Leute Sterben ist das zwar okay wenn aber dann 200 Unfälle Passieren (wegen der Folie) sind insgesamt 12 Gestorben kurz um es gibt einen Anstieg ;D

Frontalaufprall mit LKW oder anderes Fahrzeug

Guten Abend zusammen,

gerade schaute ich mir Vergleichvideos an zwischen G-Kraft Verhältnisse beim Militär und G-Kraft Verhältnisse bei einem Autounfall.

Nun sind allerdings viele Fragen aufgekommen, die ich mit meinem Physikwissen selber nicht beantworten kann.

Im folgendem Video ist ein Golf mit normaler Motorhaube bei einem Tempo von 100 km/h gegen ein anderes Fahrzeug gefahren.

https://www.youtube.com/watch?v=1TNFDeK6GLE

Ich wunderte mich, dass das Auto soviel Belastung standhalten kann und vor allem noch mehr über die G-Kraft, von "100-200 g", wie der Mann im Nachhinein sagte.

Nun sind die Physikexperten unter euch gefragt... Meine Fragen sind folgende:

  1. Ist der Zusammenstoß mit diesem Fahrzeug wirklich 100-200g stark?
  2. Unter welchen Bedingungen wäre die G-Kraft geringer oder höher? Wenn das Auto gegen eine Wand, gegen einen LKW ohne Knautschzone oder gegen einen PKW mit Knautschzone (also Motorhaube) knallen würde?
  3. Wäre die G-Kraft höher gewesen, wenn der Fahrer des Golf keinen Golf gefahren wäre, sondern beispielsweise einen Sprinter mit gerinerer Knautschzone?
  4. Welche Funktion spielt bei der Geschwindigkeit noch der Anschallgurt? Wären Unterschiede von der G-Kraft her für den Menschen, wenn dieser Unangeschnallt ist?
  5. Bei einem Aufprall von 130 km/h, mit einem beispielsweise Mercedes Benz Sprinter, ist da die wirkende Kraft auf den Fahrer höher wie beispielsweise in einem VW Multivan mit 160 km/h? Der VW hat eine längere Motorhaube wie der Sprinter, aber die Geschwindigkeit hebt wieviel davon auf?

Das sind Fragen über Fragen, weil mich einfach interessiert, wieviel Kraft hinter so etwas steckt...Manche Frontal-Unfälle sind bei 50 km/h schon tödlich, wie kann es möglich sein, dass jemand einen Frontalaufprall mit 130 km/h überlebt? Dann noch unangeschnallt? Wie ist das möglich? Auch wenn ich mich für die Geschädigten freue, sofern sie keine bleibenden Schäden erlitten haben, solche Unfälle überlebt zu haben, klingen für mich die Wörter: "Frontalaufprall, 130 km/h, unangeschnallt, kaum Knautschzone", etc sogut wie: "Unüberlebbar"...

Da hab ich schon fast Angst die Landstraße zu befahren, da ist eine Autobahn ja im Prinzip sicherer, da kommt einem niemand entgegen...

Würde mich freuen SINNVOLLE und vor allem leicht zu verstehende Antworten zu bekommen. Die Physikexperten oder Mediziner/Santitäter etc unter uns dürften mir und uns alle Antworten geben können.

Vielen Dank und viele Grüße

Tobi

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