Autounfall beim Suchen eines Radiosenders – gilt das als grob fahrlässig?

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5 Antworten

Ich habe folgendes Urteil dazu vom OLG Nürnberg für dich gefunden - Az.: 8U 4033/04.

Danach ist das Bedienen des Radios nicht als grob fahrlässig zu werten, weil man nicht davon ausgehen kann, dass das Bedienen automatisch zum Verreissen oder Verdrehen des Lenkrades führt.

Dein Freund sollte also sein Geld bekommen.

Viel Glück

Ich würde mir überlegen, was ich als Vorschub der Versicherung biete. Ob du am Radio drehst oder plötzlich ein Kind auftauchte, eine Katze oder es regnete, du ein Martinshorn hörtest. Die Versicherung hat ihre eigene Wahrnehmung. Das mußt du mit dir durchspielen. Aus eigener Erfahrung!

Ich bin für NICHT-grob fahrlässig,schließlich will ich ja auch Geld wenn ich Deinen Freund umfahre nur weil ich am Radio gedreht habe....

Das werden unterschiedliche Versicherungen, unterschiedlich sehen. Ich hoffe, die Deines Freundes, gehört zu den kulanten.

Arbeitete frueher bei Versicherung. Gesellschaft beurteilt. Meine Aussage, nicht "grob", einfache Fahrlaessigkeit. Hoffe Versicherung zahlt.

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