Autounfall - Teilschuld wie kann das sein? Ich verstehe die Welt nicht mehr

... komplette Frage anzeigen

16 Antworten

Also leider kann man dazu heutzutage keine genaue Antwort mehr geben. Recht haben und Recht bekommen ist hierzulande immer mehr eine Sache des Glücks. LEIDER!!! Uns ist im Januar diesen Jahres folgendes passiert; Meine Freundin (Fahrerin) und ich (Beifahrer) sind in einer Ortschaft auch beim Linksabbiegen am Kotflügel erwischt worden. Wir sind langsam an die Seitenstraße herangefahren, haben rechtzeitig geblinkt, rückwärtiger Verkehr wurde auch reichlich nach geschaut. Als wir in die Seitenstraße einschauen konnten und kein Gegenverkehr kam (Seitenstraße ist sehr eng) wollten wir (immernoch blinkend) abbiegen. Als wir mit dem Wagen ca. 30cm über dem Mittelstreifen waren knallte es, weil hinter uns einer ankam und er uns überholte. Der Unfallpunkt liegt ca 100 Meter hinter einer Kurve. Polizei wollte der Unfallverursacher dazu holen. Polizei kam dazu. Der aufnehmende Polizist stellte vor Ort den Unfallgegener als Schuldigen fest. Polizist sagte noch vor Ort, das er sich widersprechen würde, da er zuerst sagte, er hätte unseren Blinker erst hinter uns gesehen, 2 min. später sagte der Unfallverursacher, das er den Blinker erst sah, als er neben uns war. Der Polizist sagte vor Ort, das der Unfallverursacher vom Polizisten vor Ort als Schuldiger festgestellt wurde und bot ihm ein Bußgeld in Höhe von 30, oder 35€ an. Verursacher fragte, was passiert, wenn er das nicht bezahlen würde. Polizist sagte, dann geht es zur Bußgeldstelle und es wird teurer. Polizist sagte zu uns, das Verursacher noch mit seinen Eltern telefonieren wollte, für uns der Vorfall aber erledigt sei und wir fahren könnten und der Rest über die Versicherung des Unfallgegners läuft. Desweiteren sagte der Polizist vor Ort noch zum Unfallverursacher, das er sein Fahrzeug so fahren muß, das er es jederzeit rechtzeitig zum stehen bekommen muß, selbst wenn wir nicht geblinkt hätten.. Danach kamen dann von Bußgeldstelle, Versicherungen usw Schreiben, wo alle ihre Aussagen nocheinmal machen mußten. Ist ja auch der normale Ablauf. Irgenwann bekamen WIR Post von der Bußgeldstelle, wo dann meine Zeugenaussage, die der Polizei usw angegeben wurden, gegen meine Freundin. Wir haben die Welt nicht mehr verstanden. Also zum Anwalt, der auch meinte, ist eine klare Sache. Dann kam es zur Gerichtsverhandlung, weil wir gegen den Bußgeldbescheid Einspruch eingelegt hatten. Von unserer Versicherung kam monatelang keine Post. Auf telefonischer Nachfrage, fanden wir heraus, das schon eine Teilschuld bezahlt wurde (ist das Recht jeder Versicherung, auch wenn noch keine genaue Schuldklärung da ist) Der Unfallverursacher hat gegen seinen Bußgeldbescheid auch Einspruch eingelegt, und das Verfahren wurde eingestellt. Ohne das es vor Gericht ging. Wir mußten vor Gericht gehen. Die Richterin meinte, das sie unser Bußgeld fallen lassen wollte, allerdings der Staatsanwalt nicht. So nach dem Motto :EINER MUSS JA NUN SCHULD HABEN! Fazit des Ganzen; Unser Bußgeldverfahren wurde durch die Richterin nun auch eingestellt, wir müssen über unsere Versicherung die Teilschuld begleichen, werden hochgestuft und Anwaltskosten von knapp 800€ Hätten wir das Bußgeld von 30, oder 35€ bezahlt, hätten keinen Widerspruch eingelegt, dann hätten wir die volle Schuld getragen und hätten unseren Schaden selbst getragen. Im nachhinein wäre uns das günstiger gekommen, da an unserem alten Wagen (Bj´93) einen Schaden unter 400€ hatte. Hochgestuft sind wir nun eh und somit hätten wir uns die Anwaltskosten gespart. Nur weil der Unfallverursacher ein Leasing KfZ hatte, hat er sich so gedreht und gewendet. Was ich auch nicht verstehe, beim Verursacher wurde das Bußgeldverfahren ohne Gericht eingestellt, ohne das wir da irgendetwas machen konnten, und wir mußten deswegen vor Gericht gehen. SO IST ES IN UNSEREM ACH SO TOLLEM RECHTSSTAAT. Sorry, aber da verliert man wirklich den Glauben an die Gerechtigkeit. Also warum2012, daran siehst du, das es nicht im Vorfeld einfach mal so geklärt werden kann. Ich drücke dir trotzdem die Daumen, das es für dich richtig ausgeht. So wie ich es verstanden habe, bist du eigentlich 100% im Recht. Bleib bei deiner Aussage und vor allem, das du dich vergewissert hast, das alles frei war, du den rückläufigen Verkehr im Auge hattest und dir keiner Schuld bewußt bist. Nach normalen Wissen und Rechtslage bist du "eigentlich" im Recht. Ein Anwalt sagte mal; "Auf hoher See und vor Gericht, ist man in Gottes Hand" Traurig, aber wahr. Viel Glück wünscht dir Leon1310.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich stand grade auf meiner seite und wartete das der gegenverkehr vorbei war, fuhr dann langsam links rüber kam aber nur mit dem halben auto über die mittellinie und dann war der in meinem Auto drin. Stehen bleiben musste ich ja sonst wäre ich ja in den Gegenverkehr gefahren. Er wollte mich einfach überholen... Rücksichtsvolles Fahren kennt wohl nicht jeder. ER hatte es scheinbar eilig, hätte ja noch verstanden wenn ich rechts abbiegen hätte wollen und er hätte mich dann links überholt, aber wenn ich links will ????

