Autoreifen telefonisch beim Autohändler bestellt zum Pauschalpreis | Marken nicht genannt | Widerrufsrecht?

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4 Antworten

Meiner Meinung nach musst du die Reifen nicht nehmen, sofern es nicht schriftlich festgehalten wurde. Zuerst mal natürlich sehr dubios das er dir die Reifen zwar für eine guten Preis (sofern sie neu sind) verkaufen will, die Tatsache das er aber keinerlei Angaben zum Reifen macht würde mich schon stutzig machen. Dein Auto hättest du ja auch sicher nicht auf der Grundlage "er ist rot und fährt" gekauft.

Vorallem wenn die Reifen nicht zum vereinbarten Termin da sind muss der Händler, sofern er darauf besteht das du sie kaufst, dir mindestens den Fahrtweg erstatten. 100km (eine Richtung oder hin und zurück?) Sind ja auch nicht mal eben um die Ecke, außerdem ist er in dem Moment ja als Dienstleister in der Verpflichtung sein Angebot auch wahr zu machen, wenn das dann nicht klappt weil z.B. der Lieferant sich verfahren hat ist das schlicht sein Problem und wenn dadurch mehr Kosten für dich entstehen hat er sie m.M.n. auch zu tragen.

Vor einem Gericht hättest du aber denke ich gute Chancen zu gewinnen wenn der "Vertrag" nur am Telefon ergänzt wurde.

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Natürlich hast du einen Kaufvertrag, wenn auch nur mündlich. Du kannst dem Händler eine Frist setzen z.B. 3 Tage. Wenn er bis dahin dann nicht liefert, kannst du den Kauf widerrufen.

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Auch mündliche Verträge haben Gültigkeit. Ist natürlich ärgerlich, dass die Räder noch nicht geliefert wurden. Ist aber sicher kein Grund vom Vertrag zurückzutreten. Da kannst du nur auf Kulanz des Händlers hoffen.

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Kommentar von DasWeiseKind
27.10.2016, 15:30

Rechtlich gesehen haben mündliche Verträge keine Gültigkeit. Es gibt nur noch auf Pferdemärkten die Möglichkeit einen Kauf "per Handschlag" zu besiegeln. Auf mündliche Versprechen darf man sich garnicht verlassen.

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Hallo schwarzpf,

Alles, was nicht schriftlich im Kaufvertrag enthalten ist, ist auch nicht Teil des Kaufes. Das musste ich 2009 schmerzlich feststellen. Als es damals die "Abwrackprämie" gab' und ich mir im Sommer ein neues Auto bestellt habe, war mir nicht klar, dass es erst am 08.12.2009 ausgeliefert werden kann. Da es nicht schriftlich im Vertrag festgehalten wurde war der Verkäufer nicht bereit mir den Wagen mit Winterreifen auszuliefern, also musste ich direkt nochmal Geld ausgeben. War kein Weltuntergang aber wegen diesem Geschehnis habe ich mich informiert und daher weiß ich, dass alles schriftlich festgehalten werden.

Selbst wenn das mit deinen Winterreifen schriftlich im Vertrag erwähnt gewesen wäre, könntest du davon zurücktreten, da die Winterreifen genau beschrieben sein müssten (Marke, Größe). Außerdem müsste es aufgeschlüsselt werden - Warenkosten, Arbeitsaufwand bzw. Arbeitsaufwandsentschädigung.

Liebe Grüße 

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Kommentar von bubukiel
27.10.2016, 15:16

Jedes Auto wird mit Sommerreifen geliefert, auch im Winter. Wenn es nicht beim Kauf vereinbart wurde muss der Händler keine Winterreifen auf seine Kosten montieren. Suche also den Fehler nicht beim Händler sondern bei dir.

Auch dein 2.Absatz ist so nicht korrekt. Es kann immer ein Pauschalpreis vereinbart werden. Da muss nichts aufgeschlüsselt werden.

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Kommentar von franneck1989
27.10.2016, 15:40

Als es damals die "Abwrackprämie" gab' und ich mir im Sommer ein neues
Auto bestellt habe, war mir nicht klar, dass es erst am 08.12.2009
ausgeliefert werden kann. Da es nicht schriftlich im Vertrag
festgehalten wurde war der Verkäufer nicht bereit mir den Wagen mit
Winterreifen auszuliefern, also musste ich direkt nochmal Geld ausgeben.

Das ist auch eine völlig andere Situation. Neuwagen werden grundsätzlich mit Sommerreifen ausgeliefert. Das wird auch regelmäßig so bei der Bestellung vereinbart.

Alles, was nicht schriftlich im Kaufvertrag enthalten ist, ist auch nicht Teil des Kaufes.

Das stimmt so pauschal nicht.

könntest du davon zurücktreten, da die Winterreifen genau beschrieben sein müssten (Marke, Größe)

Diese Pflicht ergibt sich genau woraus? Und selbst wenn es diese Pflicht geben würde, warum wäre das ein Rücktrittsgrund?

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