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Puepue
28.10.2012, 23:07

Ich hoffe, du hast das genauso der Polizei geschildert? Dann sollte das ja alles klärbar sein. Warte mal ab, was die Versicherung sagt. Zur Not gibt es noch Anwälte für sowas ;)

Und genieß, dass dir nichts passiert ist ;)

0

Ich musste links zum Parken auf ein Privatgrundstück direkt am Haus. Daher ja auch mein Blinker links, ich stell mich ja nicht an die Straße und lass mir dann das Auto kaputt fahren (dort passiert leider oft etwas) obwohl ich zum Haus muß:-(

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich hatte gestern einen Autounfall und die Polizei erzählte mir mich treffe eine Teilschuld da ich den hinter mir liegenden Verkehr nicht genügend beachtet haben muss. Hallooooo ????? Wie kann das sein ????

StVO §9 Absatz 1:

(1) Wer abbiegen will, muß dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen. Wer nach rechts abbiegen will, hat sein Fahrzeug möglichst weit rechts, wer nach links abbiegen will, bis zur Mitte, auf Fahrbahnen für eine Richtung möglichst weit links einzuordnen, und zwar rechtzeitig. Wer nach links abbiegen will, darf sich auf längs verlegten Schienen nur einordnen, wenn er kein Schienenfahrzeug behindert. Vor dem Einordnen und nochmals vor dem Abbiegen ist auf den nachfolgenden Verkehr zu achten; vor dem Abbiegen ist es dann nicht nötig, wenn eine Gefährdung nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist.

Wieso habe ich dann bitte ne Teilschuld ?

Warum Dir eine Teilschuld zugesprochen werden kann habe ich Dir fett im obigen Paragraphen markiert, dies hast Du nicht zu genüge getan.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich wußte gar nicht, dass die den Unfall aufnehmenden Verkehrspolizisten die Schuldfrage klären... Mein letzter Verkehrsunfall liegt (toi-toi-toi) einige Jahre zurück. Am Unfallort wurde nur ein 3-lagiges Formular ausgefüllt mit Personalienangaben und einer kurzen Darstellung zum Unfallhergang. Und ich meine, da bin ich mir aber nicht sicher... Der Erstgenannte in diesem Formular ist der Unfallverursacher...

Deine Zweifel kann ich gut verstehen - bleib ruhig und warte morgen das Gespräch mit deiner Versicherung ab... Hast du ggf. eine Verkehrsrechtschutzversicherung? Mach dir nicht allzuviele Sorgen und ich wünsche dir "viel Glück"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annokrat
28.10.2012, 23:09

wenn die schuldfrage klar erscheint, regeln das die polizisten, in dem sie dem schuldigen einen strafzettel ausstellen, z.b. wegen missachtung der vorfahrt.

im beschriebenen fall gehe ich davon aus, dass der polizist lediglich seine einschätzung der situation gegeben hat. daraus könnte man ableiten, dass es strittige punkte gibt und man einen anwalt dringend hinzu ziehen sollte.

annokrat

0

Mein Tipp: such dir einen Fachanwalt und erzähle ihm genau den Sachverhalt. Auch Polizisten sind nur Menschen, die sich irren können. Oder unter Zeitdruck oder anderem Stress stehen. Ein Anwalt wird sich die Sache anhören und dir mit seinem Wissen weiterhelfen, die Schuldfrage zu klären. Die Versicherung wird vielleicht auch versuchen die Schuldfrage klären, deshalb kontaktiere erst deine Versicherung. Wenn die keinen eigenen Gutachter oder Sachverständigen beauftragen, kannst du ja gleich bei der Schadensmeldung fragen, wie du dich jetzt verhalten sollst, bzw. welche Schritte du jetzt einleiten sollst. So würde ich jedenfalls an die Sache rangehen. Eine Rechtschutzversicherung hast du ja bestimmt ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

das wichtigste detail hast du nicht angegeben:

wie seid ihr kollidiert? ist er dir hinter der b-säule ins auto gefahren oder vor der b-säule? oder bist du ihm in die rechte seite gefahren?

mich erstaunt deine teilschuld auch, aber ich denke, dass sich die aus der kollision ergibt. du hast zwischen links schauen und links abbiegen zu viel zeit verstreichen lassen. hättest du unmittelbar vor dem abbiegen nach links geschaut, hättest du den anderen noch wahrgenommen und wärst nicht los gefahren.

und wenn du schon länger stehend blinkst, heisst das ja nicht, dass du nicht mehr gucken müsstest bevor du los fährst.

aber ein guter anwalt könnte dich vielleicht retten.

annokrat

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von warum2012
28.10.2012, 23:24

er ist mir vorne links in den Kotflügel rein gedonnert. Es ist ne 2 spurige straße je eine fahrtrichtung, ich wollte links und mußte erst ein auto vorbei lassen und dann bremst der nicht o fährt rechts vorbei nein er meint er kann mich trotz bereits anfahren noch links überholen. ich habe in den seitenspiegel geschaut und ihn nicht gesehen (toter winkel?) der ist niemals nur 70 gefahren aber beweisen kann ich das nicht. ich fahre grade dort sehr vorrausschauend denn es ist ne blöde stelle wo ich zum parken hin muß und dazu hab ich meistens noch ein kleinkind dabei. nur wie soll ich damit rechnen das der einfach vorbei ziehen will??? ich kann doch nicht hellsehen :-(

0

Ich kenne mich da rechtlich nicht aus.. eigentlich sollte man aber wohl nicht halb auf einer Straße stehenbleiben müssen...

Man bleibt ja gerade stehen und wenn man 100%ig rüber kommt, fährt man los.. oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dumonde1977
28.10.2012, 22:58

Das ist wohl beim anfahren passiert.Also quasi er ist gerade losgefahren und ist dementsprechend zur Hälfte über den Mittelstreifen. ;-)

0

was die polizei sagt ist unwichtig, was der verkehrsrichter sagt ist aber wichtig, also, jetztt wo alles noch frisch im gedächtnis noch ist, detalliert aufschreiben für später, ggf. fotos machen und somit bestens dokumentieren. der unfall wird über die versicherung abgewickelt, du muss sowieso den unfall bei deiner versicherung melden, dann gleich fragen ob ggf. sie einen rechtsanwalt für dich einsetzen (bzw. bezahlen wird). kein schuldeingeständnis abgeben oder gar unterschreiben, auch ggü. der poilizei nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von warum2012
28.10.2012, 23:28

ich war u bin mir auch keiner schuld bewusst... der andere leider auch nicht, der war irgendwie gar nicht anwesend u total kalt. Versicherung ja morgen früh als erstes, hab es gestern versucht aber die zuständigen sind erst mo wieder da.Fotos habe ich gemacht. Nur was mache ich mit meinem kaputten auto wenn das erst vor gericht geht ??? ich kann zwar fahren aber meine tür geht nicht mehr auf.

0

Gab es Zeugen? Wenn ja, Adressen! Dann sollte zu Rechtsfragen ein Anwalt gefragt werden. Eine RS-Versicherung ist da von Vorteil.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

jetzt warte erstmal ab. jeder bekommt seinen bogen und schreibt auf, wie es war und dann wird entschieden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

anwalt nehmen sachverhalt klären ,,aus meiner sicht hast du keine schuld 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

mein fahrlehrer hat mal gesagt: man sitzt in drei autos- dem davor, dem dahinter und in dem eigenen.

aber niemals wird dir ein polizist sowas sagen - klär das mit der versicherung.

hast du sonst noch zeugen? überleg mal!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von warum2012
28.10.2012, 23:18

es war leider keiner bei mir, und das Fahrzeug was ich im Gegenverkehr vorbei ziehen lassen mußte ist einfach weiter gefahren, denn der mir rein gefahren ist muß den im Gegenferkehr fast geschnitten haben. Hinzu kommt noch das der Hinter mir bei seinem Überholversuch so weit rüber ziehen mußte das er mit einem Reifen schon auf dem Standstreifen war. Gerecht finde ich etwas anderes.

0

bist das auto repariert wird benutze die andere tür zum ein- aussteigen, während der reparatur hast du das recht dir einen kleineren wagen zu mieten, übernimmt die versicherung des unfallgegeners.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Leon1310
29.10.2012, 15:34

während der reparatur hast du das recht dir einen kleineren wagen zu mieten, übernimmt die versicherung des unfallgegeners.

Gewiß ist das nicht so richtig!!!! Wenn er eine Teilschuld bekommt, bzw. ein Bußgeld, und der andere nicht, trägt er ALLEIN ALLE KOSTEN! Derjenige, der ein Bußgeld bekommt, ist rechtlich gesehen der Schuldige. (So in unserem Fall, laut Richterin, wenn es so ausgegangen wäre, das einer ein Bußgeld bekommen hätte.) Schau dir meinen Beitrag an, den ich noch schreibe.

0

naja....zum parken fährst immer recht ran :/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

alte leuter gehören nimmer hinters steuer , du hast keine schuld

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fraganti
28.10.2012, 23:14

Wenn man nur ließt: "Ich setzte meinen Blinker ca 200 Meter vor meinem Ziel", fragt man sich, wer da der rum eiernde Rentner in der Story ist!

0

Was möchtest Du wissen?